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Abfindung, ist das sinnvoll

Kaaren

Mitglied
Registriert seit
8 März 2013
Beiträge
79
Ort
NRW
#41
Hallo Ihr,
mein Anwalt schreibt, dass die Versicherung mit dem immateriellen Vorbehalt Entgegenkommen signalisiert habe, und dass es dann vielleicht auch mit dem materiellen Vorbehalt klappen könnte, aber am Betrag sei dann nicht zu rütteln und fragt an, ob er es für mich abklären solle.
Allerdings habe ich gerade ziemliche Rückenschmerzen.
VG Karen
 

Drahtesel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
18 Nov. 2010
Beiträge
294
#42
Hallo Kaaren,

der Posten, den ich meinte, nennt sich Einigungsgebühr oder so ähnlich. Wenn man vorab gut informiert ist, sorgt man dafür, dass die von der gegnerischen Versicherung übernommen wird. Wenn man nicht gut informiert ist, kann es passieren, dass der RA sie dem Unfallopfer in Rechnung stellt. Da sie sich nach dem Streitwert und nicht nach dem Vergleich orientiert, kann da durchaus ein höherer Betrag zusammenkommen. Ich war vorab leider nicht so gut informiert bzw. habe nicht ausreichend nachgefragt.

Nachdem, was du über deine Verletzungen schreibst, würde ich einem Vergleich/einer Abfindung unter diesen Bedingungen keinesfalls zustimmen. Ich habe jetzt nicht auf dem Schirm, in welcher Höhe sich dein Verdienstausfall und der Haushaltsführungsschaden bewegt. Aber du kannst ja mal zusamenrechnen, was da zusammenkommt und wie hoch dann noch das Schmerzensgeld ausfällt, wenn du die Summe von der vorgeschlagenen Abfindung abziehst.

VG Drahtesel
 

Kaaren

Mitglied
Registriert seit
8 März 2013
Beiträge
79
Ort
NRW
#43
Hallo Drahtesel,
von Einigungsgebühr war bisher nicht die Rede, da muss ich mich dringend noch schlau machen.
Was kostet eigentlich ein eventueller Anwaltswechsel? Kann man den ersten Anwalt für einen außergerichtlichen Einigungsversuch nutzen, falls dieser nicht fruchtet, für die Klage ohne Probleme wechseln?
VG Karen
 
Registriert seit
27 Jan. 2014
Beiträge
76
#44
Hallo Kaaren,

da hier wieder die Gebührenfrage diskutiert wird, melde ich mich noch einmal. Ich hatte ja bereits am 27.11.2017 ausführlich zu den RA Gebühren was Grundsätzliches gesagt, an dem Inhalt hat sich bis heute NICHTS geändert. Jetzt kommt die "Einigungsgebühr" in die Diskussion. Diese hat 2004, nachdem das Rechtsanwaltsgebührengesetz (RVG) in Kraft trat, die Vergleichsgebühr nach der alten BRAGO abgelöst. Die Einigungsgebühr ist allerdings etwas weitreichender. Auf Deinen Fall angewandt: Käme es zwischen Dir und dem Haftpflichtversicherer zu einer Einigung (Vergleich) in Form einer Abfindung und Du würdest eine Abfindungserklärung unterschreiben mit dem gleichzeitigen Verzicht auf weitere Ansprüche ,würde die "Einigungsgebühr" fällig. Diese muss dann AUCH der Haftpflichtversicher zahlen und NICHT Du. siehe BGH Rechtsprechung.

Viele Grüße

Dieter

Hallo Kaaren,

zu dem Anwaltswechsel hatte ich auch am 27.11. etwas gesagt, auch das hat noch Gültigkeit. Du hast bisher nichts dazu gesagt, ob Du rechtschutzversichert bist. Bist Du? Dann in den Bedingungen prüfen, ob ein Wechsel ohne Anteil für Dich möglich ist. Im Zweifel Deine Versicherung anrufen. Sonst Vorsicht. Grundsätzlich zahlt die gegnerische Versicherung die Kosten NUR EINMAL. Im Prozessfall fallen andere Kosten an, als im Zivilverfahren. Eine Möglichkeit wäre, die bisher angefallenen Kosten des jetzigen Anwaltes, abzurechnen. Streitwert könnten die bisherigen Zahlungen an Dich sein. Dann würde der neue Anwalt die Differenz bis zum endgültigen Vergleich liquidieren. Dieses Prozedere solltest Du aber VORHER mit dem neuen Anwalt besprechen und vereinbaren. Nicht das Du auf Kosten sitzenbleibst.

Viele Grüße

Dieter