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Antibiotika-Engpässe

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
10 Sep. 2006
Beiträge
2,249
Ort
BW
#1
Hallo,

immer wieder hört-liest man:

Lieferengpass bei Antibiotika weil u. a. eine Fabrik in China abgebrannt ist und zugleich werden Tonnen weiße Reserveantibiotika an die Tieren verfüttert:eek::(

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/12/22/piperacillin-plus-tazobactam

https://www.welt.de/newsticker/news...n-Reserve-Antibiotika-in-der-Tierhaltung.html

Danach kostet oft schon ein "homöopathisches Mittel" mehr wie ein Antibiotikum:rolleyes:

Das sind Zustände ungaublich:confused:

Grüße
Siegfried21
 

Vetty

Aktiver Sponsor
Registriert seit
3 Feb. 2016
Beiträge
97
#3
Hallo Siegfried,

diese Engpässe sind in der Tiermedizin an der Tagesordnung, es ist keinesfalls selten.

Derzeit gibt es wieder einen Engpass bei Penicillinen.

Die höchsten Resistenzsituationen zeigen sich im Kleintierbereich und in der Humanmedizin, weil oft ohne Erregerbestimmung und Antibiogramm die Wirkstoffe eingesetzt werden. Resistenzen entstehen dort, weil die Dosierung zu gering gewählt wird und die Anwendungsdauer zu kurz ist.

Das Problem im Nutztierbereich ist häufig weniger das Tier, vielmehr die Entsorgung hemmstoffhaltiger Ausscheidungen (Gülle, Mist, Milch).

Antibiotika sind, verantwortungsvoll angewendet, sicherlich sinnvoll.

Ich war viele Jahre Nutztierärztin und trage selbst keine Resistenzen, obwohl ich täglich intensiven Umgang mit Antibiotika und Nutztieren hatte. Ich trug jedoch auch immer die vorgeschriebene Schutzkleidung und Handschuhe. Ich lasse mir selbst keine Antibiotika ohne Erregerbestimmung und Antibiogramm verschreiben.

Unterscheiden muss man auch die Wirkungsweise auf Bakterien, also ob das Mittel bakteriostatisch oder bakterizid wirkt.

Natürlich ist ein sinnloser Umgang mit Antibiotika schwachsinnig, da stimme ich Dir zu.

LG Vetty
 

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
10 Sep. 2006
Beiträge
2,249
Ort
BW
#4
Hallo Vetty@,

Dito:
Antibiotika sind, verantwortungsvoll angewendet, sicherlich sinnvoll.
Ich war viele Jahre Nutztierärztin und trage selbst keine Resistenzen
Schön das du dies von dir preis gibst;), denn es gibt immer wieder Fragen-Meinungen-Diskussionen.............

Ich lasse mir selbst keine Antibiotika ohne Erregerbestimmung und Antibiogramm verschreiben.
Ja, seit einiger Zeit geht ja wieder so eine hartnäckige Grippe "Magen-Darm-Bronchitis-Sinusitis" usw. umher:eek: und erlebe es in meinem Bekanntenkreis, wie u. a. von machen Hausärzten "Antibiotika" verordnet werden.

Ich kann manchmal die schnelle Verordnung bei jungen - gesunden Personen nicht verstehen, die könnten sich doch schonen und mit erstmals mit Naturheilmittel probieren.

Wobei Antibiotika doch eigentlich gegen Viren nichts ausrichten kann bzw. nur gegen Bakterielle Überlagerung!

Meine Frau ist auch Facharzthelferin wobei in der Praxis auch Hausärzte mit integriert. Dort wird erstmals Labortechnisch vor Ort, die Leukos ausgezahlt und ein CRP schnelltest gemacht und je nach dem ein Halsabstrich-Sputum Untersuchung im Fremdlabor. ( Erregerbestimmung + Antibiogramm)

Aber dies ist nicht die Regel:rolleyes: bei vielen Praxen wir erstmals u. a. aus
Spargründen- Budget KK darauf verzichtet gerade bei Kassenpatienten.

Danach gibt es auch sehr gute naturheilkundlich-hämopatische Mittelchen mit denen man oft viel verhindern-verkürzen-unterstützen könnte z. B.
Traumeel- Mucosa comp- Engystol- Lymphomyosot- Grippheel- Echinacea comp usw. (bekomme diese je nach Beschwerden in Spritzenforum u. a. manchmal mit Eigenblut.

Weiteres Problem von Antibiotika

Antibiotika töten bakterielle Krankheitserreger ab, sie treffen aber auch die im Darm lebenden Bakterien und dezimieren diese stark.
(Danach m. E. Belastung von Leber-Bauchspeicheldrüse usw.)

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=36245

Entweder der Darm regeriert sich von selber, oder es kommt zu Bakterienverschiebungen E. Coli, Enterococcus, Bifidobakterien, Laktobazillen Pilz Überlagerungen, Clostridien-Durchfall, PH- Wert Verschiebungen.

Folgen:
Magen-Darmschwerden, Verdauungsbeschwerden, Leber-Bauchspeicheldrüsen Beschwerden, Leaky Gut, Unvertraglichkeiten-Allergien, Pickel, Immunschwäche-Infektanfälligkeit-schlechte Laune, Viren Aktivierung-Blutbildveränderung usw.

W. g. kann aber muss nicht sein:confused:

Merke:
ca. 80% vom Immunsystem sitzt im Darm und die große Darmschleimhaut steht in Verbindung mit der Mund-Hals- Bronchialschleimhaut!

http://www.br.de/radio/bayern2/wiss...gesundheit-darmschutz-naturheilkunde-100.html
http://www.gesund.at/a/darm-immunsystem

Probiotika nach bzw. bei Antibiotika!
(Coliobiogen-Mutaflor-Symbioflor-Bifido-Laktobazillen ect. je nach Befund)

http://www.aerztezeitung.de/medizin...828461/probiotika-darmschutz-antibiotika.html
http://www.symbiopharm.de/de/anwendungsgebiete/darmerkrankungen/nachsorge-antibiotika.html

Stuhllabore:
http://www.mikrooek.de/fuer-patienten/wann-soll-ich-die-darmflora-untersuchen/
https://www.enterosan.de/leistungen/stuhldiagnostik/

Grüße
Siegfried21
 

Vetty

Aktiver Sponsor
Registriert seit
3 Feb. 2016
Beiträge
97
#5
Hallo Siegfried,

da bin ich ganz Deiner Meinung!

Viren sind oft Wegbereiter für nachfolgende bakterielle Infektionen.

Harmlosere Erkrankungen bekommt man auch mit bewährten "Hausmitteln" und Schonung in den Griff. Dies zu erkennen sollte einem Arzt möglich sein. Eine gute Aufklärung der Patienten über Verschlechterungen und zügigen Handlungsbedarf setze ich da voraus.

Da aber alle "schnell wieder fit" sein wollen/müssen, wird dem Patienten nur selten die notwendige Zeit zur Rekonvaleszenz gewährt.

Ich wundere mich auch immer über den Hygienewahn an der falschen Stelle.....dort wo es notwendig wäre, wird fahrlässig lasch mit Hygienemassnahmen umgegangen (Krankenhaus....) und frische Luft, etwas "Schmutz" und Natur sind dann zuhause "unhygienisch". Dabei ist nur ein trainiertes Immunsystem ein reaktionsfähiges und wirksames Immunsystem.

In diesem Sinne,

LG Vetty