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Berechnung PUV

ardnas69

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#1
Hallo,
ich hatte vor 1,5 Jahren einen Reitunfall. Hieraus resultierte eine Pilon Tibale Mehrfragment Fraktur. Ich habe mich hier im Forum bereits vorgestellt und meinen "Fall" geschildert. Ich habe heute ein Angebot meiner UV erhalten. Ich habe intensiv gegoogelt und auch das Forum durchsucht. Ich verstehe es einfach nicht.

Das Angebot lautet:
Versicherungssumme € 94.000
linkes Bein Invaliditätsgrad nach Gliedertaxe 80% davon 3/10 = € 22.560

Es wurde zudem ein Invaliditätsgrad von 20% zu Grunde gelegt

Der Rechenweg ist klar. Aber wie kommen die 80% zustande? In den Versicherungspolice werden 75% Bein über der Mitte des Oberschenkels, 65% Bein bis zur Mitte des Oberschenkels, 55% Bein bis unterhalb des Knies und Bein bis zur Mitte des Unterschenkels 50% angegeben.

Eine kleine Besonderheit:
Das Orthopädische Gutachten weist 2/10 aus und schlägt vor, mich einer neurologischen Begutachtung unterziehen zu lassen. Die UV fragt an, ob ich auf die Begutachtung verzichten will und von 2/10 auf 3/10 erhöhen soll.

Rein gefühlt bin ich mit den 3/10 einverstanden. Mit den 20% bin ich allerdings am hadern. Ich kann max. 45 Minuten (sehr langsam) mit Orthese laufen. Das Versorgungsamt hat mir einen GDB 50 mit G eingeräumt. Ich weiß das beides nix miteinander zu tun hat.

Die folgenden 3 Fragen habe ich hierzu:
1) Kann mir jemand sagen wie die 80% zustande gekommen sein könnten?
2) Wenn der Neurologe eine zusätzlichen Invaliditätsgrad von 10% feststellt und eine Erhöhung auf 30% festgestellt würde, wie hoch wäre dann die Auszahlung? In der Tabelle meiner UV steht bei einem Invaliditätsgrad von 30 bis 39% = Leistung von der Invalsiditätsgradsumme 70%
3) Wie wahrscheinlich ist es, dass ich mit einer erneuten Begutachtung durch einen Neurologen mich schlechter stelle? Macht es z.B. Sinn "privat" zum Neurologen zu gehen und eine erneute Untersuchung zu verlangen? Vor 12 Monaten stellt der Neurologe ein 'CRPS II und eine Peroneusparese fest. Die Nervenleitgeschwindigkeit war deutlich verlängert (18m/S)

Es ist alles so schwierig. Vielleicht packe ich alles ein und suche mir einen Anwalt. Die Alternative, alles abnicken und gut ist. Ich habe noch eine 2. UV bei einer anderen Versicherung die ca 1/2 des Wertes hat.

Viele Grüße

Sandra
 

HWS-Schaden

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#2
Hallo Sandra,

ich habe keine Idee und keine Antworten, aber ich "schubs" deine Fragen mal nach oben.
Vielleicht versuchst du zusätzlich in der Rubrik CRPS oder bei einer SHG CRPS Antworten zu erhalten.

LG
 
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#3
Hallo Sandra

Ist deine Heilbehandlung schon abgeschlossen, sprich das mit Orthese gehen können ist der Endzustand ?
So wie Du es beschreibst würde ich meinen, hier kann man die 3JahresFrist ausschöpfen.

Der Beinwert wurde zur Bemmesungsgrundlage herangezogen da durch die PilonTibiale Fraktur die Funktion im Bein gehen beeinträchtigt.
Welche AUB hast Du ? (AUB 88 94 99 2001 .... ) , und die vereinbarte Progession ? Verstehe deine 30-39 % = 70% nicht richtig.

Wo bei Dir die 80 % herkommen , kann ich aus der Ferne auch nicht beantworten. Bin aber auch kein Fachmann , mich wundert auch deine X5 werte, hast Du irgendwie eine Sondervereinbarung getroffen ?
Normal ist "normalerweise" voller Beinwert 70% mit erhöterGliedertaxe die 80%.

Gehen wir von den 3/10 bei 80% aus, machen dann 24% ... Progession greift in der Regel ab 25%

Laut meinen Buch Orthopädische Begutachtung von Thomann / Schröter / Grosser ergibt eine

Pilon Tibiale Fraktur von 1/7 - 2/7 Beinwert

Peroneaus - communis - 3/10 Beinw.
- profundus - 3/10 "
- superficialis - 1/10 "

Eigentlich kann die Neurologische Begutachtung nicht die Orthopädische aushebeln, so weit ich weiß. Kann eigentlich nur dazukommen.

Hinzu kommt, das man bei einer PilonTibiale von einer möglichen verfrühten SprungelenksArthrose ausgehen kann. Je nach Zertörung der Gelenkfläche, dies kann auch noch mal eine Erhöhung von 1 - 2/20 Beinw. beziffern.
Ist der Punkt Schmerzen berücksichtigt in dem Gutachten?
Eventuelle Beinverkürzung , bewegungseinschränkung im Sprunggelenk ?

Ich an deiner Stelle würde mit meinen Behandelnden Doc darüber sprechen wie er die Situation sieht. Bei dem was ich bisher alles so hier gelesen habe, werde ich oft Mißtrauisch wenn die Versicherung "freiwillig" erhöt und auszahlen will.

LG
Biggimaus
 

Hotte

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#4
Ich an deiner Stelle würde mit meinen Behandelnden Doc darüber sprechen wie er die Situation sieht. Bei dem was ich bisher alles so hier gelesen habe, werde ich oft Mißtrauisch wenn die Versicherung "freiwillig" erhöt und auszahlen will.
Hallo Sandra,
ich sehe das genauso wie Biggimaus bei ner "freiwilligen" Erhöhung würde ich auch misstrauisch werden. Ich hab bisher noch keine einzige PUV erlebt die auch nur 1 cent mehr auszahlt als Sie muß.
Leider hab ich auch kein Fachwissen über Deinen "Schaden" bei mir sind Schäden ja Wirbelsäule,Schhultern,Kopf.
Aber ebenfalls stutzig macht mich Dein GdB von 50 mit Merkzeichen und sollst "nur" ein GdI von 20 bzw 24% haben oder spielen beim GdB noch andere unfallfremde Faktoren mit?
Ich habe einen GdB von 60 ohne Merkzeichen (ausschließlich Unfallfolgen) aber einer GDI von 84% von der PUV entschädigt bekommen.
Also rein vom Bauchgefühl,würde ich meinen das Dein GDI höher anzusetzen wäre und würde auf das Angebot der PUV nicht eingehen.

LG Hotte
 

ardnas69

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#5
Vielen Dank für Eure Antworten. Das mit der AUB und die Progressionstabelle werde ich morgen raus suchen und abfotografieren.
Die Beinverkürzung beträgt nur 1 cm. Im Sprunggelenk ist keine seitliche Bewegung mehr möglich. Nach oben fehlen ca 30 Prozent und nach unten ca 15 Prozent. Das Fusszehgrundgelenk ist durch den Sudeck komplett eingesteift.

Wegen Schmerzen und Paranese soll ich ggf nochmals zum neurologischen Gutachter.

Mit meinem behandelnden Operateur habe ich Schluss gemacht. 1,5 Jahre machte er alle 8 Wochen lediglich eine Aufnahme vom Schienbein, mit dem Ergebnis: Pseudarthrose. Das Sprunggelenk weigerte er sich anzusehen. War das letzte Mal vor 2 Monaten bei ihm im Krankenhaus. War Zwischenzeitlich in einer Privatchirurgischen Unfallpraxis (was es nicht alles gibt). Er sagte wörtlich:. Nach 1,5 Jahren ist der Heilungsverlauf komplett abgeschlossen. Die Durchblutung im Fuss beträgt
noch max. 20 Prozent. Alle 3 Blutgefäße sind stark beschädigt. Plus CPRS ist der Fuß nicht operabel. Ich soll es so hinnehmen und nicht weiter nach Wunderheilern suchen. Die Bewegungseinschränkung im Sprunggelenk kommt durch den Knorpelabbau.

Den GDB 50 mit G habe ich ohne Gutachten vom Versorgungsamt erhalten. Alleine auf Grund der Arztberichte. Vorher war ich komplett gesund.

Ich hatte heute telefonischen Kontakt zu einem Fachanwalt für Versicherungsrecht. Jetzt habe ich den folgenden Plan: Ich habe im Februar einen Termin beim Neurologen und werde diese saublöde Stromuntersuchung nochmals über mich ergehen lassen. Das ist an dem Sudeck-Fuss kein Zuckerschlecken. Ich werde ihn dann um eine Einschätzung bitten. Der Anwalt bat mich den "neuen" Unfall-Arzt einschätzen zu lassen wie hoch meine Beeinträchtigtigungen sind. Kein Gutachten! Ich soll dem Anwalt dann alles schicken. Er kalkuliert dann seine Kosten (habe keine RS) und gibt mir sein Feedback, was er hofft "rausholen" zu können.

Was ich mit den Ärzten in den 1,5 Jahren erlebt habe, ich könnte ein Buch schreiben. Aber wem erzähle ich das? Die Generali hat mir heute unaufgefordert 5.500 Euro überwiesen. Direkt nach Meldung des Unfalls waren es schon einmal €11.500.

Übrigens hat der Gutachter nichts ausgemessen, sondern alles nur geschätzt.

Ich habe zudem bei der Cosmos noch eine UV mit 1/2 des Versicherungswertes. Die Cosmos will sich an die Auszahlung der Generali halten und gleichziehen.

Ich werde morgen die fehlenden Werte nachreichen und Berichten, wenn ich was neues weiß.

Viele Grüße
Sandra
 

HWS-Schaden

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#6
Hallo Sandra,

vom Versorgungsamt könntest du dir das Gutachten zusenden lassen, falls du es noch nicht hast.
In dem GA ist detailliert aufgeführt, für welche Funktionseinschränkungen welcher GdB und warum Merkzeichen gegeben wurden. Des GA könnte bei den Verhandlungen mit der Versicherung und zur Kalkulation für deinen RA unterstützend sein.

LG
 

ardnas69

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#7
Vielen Dank für den Hinweis mit dem Versorgungsamt. Werde ich direkt am Montag erledigen.

@Bittimaus:
Auf meiner Police steht (AUB 2000). Ich werde gleich mal googlen was das heißt. Mir war nicht bewusst, dass es eine AUB gibt und weiß auch nichts damit anzufangen.
 

ardnas69

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#8
Ich habe versucht die nötigen Infos zu Fotografieren. Sind das die ausschlaggebenden Seiten?



 

Gsxr1983

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#9
Hallo Ardnas69,

ich schließe mich Hotte an denn ein GdB von 50% steht in keiner Relation zu einer MDE von 20%.

Fordere das Gutachten an wie HWS-Schaden es empfohlen hat und dann sieht man weiter.

MfG


GSXR
 

HWS-Schaden

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#10
Hallo Sandra

Beim Versorgungsamt einfach vorbeigehen oder telefonisch nachfragen, wie du das Gutachten, welches den GdB aufschlüsselt, erhältst und ob du die Kopie bezahlen musst, vielleicht schicken / kopieren sie es dir einfach so.

Ich kenne mich nicht aus mit PUV und deren Versicherungsbedingungen AUB 2000.
Da du schreibst, du wusstest damit bisher nichts anzufangen, solltest du sie dir gründlich durchlesen und bei Fragen fragen, jeweils mit Angabe AUB 2000 (denn dass es unterschiedliche gibt, habe ich beim Mitlesen verstanden).

Vielleicht kann dir ja jetzt schon jemand erklären, was du oben zu den Prozenten fragtest.
Falls du eine Zusatzklausel haben solltest, wäre die auch wichtig für die Füchse der PUVen.

LG
 

ardnas69

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#11
Vielen dank für Eure antworten! Ich rufe am Mo direkt beim Versorgungsamt an.

Habe das Gutachten heute erhalten und sitze fassungslos darüber. Im Messblatt wurde eingetragen:
OSG 0 0 40
USG 1/3
beides wurde geschätzt und nicht gemessen. Im Text ist zu lesen, dass OSG eine aktive Bewegungseinschränkung vorliegt, passiv der Fuß frei beweglich wäre. Ist er aber nicht. Er drückte dagegen und räumte die Bewegungseinschränkung ein. Zudem wird aber die Parese in Frage gestellt.

Im Text heißt es weiter: die Zehenbeweglichkeit wurde beidseits unter Schmerzen demonstriert. Rechts hatte ich noch nie
Schmerzen! Die Beweglichkeit wird am linken Fuß vermindert angegeben. Passiv sind die Zehen frei beweglich. Durch den Sudeck ist das Zehengrundgelenk zu 100 Prozent eingesteift!

Beim passiven Bewegen fällt ein Sehnenschnappen am Innenknöchel auf. Das ist falsch - sie springt außen!

Beim Messen des Unterschenkels habe ich mir gemerkt, dass der kaputte Unterschenkel 2 cm weniger Umfang hat. Im Gutachten wird der kaputte Unterschenkel mit 23 cm und der andere mit 22 cm angegeben. Mehr Muskelmasse am kaputten Bein?

Zudem wird immer von einer offenen Fraktur gesprochen. Sie war nie offen.

Im Schlusssatz heißt es:
Zum momentanen Zeitpunkt festzustellende Invalidität aufgrund der verzögernden Knochenbruchheilung mit perisitierenden Schmerzen und Inaktivitätsosteoporose beträgt auf orthopädischem Fachgebiet 2/10 Beinwert. Die Einschätzung betrifft die verzögerte Knochenheilung und verminderte Belastbarkeit.

Hier wird das Sprunggelenk gar nicht mehr erwähnt?!

Ist das normal, dass so viele offensichtliche Fehler in einem Gutachten enthalten sind? Oder bin ich da zu streng?

Viele Grüße
Sandra
 

HWS-Schaden

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#12
Nein, Sandra, da bist du nicht "zu streng".

Es ist sinnvoll, einigermaßen zeitnah etwas zu erwidern, wenn das GA Fehler beinhaltet und das sind bei dir ja keine Kleinigkeiten.

Hast du einen Arzt (möglichst gleicher Fachrichtung), der dich analog zum zu bemängelnden Gutachten untersuchen und seine Messwerte und Feststellungen aufschreiben könnte? Das wäre ideal.
Hast du bereits Berichte über zB die Versteifung aufgrund des CRPS, die im Widerspruch zum Gutachten stehen?

Ich weiß nicht, wie schnell du handeln musst, da ich deine Frist nicht im Kopf habe (ich nehme an: 3-Jahresfrist), spontan würde ich keinesfalls handeln und sowieso nur schriftlich.

LG
 
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#13
Hallo Sandra ,

puh ;-) ...

AUB heißt eigentlich nix anderes als die jeweilige Fassung , zu dem Zeitpunkt wo du die Unfallversicherung abgeschlossen hast. Gerade was ältere Policen anbetrifft gibt es ein paar kleine aber feine Klauseln-Auslegungsweisen zugunsten des Versicherungsnehmer´s. Waren aber AUB 88 / 94..

Laut Deiner mitgelieferten Invalititätsgraden ist Beinwert 70% , da ja durch die Einschränkungen das ganze Bein betroffen ist. Es wird in der Regel immer den Sitz der Auswirkung der Verletzung genommen. Nicht dort wo die ursächliche Verletzung stadtgefunden hat. Gibt es auch diverse Gerichtsurteile zu.
Es gibt in diveresen Fachbüchern ein ganz "tolles" Beispiel.
Durch Wirbelbrüche ist eine Querschnitslähmung eingetreten. Ok sagt man sich betrifft den Rücken. Aber was betrifft/wirkt sich diese Verletzung aus , die Beine da der Betroffene nicht mehr laufen kann. Ergo 2 x voller Beinwert , würde 140% ergeben. Eine Abrechnung mit mehr als 100% geht aber nicht. Dazu kämme dann noch Aditativ der Rückenschaden, aber 100% bleiben 100%. Hier greift dann die sogenannte Progession. Was wenn bei Dir dann wenn ich den Rest der Tabelle verfolge 500% max. sind.

Hier noch mal ein kleiner Link wo die grund Rechenwege aufgeführt sind.
Invaliditätsgrad berechnen - Gliedertaxe Unfallversicherung

Im Schlusssatz heißt es:
Zum momentanen Zeitpunkt festzustellende Invalidität aufgrund der verzögernden Knochenbruchheilung mit perisitierenden Schmerzen und Inaktivitätsosteoporose beträgt auf orthopädischem Fachgebiet 2/10 Beinwert. Die Einschätzung betrifft die verzögerte Knochenheilung und verminderte Belastbarkeit.
"
Liest sich für mich eher das der Gutachter noch einmal ein Gutachten zur 3 Jahresfrist machen will. Will die Versicherung deine Akte schließen? Lass sich für mich so.
Ich mein man hat 4Wo Zeit darauf zu reagieren.

1. Auf jeden Fall das Gutachten vom Versorgungsamt besorgen.
2. Wann und wie ist die Peroneusparese festgestellt worden ? Nervenschäden können sich im Optimalfall bis max. 2 Jahre regenerieren.
3. Möglichst kurzfristig bei einen Arzt deines Vertrauens die Bewegungseinschränkungen korrekt nachmessen lassen. Mit Augenmaß und pie mal Daumen , ein NoGo.
Hat der Gutachter sich die Maße einfach aufgeschrieben oder nach einen Standartisierten Messblat eingetragen. Hier wird dann schon mal ganz ger rechts und links vertauscht.
www.dguv.de/medien/formtexte/aerzte/f_4224/f4224.pdf

Bei was für Ärzten warst du bisher , wundere mich ein wenig, Röntgen nur Tibia , Heilverlauf abgeschlossen ???

Warst Du schon mal in einer Praxis/Kliniksprechstunde die sich mit auf Pseudarthrosen spezialisiert haben? In Deutschland sind mir inzwischen 2 sehr gute Kliniken für Pseudarthrosen bekannt , eine 3 geniest einen Hervoragenden Ruf. An Deiner Stelle würde ich mir zumindest von einer 3.Stelle noch einmal eine Meinung einholen. Ja der Fuß/Bein wird nicht mehr wie vor dem Unfall, dafür sind die schäden zu groß. Aber den jetzigen Zustand so einfach Akzeptieren ?

Bist Du mit dem Sudeck in Behandlung ?


Noch einen schönen Sontag wünsche ,
Biggimaus
 

Gsxr1983

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#14
Guten Morgen Sandra,

Deine Erfahrungen mit dem Gutachten, spiegeln die Erfahrungen vieler UO wieder! "Oh super die Puv möchte mir mehr geben als mir zusteht!" lol selten so gelacht.

Ich kann meinen 2 vorschreibern nichts hinzufügen. Ich z.B. bin zu meinem Behandelnten Arzt gegangen und habe mir schriftlich das erstellte Gutachten bewerten lassen, habe dem Arzt gesagt ob er für .. € mir etwas ausarbeitet. Dann war ich auch etwas erschrocken wie das so auseinander gehen kann! Das schlechte ist das an dem erstellten Gutachten nicht zu rütteln ist! Der Arzt wird keinen Fehler eingestehen (muss er auch nicht).

Jetzt schaust du nach dem GdB Gutachten, besprichst dieses mit deinem Arzt und reichst es unter Rücksprache mit dem RA. Bei der Puv ein. Der Puv schreibst du das du einen RA. Eingeschaltet hast und dieser wenn nicht innerhalb 14 Tage eine Stellungnahme zu den Differenzen der Gutachten kommt, aktiv gegen Sie vorgehen wird.

Dann mal abwarten , geg RA aktivieren.

MfG



Gsxr
 

ardnas69

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#15
Vielen Dank für Eure Antworten,

liebe Bittigmaus, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Es hat mehrere Gründe, weshalb ich nicht mehr auf der Suche nach Heilung bin. Ich versuche es zu erklären:

Vor 20 Jahren hatte ich einen Motorradunfall. Das Handgelenk war gebrochen. Nach der OP unendliche Schmerzen. Es wurde sofort ein Schmerzkatheder gelegt und gut war.

Vor 5 Jahren eine Hallux OP. Andere konnten nach 10 Tagen ohne Krücke laufen. Ich erst nach 5 Wochen. Unendliche Schmerzen.

Im Nachhinein weiß ich, dass es bei beiden Schmerzanfällen auch schon ein "kleiner" Sudeck war.

Nach dem Reitunfall und der Platteneinbringun, habe ich 6 Std. nur geschrien. Es war, als ob mir jemand mein Bein abbrennen würde. Die Schmerzmittelversorgung im KH war absolut unzureichend. Niemand schickte mich zu einem Schmerzarzt. Ich wusste nicht, dass es diese Fachrichtung gab. 5 Monate habe ich max. 15 Minuten ab Stück geschlafen. Mein Fuß war wie ein Ballon aufgeblasen. Ich konnte keine Socke anziehen. Ich konnte an nichts anderes denken. Die Schmerzen sind dann Stück für Stück besser geworden. Jetzt hat der Sudeck erbarmen. Er sitzt auf dem Vorderfuß und in den Fußzehen. Er hat an Qualität verloren. Der Fuß ist kalt und bitzelt leicht. Wenn mir mein Hund drauf tritt, könnte ich immer noch heulen vor Schmerzen. Es lässt sich gut aushalten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Sudeck bei einer erneute OP zurück kommt ist laut Neurologe extrem hoch. Er rät deshalb von einer OP ab.

Das ist aber nicht der einzige Punkt.

Durch den Sudeck und die verzögerte Heilung konnte keine vernünftige Physio gemacht werden. Lt privatärtlichen Unfallchirugen sind sämtliche Knorpel im Sprungelenk nicht mehr vorhanden, bzw. kaputt gegangen. Die Bewegungseinschränkung ist beim Laufen extrem und schmerzhaft. Alleine deshalb Hinke ich. Zudem kommt die Parese. Meinen Fuß kann ich nur mit Kraftaufwand nach oben "heben". Laut dem Unfallchirugen beträgt die Durchblutung max. 20% im Fuß, da alle Blutgefäße kaputt seien. (2 durch den Trümmerbruch und eins durch die Platteneinbringung).

Mein mich operierender Arzt geht auf diese Problematiken nicht ein. Er sagt immer nur stoisch: Athrophe Pseudarthrose! OP in zurzeit nicht möglich.

Zudem sind sämtlich Sehnen verkürzt.

Wenn ich also einen Arzt finden würde, der die Pseudarthrose trotz Sudeck und Minderdurchblutung operieren würde, hätte ich ein großes Risiko zu tragen.

Ich war in 2 großen Unfallkliniken, die mir alle von einer OP abrieten.

Selbst wenn das Schienbein heile ist, habe ich noch immer kaputte Knorpel im Sprunggelenk und eine Parese.

Es dreht sich alles im Kreis.

So komme ich recht gut im Alltag zu recht. Ich bin selbständig und arbeite von Zuhause aus in einem Nebengebäude. Ich plane Mittags 1 Std. Pause ein und schlafe 1/2 Stunde. Ich gehe danach mit meinen Rentner-Hunden 30 Minuten vor die Tür. Abends kann ich mit meinem Mann zu unseren Islandpferden gehen und eine Runde durch den Wald reiten

Wenn die nächste OP den Sudeck zurückbringt und er nicht mehr geht, hätte ich keine Lebensqualität mehr. Mit einer OP wäre es nicht getan. Und ob es wirklich besser wird, kann mir keiner sagen. Den Sudeck habe ich dank einer sehr guten Schmerztherapeutin in den Griff bekommen.

Sämtliche Fachärzte sagen, ich soll es hinnehmen und gucken wie lange es noch so geht, wie es eben geht.

Die ganze Zeit konnte ich gut mit allem umgehen, da ich in erster Linie Dankbar war, dass diese Monsterschmerzen aufgehört haben. Jetzt wo das Gutachten am Freitag kam, hat es alles wieder hochgespült. Habe doch echt auf dem Sofa einige Tränen weggedrückt.

Mein Mann ist da naturgemäß viel rationeller als ich. Es ist wie es ist. Es hätte alles schlimmer kommen können.

Betreff Unfallversicherung:
Ich habe das große Glück, dass die € 20.000 oder € 30.000 nicht mein Leben verändern würden. Wir sind beide voll berufstätig. Die Kinder sind aus dem Haus. Ich kann also gut zocken mit der Versicherung. Auch der Auszahlungszeitpunkt ist mir Egal. Mein Ansinnen ist es einfach nur gerecht entschädigt zu werden. Hatte am Wochenende kurz überlegt den Wisch der UV einfach zu unterschreiben, damit alles ein Ende hat, aber irgendwie hätte es etwas von Aufgeben und das möchte ich nicht.

Ich berichte Euch wie es beim Neurologen Mitte Februar und bei meinem "neuen" Unfallarzt weitergeht. Ich bin gespannt, ob er bereit sein wird die im Gutachten erwähnten Werte auszumessen. Von wegen einer Krähe hackt der anderen Krähe......

Viele Grüße

Sandra
 
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#16
Hallo Sandra ,

eine Sache könnte Dir noch helfen eventuell. Viel mir gestern nicht ein.

A. Hast du für die Pseudarthrose schon eine Ultraschalltherapie versucht ? Entweder die für zu Haus oder eine die Ambulant in KH durchgeführt wird ?
Knochen heilen rasch mit Ultraschall-Stimulation


B Allgöwer Entlastungsorthese - ORTHO-TEAM

Sieht ein wenig crazy aus und man muß damit schon üben , aber hilft. Das Gewicht wird durch den Schienbeinkopf getragen. Weiß ja nicht wie weit hoch dein Bein empfindlich ist. Der normale Schuh beötigt eine erhöhung.
Der Fuß kann mit minimaler Belastung eingestellt werden oder das er frei in dem Gestell ist.

Ich habe diese Orthese auch für mich, leider hatte sich nach den ersten ernsthaften geh Versuchen gezeigt das mein Oberschenkel auch nicht tragstabiel verheilt war/ist. Der Unterschenkel hatte damit keine Probleme, keine Schmerzen auch nicht später als belastungsreaktion.

Das bei Nachrichten sei es vom Doc oder Versicherung usw. das Nervenkostüm nicht mehr das beste ist, ist irgendwo Logisch. Auch ich habe Tage wo ich mich frage warum noch der ganze Mist ... Aber wichtig halt einfach das wiederaufstehen nicht zu vergessen.



LG
Biggimaus
 
Zuletzt bearbeitet:

ardnas69

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#17
Ein Exogena 4000 habe ich mir damals angeschafft. Es liegt noch hier. Wer Bedarf hat......

Ich habe mir eine sehr gute Orthese bauen lassen. Das Fußstück ist allerdings so gehalten, dass ich einen "normalen" Gesundheitsschuh tragen kann. Die Orthese leitet das Gewicht zum großen Teil auf über den Bruch um und schützt das Sprunggelenk vor "zu viel" Bewegung. Mit der Orthese kann ich wesentlich besser über Stock und Stein laufen. Sie fängt überwiegend die schmerzhaften Bewegungen ab. Zudem ist sie so ausgelegt, dass der Fuß mit angehoben wird.

Ich war auch schon bei ganz vielen Wunderheilern. Von Blutegeln über Chinesischen Heilkräutern, DMSO, MMS ich weiß nicht was alles. Reiki habe ich mir dann doch verkniffen. Letzte Woche schrieb mir eine Frau, die ich nur vom sehen her kenne einen 2 Seiten langen Brief. Sie hätte die Lösung für mich. Ich guckte dann im Internet nach. Ich sollte mir eine Magnetmatte für 4.500 Euro kaufen.

Ich denke manchmal, wenn es für alles eine Lösung gebe, könnten Blinde sehen, es würde kein krankhaftes Übergewicht, keine Menschen mit Akne und keine gelähmten geben. Ich will damit sagen, dass es schon viel Mist auf dem Markt gibt. Nach den guten Sachen muss man suchen. Die bietet einem nämlich keiner an. :)

Viele Grüße und einen sonnigen Arbeitstag

Sandra
 

ardnas69

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#18
Hallo Ihr Lieben,

ich war nun beim meinem "neuen" Orthopäden. Er meint, wenn er ein Gutachten schreiben dürfte, wäre alleine der orthopädische Beinwert zwischen 3/10 und 4/10.

Heute habe ich beim Neurologen die Fußheber-Parese ausmessen lassen. Diese ist noch voll vorhanden. Er schaute für mich in die Tabelle und schrieb mir auf: Beinwert in der privaten PUV 1/3 bis 2/5.

Ich habe gegen das orthopädische Gutachten meiner PUV einen Widerspruch eingelegt und habe auf die zahlreichen Fehler hingewiesen. Mein Widerspruch wurde an das Gutachterinstitut weitergeleitet mit der Bitte um Stellungnahme. Bislang habe ich noch keinen Rücklauf.

Die PUV bietet mir 2/10 + 1/10 "geschenkt" an ohne neurologische Begutachtung.

Meine Idee ist nun auf Grund der heutigen Untersuchung, den Befund an die PUV zu schicken und um eine Erhöhung auf 4/10 zu bitten. Fraglich ob das klappt.

Ich habe eigentlich keine Nerven mehr auf noch mehr Gutachten und noch mehr Schriftwechsel.

Eine Möglichkeit hätte ich noch. Die kleinere meiner PUV`S (habe 2 Stück) bietet mir (auf Grund meines Widerspruchs) eine separate Begutachtung an und würde dann unabhängig von der Generali agieren. Dann hätte ich 2 Gutachten. Vielleicht nehme ich das zweite Gutachten noch in Anspruch.

Ich habe nochmals in meinen Vertrag geschaut. Darin heißt es, dass beide Parteien die Möglichkeit einer Nachuntersuchung nach 3 Jahren haben. Wenn ich 4/10 angeboten bekäme und annehmen würde, könnte ich dann trotzdem noch nach 3 Jahren zu einer Nachbegutachtung? Oder ist mit meiner Unterschrift dann alles komplett erledigt? Kann die Versicherung dann noch nach 3 Jahren eine Nachbegutachtung veranlassen?


Eigentlich bräuchte ich einen guten Anwalt. Es ist alles verdammt schwierig. Meine bisherigen Anwaltskontakte waren alle samt ein Griff ins Leere.

Viele Grüße

Sandra
 

ardnas69

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#19
Home - PRO CLIENTA Unfallhilfe | Deutsch

Kennt jemand diese Organisation? Eine Freundin hat mir diese empfohlen. Das Telefonat mit einem Sachbearbeiter war sensationell. Ich soll sämtliche Unterlagen hinschicken. Es wird geprüft, ob es sich "lohnt" anwaltlich der PUV auf die Füße zu treten. Der Sachbearbeiter haute direkt auf den Tisch, als er Gutachter Dr. Wagner IMB Institut hörte. Er sagte direkt: Sie ist planlos, dann kommt ein Brad-Pit Verschnitt und Tütet die Sache ein. Und genau so war es. Ich bin sehr auf die Rückmeldung und auf die zu erwarteten Kosten gespannt.
 
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#20
Hallo Sandra ,

ich kenne es so, das wenn Du etwas annimmst als "Vergleich", ist die Akte geschlossen.

Du kannst einen Vorschuss anfordern und sagen zum 3 Jahreszeitpunkt möchtest Du das Endgutachten.

4/10 denke ich ist nach dem was Du vom Neurologen geschrieben hast zu wenig. 1/3 - 2/5 Beinwert bei 70 % gehen wir von 22% aus.

Bisher sind es 3/10 = 21% + zzgl Neurologe 22% ergibt 43%. Du mit 4/10 sind 28% ...

Die 43% bekommst Du leider nicht da nach deiner AUB ein Index gebildet wird in wie weit der Gesamtschaden dich beeinträchtigt. Den Index wie das wie gerechnet wird habe ich bis heute nicht rausbekommen. Realistisch würde ich aus den holen Bauch von 30% +x ausgehen.

Jeder Prozentpunkt mehr, bringt Dir nun aufgrund deiner Progession die ab 25% greift , deutlich mehr Geld.

Der Sudeck scheint noch nicht berücksichtigt, hast Du darüber Arztbriefe ? Hast Du inzwischen das Gutachten bezüglich deines Schwerbeschädigtenausweiß ?

Die Alternative ein 2Gutachten über die kleine PUV zu machen hört sich eigentlich nicht schlecht an. Auch wenn dadurch das Nervenkostüm wieder belastet wird. Da achte aber wenn darauf das du an kein Gutachterinstitut kommst. Viele sind in der Regel pro Versicherung eingestellt.

Oder lass das ganze nun ruhen, bitte die Versicherung um eine Vorschußzahlung und sagst das Endgutachten dann in 3 Jahren. Dann wird der ganze Vorgang auf Parken gestellt und Du kannst wieder neue Kraft tanken.

Das sind so meine Gedanken dazu.

Dein oben genannte Orginasation kenne ich nicht. Aber denke da wird sich noch der ein oder andere zu melden.

LG
Biggimaus