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Berufsunfähigkeitsversicherung weigert sich

Rosi70

Erfahrenes Mitglied
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14 Nov. 2014
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406
#1
Hallo,

vielleicht kann mir jemand bezüglich meiner Berufsunfähigkeitsversicherung Auskunft geben.

Ich habe am 25.7.13 eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Beginn 01.10.13 abgeschlossen.

Am 10.09.13. hatte ich einen Unfall mit Schädel-Hirn-Trauma und dachte, dass ich bald wieder genesen bin.

Ab 01.05.14 bin ich zu 100 % berufsunfähig geschrieben, was ich meiner Versicherung unverzüglich mitgeteilt habe.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung lehnt die Zahlung mit der Begründung, dass der Unfall zwar nach Vertragsunterschreibung aber vor Vertragsbeginn liegt, ab. Der vorvertragliche Versicherungsschutz liegt bei 2 Monaten. In meinem Fall sind es aber 2 Monate und 4 Tage.

Ist denn nicht der Tag der Berufsunfähigkeit entscheidend? Oder der Unfalltag?
Als der Unfall passierte, bin ich davon ausgegangen, dass ich nach kurzer Zeit wieder arbeitsfähig bin.

Was habe ich falsch gemacht?

LG
 

Rekobär

Erfahrenes Mitglied
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www.unfallreko.de
#2
Unfalltag ist entscheidend

Hallo Rosi70,

nach meiner Kenntnis ist der Unfalltag entscheidend und nicht der Tag, an dem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.

Der Unfall ist ja ursächlich für die Berufsunfähigkeit.

Falls ich mich irren sollte, sollten die anderen das berichtigen.

Übrigens müßte dazu etwas in den Versicherungsbedingungen Deine BU stehen.

Herzliche Grüße vom RekoBär:)
 

Rajo1967

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#3
Hallo Rosi,

es stimmt das der vorläufige Versicherungsschutz nur 2 Monate gilt, damit liegt Dein Unfall allerdings in der Zeit des vorläufigen Versicherungsschutzes. Da nicht dirket nach dem Unfall absehbar ist, ob und wie hoch eine Berufsunfähigkeit eintritt und es auch bestimmte Wartefristen (in der Regel 6 Monate nach dem Eintritt) mit Prognosevoraussichten gibt, solltest Du dich an einen Fachanwalt wenden.

Meiner Meinung nach hättest Du Pech gehabt, wenn der Unfall innerhalb der 4 Tage nach den 2 Monaten passiert wäre.

Ich bin mir nicht so 100 % sicher, aber ich glaube, das die zwei Monate vorvertraglicher Versicherungsschutz rückwirkend ab Vertragsbeginn gelten - aber in beiden Fällen müßte Versicherungsschutz bestehen, obwohl der Vertragsbeginn später war.
 

Rosi70

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#4
ok Rajo,

sollte die Versicherung nicht zahlen, übernimmst du das dann? :) Spaß beiseite.

In diesem Fall habe ich richtig Pech gehabt. Ich sehe den Fall aber ähnlich wie du. Zumal hier auch unterscheiden werden müsste, ob es sich um ein plötzlich unvorhersehbares Ereignis (Unfall) handelt oder eine Erkrankung, die man hätte vorher erkennen müssen, so dass der Eindruck entsteht, schnell noch eine Berufsunfähigkeit abzuschließen.
Von den 4 Tagen Differenz bei dem vorvertraglichen Schutz wuste ich bei Vertragsabschluß gar nicht´s ... aber das ist ja meine Dusseligkeit ... wer ahnt denn auch, so schnell "bedürftig" zu werden.

LG
 

Glückloser

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#5
ok Rajo,

sollte die Versicherung nicht zahlen, übernimmst du das dann? :) Spaß beiseite.
Hatte ich auch schon versucht ihn zu einem 2. Standbein zu bekehren...
Naja, Versuch macht klug.;)

Mache das auf alle Fälle mit einem Anwalt und achte darauf das er auch wirklich Versicherungsrecht macht, vielleicht gleich noch gekoppelt mit Medizinrecht.


LG Glückloser
 

HWS-Schaden

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#6
Hallo Rosi,

willkommen im Forum.

Bevor hier herumspekuliert wird, schau doch bitte mal in deine Versicherungsbedingungen.
Im Vertrag steht, welche Fristen gelten. Prüfe erstmal die Aussage der Versicherung bzgl der Fristen (oder hast du das schon? das wird nicht klar), meines Wissens unterscheiden sich die BUV-Verträge (auch) darin.

Liebe Grüße
HWS-Schaden
 

Rajo1967

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#7
Hallo HWS-Schaden,

es geht hier nicht um "Fristen" sondern um vorläufigen Versicherungsschutz vor Vertragsbeginn.

Dabei ist bei der privaten Berufsunfähigkeit entscheidend wann ein Ereignis eingetreten ist (das würde hier in den vorläufigen Versicherungsschutz einfließen) und ab wann die Folgen eine Berufsunfähigkeit bedingungsgemäß hervor gerufen haben!

Bitte nicht mit dem "fiktiven" Beginn der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente verwechseln.

Mal den Fall von Rosi weiter gesponnen, Rosi entschuldige wenn ich das jetzt etwas übertreibe. Unfall - SHT vor Vertragsbeginn, zunächst sieht alles gut aus, nach 3 Jahren entwickelt sich eine Epilepsie die eindeutig auf das SHT zurück geführt werden kann.

Das maßgebliche Ereignis ist während des vorläufigen Versicherungsschutzes eingetreten, die Berufsunfähigkeit 3 Jahre später. Somit muss die Gesellschaft leisten, da zum Antragszeitpunkt die Schädigung noch nicht vorhanden war und für danach auftretende Gesundheitsstörungen innerhalb der 2-Monatsfrist Versicherungsschutz besteht.
Tritt die Berufsunfähigkeit noch vor Vertragsbeginn ein, dann ist die Gesellschaft von der Leistung befreit.
 

HWS-Schaden

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Bei den Stadtmusikanten
#8
hi rajo,
ich meinte die frist, wann der versicherungscchutz beginnt.
weil ich mal überlegt hatte, eine buv abzuschließen, weiß ich, dass sich die versicherungen darin unterschieden haben - also darin, ab wann nach abschluss die versicherung greift/gilt.

ich weiß, dass du der experte bist, ich kenn mich darin nicht weiter aus.
hatte aber gerade den o.g. punkt als unterschied festgestellt.

Dass Rosi in ihre Versicherungsbedingungen schaut und die Aussage der Vers. prüft, wird schon kein ganz falscher Gedanke sein ;-)

Ich mische mich hier wieder aus :)
Liebe Grüße
HWS-Schaden
 

Rajo1967

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#9
Hallo HWS Schaden,

das was Du meinst ist Karenzzeit und da gibt es Verträge, die man mit einer solch einer Frist abschließen kann (absolut nicht empfehlenswert wegen ein paar Euro Ersparnis). Das bieten manche Vermittler an, nur um den Preis eines anderen unterbieten zu können.

Aber wie gesagt, es wird da nur ein Fachanwalt helfen können, da es darauf ankommt, ab wann eine Leistungspflicht besteht (also die Berufsunfähigkeit nach medizinischen Gesichtspunkten eingetreten ist). Der Unfalltag ist das leistungsbegründende Ereignis, welches in den vorläufigen Versicherungsschutz fällt. Die VS-Gesellschaft wird da Streiten um sich der Leistung zu entziehen.
 

Rosi70

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#10
Hallo,

ich habe mal den entscheidenden Passus aus dem Versicherungsvertrag raus gesucht:

§ 1 Wann besteht vorläufiger Versicherungsschutz?
Der vorläufige Versicherungsschutz beginnt mit dem Tag des Eingangs Ihres
Antrags auf Abschluss des Versicherungsvertrages bzw. des Eingangs Ihrer
Annahmeerklärung bei unserer Geschäftsstelle, mittags um 12.00 Uhr, wenn
sämtliche nachstehende Bedingungen erfüllt sind:
a) Zwischen dem Tag Ihrer Unterschrift auf dem Antragsformular (wenn
Sie einen Antrag auf Abschluss des Versicherungsvertrags stellen)
bzw. auf Ihrer Annahmeerklärung (wenn wir Ihnen einen Antrag
unterbreitet haben) und dem beantragten Versicherungsbeginn liegen
nicht mehr als 2 Monate.
.
.
.




Die Versicherung verweigert die Zahlung mit der Begründung, dass zwischen der Antragsunterzeichnung und dem Antragsbeginn 2 Monate und 4 Tage liegen ...also 4 Tage zuviel. Somit war von Anfang an klar, dass es gar keinen vorläufigen Versicherungsschutz gibt, der mir aber bei Vertragsunterzeichnung zugesichert wurde. Das entsprechende Hinweisblatt wurde mir erst jetzt mit der Ablehnung mitgeschickt. Unklar ist für mich nach wie vor, ob den das Unfallereignis oder der Beginn der Berufsunfähigkeit entscheidend sind. Leider finde ich dazu nichts in den Vertragsunterlagen. Mein gesundheitlicher Zustand verschlimmerte sich erst im Laufe der Zeit. Nach dem Unfall erhielt ich sogar aus ärztlicher Sicht eine positive Prognose.

LG

"der Pechvogel"
 

Rajo1967

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#11
Hallo Rosi70,

mache einen Termin bei einem Fachanwalt und lasse Dich beraten. Ich würde von meiner Meinung her sagen, das es ein versichertes Ereignis ist und die Berufsunfähigkeit innerhalb des Vertragsverhältnisses eingetreten ist.

Bei Dir ist das solch ein Grenzfall, das es ohne rechtliche Hilfe nicht gehen wird.
Ich kenne "solche Klauseln" auch noch, aber habe schon lang nicht mehr damit zu tun gehabt. Liest sich nach Debeka oder ähnlicher Gesellschaft. Im Zweifelsfall haftet eventuell der Vermittler für seine Falschaussage zum vorläufigen Versicherungsschutz.

Ich drücke Dir die Daumen, das Du ein klärendes Gespräch findest und ich mit meiner Meinung richtig liege.
 

Rosi70

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#12
Hallo Rajo,

danke für deinen Kommentar.
Ich habe die Unterlagen einem Versicherungs-Anwalt übergeben, der z. Zt. die Sachlage prüft. Ich strebe definitiv ein gerichtliches Verfahren an. Zu verlieren habe ich ja nichts.

Liebe Grüße & ein schönes Wochenende

Rosi
 

ellute

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#13
Hallo Pechvogel,

zunaechst einmal ist es jetzt wichtig, dass Du Dich von einem Fachanwalt
fuer Versicherungsrecht und Medizinrecht beraten laesst.
Solltest Du eine Rechtsschutzversicherung haben, bestens.
Achte aber unbedingt darauf, dass der Anwalt beide Fachgebiete
abdeckt.
Nicht auf Empfehlungen anderer vertrauen a la der RA XY ist ein harter
Hund und hat schon diese und jene Faelle im Bekanntenkreis zufriedenstellend
geloest...

Grundsaetzlich bin ich zwar der Meinung, dass massgeblich das Datum
des Eintritts der BU lt. Gutachten entscheidend ist, nicht der Unfalltag
und auch nicht das Gutachtendatum selbst.
Sollte ich mich hier irren bzw. Eintritt BU gleich Unfalldatum sein,so bliebe immer noch zu
pruefen, wie der Versicherungsvertrag ueberhaupt zustande kam!
Stichwort Antrags- und Invitatiomodell.
Hast Du alle Versicherungsbedingungen bereits bei Antragstellung oder
aber erst mit der Police erhalten? Im ersteren Falle unguenstig.
Schau noch mal nach, ob Dir der Versicherer vielleicht sogar noch
zu Deinem urspruenglichen Antrag ein Aenderungsangebot gemacht hat,
z. B. Risikozuschlag, Ausschluesse etc.

Viel Glueck und vor allem Gesundheit.


ellute
 

Rosi70

Erfahrenes Mitglied
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#14
Moin,

vielen Dank für eure Hinweise.

Einem Anwalt für Medizin- und Versicherungsrecht habe ich die Unterlagen bereits übergeben.

Ich sehe dies ähnlich wir ihr, aber mir ist natürlich klar, dass die Versicherung nicht freiwillig zahlt und alles versuchen wird, nie zahlen zu müssen. Eigentlich kann ich die Versicherung kündigen, denn wenn ich jemals eine Beeinträchtigung melde, wird die Versicherung dies immer auf den Unfall schieben.
Die Versicherung habe ich online bei einer Versicherungsvermittlung abgeschlossen. Unwahre Angaben kann ich mir nicht vorwerfen lassen, da der Unfall ja erst nach dem Antrag passiert ist.
Ich werde auf jeden Fall meinen damaligen Vermittler telefonisch kontaktieren, der mir den vorvertragliche Versicherungsschutz zugesichert hatte, allerdings nicht erwähnt hatte, dass der Schutz entfällt, wenn 2 Monate überschritten werden.

Allen einen schönen Nikolaus-Tag

Rosi
 

ellute

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südlich von Hamburg, zwischen Büschen in der Heide
#15
Hallo Rosi,

jetzt bloss keine Fehler machen, indem Du zu schnell vorpreschst.
Lass den Anwalt eine Strategie erarbeiten. Evtl. braucht Ihr den
Vermittler noch und durch einen Anruf, der sich schnell in einen
Streit verwandeln kann, waere dieser Weg dann verbaut.

Du sagst, der Vertrag wurde online abgeschlossen, gleichzeitig
hast Du einen Vermittler?
Ungewoehnlich, aber nun gut. Wann hast Du die Vertragsbedingungen
erstmals erhalten und dies dem Versicherer durch Unterschrift bestätigt?
Die Frage ist nämlich, wie und wann der Vertag zustande gekommen ist.

Erst dann kann bewertet werden, ab wann der vorlaeufige Versicherungsschutz zu Laufen begann.

Gruss

ellute
 

Rosi70

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#16
Der Vertrag lief gleichzeitig per Telefonat und übers Internet. Auch Unterschrift.
Die "Vermittlerfirma" ... Namen nenne ich mal nicht ... sucht die beste Versicherung aus allen Versicherungen raus.
Der Vertrag wird zusammen per Telefon und über Bildschirm durchgegangen und besprochen ... von den vorvertraglichen Bedingungen habe ich nicht´s gelesen ... und wenn man den Vertrag abschließen möchte, wird auch online unterschrieben. Das Datum steht fest.
Später kam per Post ein sehr schicken Ordner mit der Police, woraufhin ich die Versicherung anrief und um die gesamten Unterlagen bat. Dann war mein Unfall und hatte wahrlich andere Sorgen. Als sich dann in einem Klinikaufenthalt herausstellte, dass ich berufsunfähig bin, habe ich die Versicherung aus dem Krankenhaus heraus telefonisch informiert und von zu Hause aus, die Unterlagen nochmals angefordert, welche mir dann endlich zugesandt wurden. Das Merkblatt für den vorvertraglichen Versicherungsschutz wurde mir erst mit der Ablehnung zugesandt.
Wie soll ich denn jetzt beweisen, dass ich dieses Merkblatt nicht gelesen habe. Meine Unterschrift deckt wahrscheinlich alles ab.

Nie wieder online!
 

ellute

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#17
Hallo,

das ganze klingt mir sehr nach dem Invitatio-Modell.
Hierbei ist es so, dass Du mit Deiner Unterschrift beim Versicherer
ein verbindliches Angebot anforderst, zu welchen Konditionen
dieser bereit ist, Dich zu versichern. Dieses wird Dir dann
in Form einer Police mit allen Bedingungen und einer Annahmeerklaerung
uebersandt, die Du dann unterzeichnet zuruecksenden musst.

In dem Fall waeren wahrscheinlich die zwei Monate eingehalten,
weil nicht das Datum Deiner Anfrage, sondern erst die
Angebotsannahme durch Dich rechtsverbindlich ist,
gleichzusetzen mit einer direkten Antragsunterzeichnung
mit gleichzeitiger Überlassung der Versicherungsbedingungen
und eines Beratungsprotokolls des Vermittlers (gab es überhaupt eins?)

War denn der vermeintliche Online Antrag eher ein Bogen einer
Versicherungsgesellschaft oder aber ein Vermittlerfragebogen?

Im letzteren Fall duerftest Du fein raus sein.

Dies stellt natuerlich keine Rechtsberatung dar, ueber die beiden
Modelle eines Antrages kannst Du Dich frei im Internet informieren.


LG

ellute
 

Rajo1967

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#18
Hallo Rosi70,

das was Ellute schreibt hat Hand und Fuss, das wirft auf Deinen "Antrag" ein ganz anderes Licht.
Wenn die "Unterschrift" online erfolgte (durch mündliches Einverständnis) kommt eine rechtsgültige Vertragsvereinbarung erst mit der Rücksendung der Annahmeerklärung durch Dich zu stande.

Hast Du bei dem Vertrag, der Dir zugesendet wurde, eine solche Erklärung unterschrieben und zurück geschickt?

Es kann auch sein, das wenn da nichts dabei war und Du den Vertrag stillschweigend akzeptiert hast, der Vertrag dann erst ab der ersten Abbuchung als rechtsgültig zu Stande kommt.
Dann wäre event. der vorläufige Versicherungsschutz ab diesem Datum 2 Monate rückwirkend bindend.

(Aber wie geschrieben, für mich ist das dann zu viel "Rechtsklausel" und da habe ich nicht genug rechtliches Wissen weil ich mit dieser Art der Antragsabwicklung noch nie zu tun hatte)
 

Rosi70

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#19
Guten Morgen Rajo,

es wurde mir kein Vertrag zugeschickt, den ich unterschreiben musste. Die Unterschrift erfolgte direkt online am PC ... schwer zu erklären.
Dieses Datum zählte auch als Abschlussdatum, wobei natürlich die Versicherung erst meinen Antrag prüfte und meinen Vertrag annehmen musste (Vertragsannahme) und dies natürlich eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.
Allerdings habe ich kein Schriftstück, welches belegt, wann seitens der Versicherung mein Vertrag angenommen wurde.
Ich glaube inzwischen, dass ich großes Pech gehabt habe. Wäre der Unfall 3 Wochen später passiert oder hätte ich den Vertrag 4 Tage später erst unterschrieben, hätte ich mich jetzt nicht streiten müssen.
Ich hoffe jetzt nur noch, dass ich irgendeinen Passus finde, der besagt, dass der Tag der Berufsunfähigkeit zählt und nicht der Unfalltag.

LG

Rosi
 

Rosi70

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#20
Danke auch an Ellute. Deine Hinweise und die von Rajo werde ich an einem Anwalt weiterreichen ... und sollte ich Erfolg haben, gebe ich einen aus ;-)

Schönen Sonntag