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Frage zur Invalidität

Jiink

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#1
Moin,
Ich hatte Anfang des Jahres einen Autounfall und habe seid dem ein paar Probleme und fragen.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Also ich bin leider querschnittsgelähmt nach einem Bandscheibenvorfall (der definitiv durch den Autounfall kommt) hatte aber sehr viel Glück.

Also ich kann laufen aber spüre meine beiden Beine ab Höhe Oberschenkel nicht.
Meine Blase und meinen darm spüre ich aber ohne Hilfsmittel funktioniert dort nix.
Also Katheter ich mich selber und für den Darm gibt es zäpfchen.

Nun habe ich das natürlich alles brav meiner Unfallversicherung gemeldet und diese hat mir nun
Die Fristen geschrieben. Muss ich nun grob 1 Jahr nach dem Unfall warten bis ich die invalität bemessen lassen kann, oder geht dieses auch jetzt schon? Die Ärzte wissen bei mir nicht was wieder kommt und wann und ob.

Eine weitere Frage ist, in dieser gliedertabelle finde ich keine blasen und Darm Probleme
Hat dort evt jmd Erfahrungen wieviele % sowas haben kann?
Genau so die Beine sie funktionieren ich spüre sie nur nicht. Ich kann das ganz schlecht erklären aber ich spüre dort nur Druck den ich nicht punktuell zuordnen kann sowie Schmerz.
Hat dort jmd evt Erfahrungen und könnte ganz grob abschätzen wieviele % das sein können.
Will einfach nur vorab Infos haben das ich wenn mir das spanisch vorkommt ich gegebenfals Maßnahmen dagegen einleiten könnte.

Vielen vielen Dank Mit freundlichen Grüßen ich :)
 

Jiink

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#2
Moin,
Da ich gemerkt habe wie schwer es ist,
Erfahrungen außerhalb der Gliedertaxe in diesem Bereich zu finden. Möchte ich meine Erfahrungen die ich machen werde, gerne hier preisgeben. Ganz eigennützig ist dies natürlich nicht da ich im Laufe sicherlich fragen habe. Im Anschluss kommen bestimmt schon welche.

Vorab ich vertraue der Versicherung null.

Ich habe gestern mit der Versicherung telefoniert und habe um Feststellung der Invalidität gebeten. Diese meinte das ich ja noch massig Zeit hätte bis zum Ablauf der 18 Monats Frist und gemeint sie hätten schon viele Unterlagen sie schauen ob die es so machen können oder noch etwas vom Hausarzt benötigen.(Ist dies schon ein billiger Trick um Zeit zu schinden?) Darauf hin, da ich auf keinen fall eine frist verpassen möchte habe ich direkt nach dem Telefonat eine E-Mail verfasst, mit der Bitte um Feststellung der Invalidität. (Reicht dies ggfs. als späterer Nachweis oder muss soetwas schriftlich via einschreiben/Fax).

Mit freundlichen Grüßen ich
 

Gsxr1983

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#3
Hallo Jiink,

was für Diagnosen hast du denn?
Contusio Spinalis mit Rückenmarkschädigung?
Was ist außer dem Rückenmarkschaden?

Welchen WS-bereicht hat es bei der erwischt?

Was sagt die Gliedertaxe deiner Versicherung, hast du diese Vorliegen? Es ist Gängig das die erste Begutachtung ca. 1 Jahr nach dem Unfall stattfindet, Darin steht dann das Schäden bleiben aber der Endschaden noch nicht abzusehen ist! Dann Schreib die Versicherung das ein spätereres Abschlussbegutachtung (Das dritte Jahr danach) gemacht wird und Sie danach zahlt! Dann sagt dein Ra. Ihr spinnt doch und das ein Schaden von einer bestimmten Prozentzahl bleibt und dann zahlen die vielleicht einen Vorschuss!

Ich habe nur einen geringen Rückenmarkschaden also ja das Gefühl in den beinen fehlt, ich kompensiere sehr viel über die Augen (dies ist Nacht natürlich sehr erschwert) :) !

MfG


GSXR
 
Zuletzt bearbeitet:

Jiink

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#4
Hey,
Also meine Diagnosen sind;
Traumatische BS-Vorfall L3/4
Inkomplettes Cauda - (Equina-) Syndrom
Gemischte Gangstörung, Lagesinnesstörung und Paraparese
Neurogene Blasenentleerungsstörung
Grad der Behinderung 70 mit G und B

Noch sagt mein RA garnix, da ich leider keine Rechtsschutzversicherung habe und daher mir erst einen suche wenn das erste Gutachten durch ist.

Meine gliedertaxe aub 2011
Bein über der Mitte des 70% Oberschenkels
Bein bis zur Mitte des 60% Oberschenkels
Bein bis unterhalb des 50% Knies
Bein bis zur Mitte des 45% Unterschenkels
Fuß 40% große Zehe 5% andere Zehe 2%

Ich kann mit Krücken grob stand heute 100m gehen ohne Pause, ohne grob 10m (eig nur in der eigenen Wohnung wo ich weiß wo ich mich Zurnot festhalten kann.)

Umso mehr ich laufe umso mehr Fehler schleichen sich ein, sodass ab und an mein Knie einfach 10-20 cm einsinkt.

Das mit Dem Augenkontakt kenne ich, wenn ich meine Beine nicht sehe zucken diese nur, ich schaue daher permanent nach unten. Im Dunkeln ist dieses natürlich etwas komplizierter und für den Kopf anstrengender.

Das mit den bis zu 3 Jahren habe ich gelesen und finde es auch ok. (Habe durch den Unfall keine finanziellen Sorgen zum Glück da ich einen sehr guten Arbeitgeber habe.) ich hoffe ja auch noch das es besser wird und trainier und übe jeden Tag.

Ich lese nur immer soviel schlechtes über Versicherungen das ich einfach vorbereitet sein möchte, da ich das bei meinen Vater schon mitbekommen habe wie gerne Versicherungen Geld bekommen aber es nur ungerne wieder auszahlen.

Mit freundlichen Grüßen ich
 

Gsxr1983

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#5
Guten Morgen,

du hast saubere Diagnosen die nicht anzufechten Sind! Ich gehe davon aus das deine Diagnosen von Fachärzten sind und ausreichen belegt.

Du hast 70% GdB und ich kann mir nicht vorstellen das ein Gutachter daran rüttelt und wenn muss er belegen können warum! Da die meisten Gutachter sind 0815 Orthopäden und da wird das sehr sehr schwierig den was will er sagen, das du auf dem Laufband 200 Meter gelaufen bist? Oder das du Simuliert hast?

Mach dir keinen Kopf wegen dem Gutachten, den diese haben in deinen Fall wenig Spielraum.

Wenn das Gutachten besteht machst du dir bei einem Fachanwalt eine Erstberatung, dafür gibt es einen Richtpreis, mit diesem Rechtsanwalt dann abklären das noch weitere 3 Schreiben Inklusive sind! Dann bekommst du zumindest einen Teil des Geldes vor Ablauf des dritten Jahres! Ich habe mit den Rechtsanwälten hier im Forum gute Erfahrungen gemacht.

Wie ist es zu deinem Traumatische BS-Vorfall L3/4 gekommen?
Was wurde dort anschließend gemacht?

MfG


GSXR
 

Jiink

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#6
Guten Morgen,
Die Diagnosen stammen aus dem Abschlussbericht Reha, stehen aber auch im Abschlussbericht aus dem querschnittsgelähmten Zentrum.

An der Sache ist ein Auffahrunfall auf der Autobahn schuld. Ich bin nicht unfallverursacher aber wahrscheinlich Schuldiger. (4 Autos auf der Autobahn)

Anschließend würde ich 2 mal operiert, war danach grob 3 Monate im querschnittsgelähmten Zentrum und anschließend 7 Wochen auf Reha, seid dem habe ich 3 mal täglich Ergotherapie und 2 mal täglich Physiotherapie sowie grob 2-3 mal die Woche Krafttraining. Zuhause habe ich mittlerweile mir eine sprossenwand und diverse Sensibilitätskram gekauft und übe zwischen 1-3 Std täglich noch Sachen.

Nun kommt der ganze Murks mit Auto kaufen, umbauen etc.

Und tatsächlich ist meine Befürchtung das die Versicherung sagt ich simuliere . Ich weiß auch nicht aber ich habe ein ungutes Bauchgefühl bei dehnen, das war schon genug Arbeit für die sofortleistung etc.

Vielen Dank du beruhigst mich da ein wennig.

Mit freundlichen Grüßen ich
 

Gsxr1983

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#7
Bei mir ist nur eine Geringe Schädigung des Rückenmark, wohl durch eine Schwellung die aus eine Distraktionsverletung resultiert ist.

BWK 5,6,7 und 8 Keilwirbelfrakturen gesamt über 42° und Zereißung der Hinteren Bänder, meinen Rückenmarkverletzung ist auf Bildgebendem Material nicht zu erkennen daher ist es so schwer diese zu beweißen. Deswegen muss ich kämpfen!

Meine Wirbelfrakturen wurden 1 Jahr nach dem Unfall diagnostiziert! Ich war davor in einer Reha diese gab Belastungsschmerzen im Oberen Rücken an und alle Gutachter berufen sich darauf das es ja nicht so schlimm sein könnte!

Ich hatte einen Geschäftswagen und hatte Mangelnd Gefühl in den Beinen zweimal die Bremsscheiben verbogen! Musste meinen Sprortwagen verkaufen weil mir das Harte Fahrwerk so auf den Rückenging und heute fahre ich einen Familienkombi Automatik der wenn es hart auf hart kommt selbst bremst! :)

Bei dir ist es so das du für den geschädigten Bereich der WS, wenn eine Wirbelsäulen Abschnitt Kernschrott ist (Entschuldige meine Flapsige Art), bekommst du dafür 30% bei deiner Unfall Versicherung. Wie du Angegeben hast! Jetzt bekommst du von der Unfallversicherung aber noch 30-70% für deine Neurologischen Schäden in den Beinen usw. Siehe: http://www.anb-ev.de/Publikationen/puv_tabelle_20131026.pdf

Kleiner Tip gehe immer mit Begleitperson zum Gutachter rein, melde die Begleitperson an! Wenn der Gutachter sagt das das nicht geht, darf er dir das schriftlich bestätigen und du gehst wieder nachhause! Es kann dir kein Gericht dieser Welt zumuten das aleine durch zustehen!

Ein Gutachter bescheinigte mir das ich Socken und Hose im stehen ausziehen könnte blos Blöd das ich auf allen Bildern die er gemacht hat Socken und Hosen anhatte! So etwas kann dir mit Begleitperson nicht passieren! Oder Bilder auf denen ich mich laut seinen Angaben auf ein Knie mit Hilfestellung abgekniet habe und dann mit dem Oberkörper mich weit nach vorne übergebeugt habe. Ich habe noch keinen gefunden der mir das vorgemacht hat!

Und wie sollen Sie beweisen das du simulierst? Glaubst du wirklich das die einen Facharzt finden der spezialisiert ist auf solche Verletzungen der sagt das du simulierst und die Verletzung kann gar nicht so schlimm sein!? Nice try.

Mein letzter Sachverständiger hat solche Sachen angegeben, er habe mich vor der Untersuchung beobachtet und ich wäre Frei gegangen ohne ersichtliche Einschränkung. Vor Gericht sagte er dann das es sich um die 5 Meter auf dem Weg zu dem Unteruchungszimmer handelte! Say what ?

Habe gerade noch einen coolen Link gefunden: Begutachtung Unfallversicherung Invalidität und Wie wird der Invaliditätsgrad eigentlich bemessen? Was wird berücksichtigt? die muss ich heute Abend noch lesen!

Chapeau vor dir, ja so ist es bei mir auch nie aufgeben tägliches Training. Ich komme gerade vom Schwimmen und gehe jetzt noch in Training. Aber Achtung hier list auch der Feind mit!

Führst du ein Schmerztagebuch?
Kannst du deine Einschränkungen beschreiben? Mit Schmerzskala 1-9 (10 = Bewustlos)
Kannst du Beweisen wie fit du vor dem Unfall warst?
Was macht dir Sorgen für die Zukunft?
Nicht übertreiben du musst einfach aus dem Stehgreif wissen wie es dir vor dem Unfall ging und was dir heute Probleme bereitet und das kannst du dem Gutachter auch so sagen! Er wird nicht zu dir sagen wo sehen Sie sich in 5 Jahren und deine träumereien darf er nicht bewerten, deswegen darfst du Ihm auch nicht sagen.

Meine Erfahrungen sagen:
Wenn er dich fragt Wievielschritte können Sie ohne Krücken gehen sagst du 2 Stück, denn es geht nicht darum das du dich in deiner Wohnung von Eck zu Eck kämpfst (Das blöde ist auch bei mir das ich dann stolz sage wieviele ich geschafft habe den daran erinnere ich mich) sondern er meint Irgendwo vielleicht auf dem Matterhorn!

Ich torkle und vertrete mich gerne weil ich den Boden nicht einschätzen kann, d.h. in meiner Wohnung kenne ich die höhe jeder Stufe, jeden Absatz aber das ist nicht der Alltag. ich war dem letzt in der Schleyerhalle mit meiner Frau und wollte auf meinen Sitzplatz die Schmale steile Treppe war schon eine Herausforderung aber ich konnte mich am Geländer halten aber dann standen 7 Leute auf und ich sollte den schmallen weg nach hinten laufen am liebsten wäre ich gekrochen. (Vielleicht ist auch das ein oder andere bei mir Psychisch aber ich muss dem Arzt sagen wie es mir draußen geht und nicht wie stolz ich mich durch meine Wohnung schlage. Oder ja ich habe nach meinen Unfall noch 3 Jahre gearbeitet, um dies zu schaffen Konnte ich mich aber Täglich mehrmals auf eine mitgebrachte Jogamatte legen und Übungen zur Lockerung meiner WS machen. Anstelle von Zigarettenpausen lag ich auf meiner Matte wie auch im Vesper oder zu Mittag. Was wohl die Leute dachten die mich im Büro besucht haben!?

Der letzte Gutachter gab an das eine Bürotätigkeit mit gehen Sitzen und stehen zu gleichen teilen möglich ist! Vor Gericht sagt er das das er nicht versteht das ich meinen Job aufgegeben habe, Arbeitsunfähig sei!? Vielleicht weil ich jeden Tag bis zu 8 Stunden im Auto gesesssen bin, aber ja die Leute werden nicht bezahl um zu überlegen was Sie von sich geben sondern damit Sie recht haben!

Ich hoffe dir etwas ein Lächeln ins Gesicht gesetzt zu haben!


Stay strong


MfG


GSXR
 

Jiink

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#8
Moin,
In der Tat könnte ich 1-2 mal schmunzeln.
Aber man siehe an dir, das man der Versicherung nicht vertrauen kann/soll/darf.
Dennoch ist es sehr nett von dir das du dir trotzdem die Zeit nimmst für mich.
Vorab hoffe ich das alles so wird wie du es dir wünschst.

Ich habe im Krankenhaus Tagebuch geführt, schmerztagebuch führe ich nicht. Macht es Sinn ein Tagebuch zu führen mit Infos zum allgemein wohlempfinden?

Angst für die nahe Zukunft habe ich nicht, ich habe das große Glück für die nächsten 10 Jahre finanziell abgesichert zu sein. Auch habe ich das Glück über bestimmte Förderungsprogramme Mich weiterzubilden. Was dann kommt? Das weiß keiner. Habe aber genug Zeit um zu schauen was für mich und meinen Körper das beste ist.

Wie meinst du das mit Beweise wie fit ich vor dem Unfall war?

Reicht ein belastungs ekg der grob 6 Monate vor dem Unfall erstellt wurde, oder deutsches Sportabzeichen etc? (Alles nachweisbar aber grob 6-12 Monate vor dem Unfall)

Mit der Schmerzskala habe ich massive Probleme, ich kann auch viele meine Beschwerden nicht direkt erklären, zb habe ich schmerzen aber weiß nicht genau wo, also das Körperteil kann ich sagen aber auf fragen wo im Oberschenkel muss ich passen da es einfach wehtut und ich nicht lokalisieren kann.

Wielange ist den dein Unfall her wenn ich fragen darf?

Mit freundlichen Grüßen ich
 

Gsxr1983

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#9
Guten Morgen Jiink,

ich bin seit meiner letzten Reha Arbeitsunfähig geschrieben (aktuell noch zuhause), nach dem ich nach dem Unfall 3 Jahre noch gearbeitet habe. Ich schreibe dies zielgerichtet für dich weis aber das wir viele stille Mitleser haben die daraus profitieren.

So wie ich es mir wünsche kommt es besser nicht den dann würde ein paar meiner letzten Gutachter vom Blitz getroffen, es reicht schon wenn es so kommt wie ich es verdiene.

Das mit dem Schmerztagebuch spreche ich einfach immer an, es hat einen einfachen Grund! Den selben wie der das Glücksspiel so erfolgreich ist, wenn es uns schlecht geht und wir sagen mal so 5 Tage in einer Woche habe wir Rückenschmerzen legen uns pro stunde ca 10 Minuten hin um Entspannungsübungen zu machen damit wir durch den Tag kommen. Ist das wie wenn wir an diesen 5 Tagen je 50 € in einen Spielautomaten stecken. An den weiteren 2 Tagen kommen wir mit unseren Standard Übungen also morgen Mittags und Abends, Übungen auf der Matte durch den Tag, aber an einem Tag haben wir abends keine Schmerzen. Dann ist das wie wenn wir etwas gewinnen an dem einen Tag werfen wir 50 € in einen Automat und holen 50 € wieder heraus also 0 € auf 0 €, an dem anderen setzen wir 20 € und holen 100 € heraus und dieser Gewinn bleibt uns in Erinnerung. Das wir aber 5 x 50 = 250€ unter der Woche verloren haben das vergessen wir! Wenn uns der Gutachter also Fragt was wir so die Woche machen erzählen wir von den Guten Tagen weil wir uns freudig daran erinnern, das ist ja auch gut so aber wir müssen uns bewusst sein das auf 1 Guten Tag 5 schlechte kommen.

Gestern z.B.: Wenn ein Gutachter sagt haben Sie Freunde die Sie besuchen oder ein Hobby, würde ich heute sagen gestern war erst ein Kumpel da. Ich habe gekocht, es gab Rehrücken aus dem Smoker mit selbst gemachten Spätzlen,dazu noch 1600 g Beinscheiben, und Salat! Danach sind wir auf dem Sofa gesessen und haben noch ein Glas Met getrunken! Das hört sich gut an und der Gutachter denkt sich was will der eigentlich dem geht es doch gut.

Was ich verdränge ist das ich das Fleisch und den Smoker bereits am Vortag vorbereitet hab, dann habe ich mittags die Spühlmaschine aufgeräumt und alles geputzt danach habe ich mich 30 Minuten auf den Rücken gelegt. Beim Kochen habe ich bereits eine IBU 600 genommen wegen schmerzen durch das vorherlagerte Arbeiten, beim Essen bin ich 3-5 aufgestanden (habe Sachen aus der Küche geholt einfach so) weil mir vom Sitzen der Rückenschmerzte, auf dem Sofa mit Met musste ich mich schon hinlegen und als mein Kumpel um 21 Uhr gegangen ist habe ich die Spülmaschine voll gemacht habe eine Schmerztablete genommen und bin ins Bett!

Es ist beides die selbe Geschichte! Jeder von uns würde die Erste Variante einem Fremden erzählen und wundert sich dann wenn der Gutachter Schreibt Kerngesund ohne Einschränkung!

Bei mir haben Vorerkrankungen bestanden und auf denen wurde herumgeritten, zum Glück wurde ich 3 Monate vor dem Unfall gecheckt und konnte das belegen. Es ist besser sich vorher darüber Gedanken zu machen als das ein Gutachter sagt Sie hatten vorher ja schon das und das, ja dann müssen wir das abziehen. Ich bin aktuell vor dem Landgericht in Stuttgart gegen die generische Versicherung, diese bestreitet wirklich alles, also habe ich in meinen Unterlagen meine Geburtsurkunde und warte auf den Tag an dem ich sagen kann " Also bevor Sie bestreiten das ich geboren wurde, hier haben Sie meine Geburtsurkunde!" und knalle Sie ihm hin.

Ich habe so gar das Video eingereicht auf dem ich 6 Monate vor dem Unfall am 4 März bei einem Extrem Hindernislauf auf Youtube bei 6 C aus einem 4 C kalten See steige nach 16 km Laufstrecke und noch 8 km vor mir habe.

Bei Nervenschäden wird es allgemein Schwierig am besten liest man sich etwas ein und schaut was die Ärzte hören wollen! Ein sehr heikles Thema. Gerade ich mit meinen geringen "Beschwerden" die auch noch verschieden ausgeprägt sind sagt der eine Arzt das und der andere etwas ganz anderes, So nach dem Motto wenn Sie hier etwas spüren da aber nichts, kann beides nicht sein!

Ich habe eine Plexusläsion in der rechten Schulter, es gibt Tage da überdehne ich mir die Schulter und habe dann mal 2 Stunden schmerzen diese blendet mein Kopf irgend wann aus. Werde aber auf Abends gereizt und habe schlechte Laune was kontinuierlich schlimmer wird, ich gehe davon aus das mein Kopf die Schmerzen ausblendet so gut als Möglich es mir aber trotzdem auf das Gemüt schlägt.

Mein Unfall war am 23 Sept 2013 wohl nach 17.30 Uhr, ich erinnere mich noch an Segmente.

MfG

GSXR

Ich darf heute noch zum Hausarzt und zwei Horror Diagnosen von Landärzten Abholen die auf der einen Seite bestätigen da ist etwas Messbar kaputt, damit aber nicht umgehen können, keine Erfahrung damit haben und daher sagen das ich es mir einbilde. Ich habe eine sakkadierte Blickfolge weil ich Angst vor dem fallen habe!?
 

Gsxr1983

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#10
Hallo Jiink,

hast du auch einen Bodentiefengang und hast ein Gefühl oberhalb der Knie als ob deine dort angesetzten Sehnen überspannt sind?

MfG


GSXR
 

Jiink

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#11
Moin,
Sry mir ging es die letzten Tage nicht so gut und den auch noch der hsv.

Das mit dem Glückspiel ist eine gute Beschreibung wie unser Gehirn manche Sachen anders auslegt.

Oh man so ein langer Kampf, das nicht schön.

Das mit dem bodentiefgang verstehe ich nicht, also was du damit meinst.

Dieses sehen Gefühl habe ich bei dehnübungen oder wenn der Therapeut mein Bein hochhält, ich beschreibe das immer als „dehnschmerz“.

Die Versicherung hat mir nun das Schreiben geschickt, womit nun der „zirkus“ beginnt.


Lg
 

Gsxr1983

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#12
Servus,

ja der HSV, da wird es schon lange mal Zeit. Der VFB bleibt oben dafür geht der Bahnhof runter!

Es ist auch wichtig das wir die schlechten Tage verdrängen aber diese sind nun mal mehr als die guten also müssen wir dies so neutral weiter geben!

Ich habe einem Gutachter gesagt das ich z.B. nicht mehr länger sitzen kann was auch Kinobesuche und Flüge schwierig gestalte. Im Bericht fand ich dann die Aussage:" der Proband ist letztes jahr sogar in den Urlaub geflogen" obwohl ich im erklärt habe das ich früher immer so gerne in Ägypten und weiter war, aber mein Rücken die Flugzeiten von über 4 std mit tagelang anhaltenden schmerzen straft. Aber ja so ist das halt ohne Zeuge.

Ein Erkennungsmerkmal einer Rückenmarkschädigung ist ein ataktischer Gang dieser ist zu erkennen das er Bodentiefer sein sollte!

Ich habe aktuell starke Probleme mit den Bändern oberhalb meiner Knie, diese sind konstant wie überspannt und deswegen winkle ich immer die Knie etwas an. Vielleicht auch das Nasskalte und der Schnee. Es kann nur besser werden.

Weitere Untersuchungen kommen im Februar.

MfG


GSXR
 
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