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Gutachterfragen zur HWS / LWS Bandscheibenschädigung

Sekundant

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24 März 2009
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3,708
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fallakte.12hp.de
#25
hallo Chris,

das hört sich - entschuldige - immer sehr einfach an. dem SV eine frage stellen und er antwortet korrekt und genau darauf bezogen. ich würde erwarten, dass er das - aussagen, dass es keine vorschäden gab - genau nicht macht. zumindest nicht in der art.
bei fragen ist möglichst zu vermeiden, sie so zu stellen, dass mit "ja" oder "nein" geantwortet werden kann. eine erklärung ist das frageziel, sonst ist der fragekomplex ganz schnell abgewürgt, schon weil du vermutlich wie wir alle fachlich wenig bis nichts oder mutmassungen entgegenzusetzen haben. selbst wenn (und etwas zu informieren halte ich für unbedingt nötig) sollte eine befragung immer so ausgelegt werden, dass der SV gezwungen ist, bei beantwortung mehr als mit einem halbsatz zu entgegnen. zugegeben: es hängt dann auch (meine erfahrung) vom richter ab.

es ist vermutlich nicht einfach, gezielt und auch geschickt fragen zu stellen, die auch ans ziel führen (ich kann es vermutlich auch nicht). aber du musst dir im voraus darüber gedanken machen, was kann er antworten, was will er antworten und was davon ist zielführend.
es wäre jetzt ein unendliches thema, dazu was zu schreiben. das hängt mehr als alles andere von den umständen und gegebenheiten ab. eine exakte antwort habe ich dazu nicht. aber:
bei TOS nicht ganz so einfach, aber du musst die grundlagen dazu kennen, auch dass es ein "syndrom" ist, eine gesamterscheinung und keine krankheit als solche.
du musst im groben wissen, wie sie zu diagnostizieren ist, welche dinge dagegen sprechen können, welche anzeichen, welche anderen möglichkeiten denen ggf zu widersprechen ist.
auch leicht gesagt, aber mit dem fragenkomplex musst du so beginnen, dass du ihn am ende in die enge treibst. und deswegen halte ich vorab gezielt formulierte fragen für absolut falsch. und sie müssen bei einer beantragten befragung auch nicht ausformuliert werden. es genügt, wenn du grob beschreibst, dass der SV zu dem punkt xy seiner aussage (zb: schädigungen und deren unfallursächliche bewertung) zu befragen ist.
deine vorab erstellte frageliste kannst du dann vor ort abarbeiten.


gruss

Sekundant
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
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#26
Guten Morgen Sekundant

Danke für diese gute Antwort. Genauso dachte ich es mir, darum fragte ich ja bei euch nach.
Zur Zei arbeite ich schon mal vor, morgen bzw am Freitag bin ich bei den behandelnden Ärzten. Die muß ich ja gezielt fragen, sonst läuft es dort auch aus dem Ruder.
Mein derzeitiger Orthopäde will vom TOS ja auch nichts wissen. Verständlich da ich ja nicht den ganzen TAg in Funktionstellung herumlaufe und wichtig keine arteriellen Probleme sondern neurologische habe. Da aber ohne Schaden.
Viel wichtiger sind die nach der Begutachtung erhobenen Befunde. Er schreibt ja das ich nichts habe, dabei hat er die HWS und Schultereckgelenksarthrose etc übersehen.
Aber die Fragen von Gericht waren absolut wischiwaschi. Die konnte er ja garnicht korrekt und ausführlich beantworten.Also hacken wir jetzt mal nach. Und das TOS ist da habe es ja selber während der Untersuchung gesehen.

Danke Gruß
Chris1966
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
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#27
Hallo Sekundant

ich war heute morgen und gestern Abned nicht ganz klar dabei.
Im Moment wartet meine Rechtsanwältin auf meine kurze Stellungnahme auf die Gutachten. Das Gericht stellte die Frage ob wir aufgrund der ausführlichen Gutachten die Klage aufrecht erhalten. Ich habe direkt um Fristverlängerung gebeten, weil das neurologisch-psychiatrische Gutachten sehr umfangreich (aber ausführlich?) ist und dort einen Übersetzer benötige.
Die FAchorthäpsiche Unfallchirirgische Begutachtung ist eigentlich nur ein Nebenschauplatz. Bisher wurde noch kein Unfallschaden gefunden. Aber mein jetztiger Orthopäde behandelt und diagnostiziert nur stückweise. Also habe ich immer noch keine Ahnung ob ich tatsächlich eine Verletzung hatte. was im Momnet übrig bleibt wäre eine Weichteilverletzung. Denn das TOS ist ja auch nicht vom Unfall hervorgerufen. Allerdings erklärte es die Beschwerden in diesem Bereich nach dem Unfall.
Und ich wiederhole mich ja nun zum hundertens Mal, es wurde D-ärztlich ja nie nachgeschaut warum diese Schmerzen da sind bzw wo sie herkommen.
Für mich ist dieser Nebenschauplatz deshalb so wichtig da die BG mir eine AU von max 14 Tagen zugestand. Entgegen der Auffassung der BGU Ärzten die AU von längsten 6 Wochen bestätitgte. Es wird halt alles auf den D_arztbericht (der voller Fehler ist) geschoben in dem ich nur eine minimale sichtbare Verletzung habe. Den Rest kannst du dir ja nun zusammenreimen.

Also arbeite ich nun diese HWS Fragen so um das ich diese dann für mich verwenden kann, für beide Gutachten! Ist halt kompliziert. Mein Gehirm braucht echt lange bis es die Bausteine umgestellt hat. Liegt wohl hoffentlich am Alter. Und meiner Anwältin wird das nicht recht sein, sie will das ich mich kurz fasse. Tue ich aber nicht. Sie kann das ja dann erstmals in der Kurzform dem Gericht schriftlich mitteilen dann sehen wir mal weiter.

Also nochmals Danke für deine Antwort, sie bringt mich weiter
Chris1966
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
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NRW
#28
Ich habe es nun tatsächlich geschafft den Fragenkatalog auf meinen Fall umzuschreiben.
Ein paar Fragen habe ich dazugeschrieben, insbesondere weil mir aufgefallen ist das der Gutachter die Hauptfrage aus der Beweisanordnung gar nicht beantwortet hat.

Viellleicht schafft er es ja wenn die Frage nach den derzeitigen vorliegenden Gesundheitsstörungen in ausschweifender Form vorliegen hat.
Jetzt ist nur die Hürde "Meine Rechtsanwältin" noch zu nehmen. Drückt mir die Daumen.

Gruß
Chris1966