• Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  • Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

LWK 1 Kompressionsfraktur mit Hinterkantenbeteiligung

ironman13/08

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
24 Aug. 2009
Beiträge
2,088
#21
Hallo lachmal,

ich kann mich nur sachsblau anschließen.
Es gibt immer andere Sichtweisen, leider auch im medizinischen Bereich.

Wenn damals meinem Mann nicht die Querschnittslähmung gedroht hätte, er hätte sich wahrscheinlich nicht operieren lassen, aber er hatte auch keine Zeit eine weitere Meinung einzuholen um zu einer gut überlegten Entscheidung zu kommen.

Da du jedoch schreibst das du keinerlei Schmerzen hast, würde ich an deiner Stelle erstmal einen guten Arzt aufsuchen, vielleicht in einem Krankenhaus an dem ein WS-Spezialist ist, der sicher am Besten in der Lage ist das zu beurteilen. Die CD's hast du ja.

Aber denke daran: keine schweren Dinge heben, auch wenn du dich gut fühlst, denn sollte der Wirbel wirklich so instabil sein darfst du nichts riskieren.

Lass dich aber nun um Himmelswillen von dieser Diagnose nicht herunterziehen, behalte deine positive Einstellung bei, denn auch das ist für einen guten Heilverlauf wichtig.


VG
Gitti
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#22
@sachsblau

Liebe(r) sachsblau,
ich kann mich nur wiederholt für deine grossartigen Zeilen und Ratschläge herzlich bedanken. Die von dir vorgeschlagene Vorgehensweise hatte ich mir irgendwie auch in diese Richtung überlegt. Nun gilt es fachkompetente Ärzte in der Richtung ausfindig zumachen. Wo das letztlich in Deutschland ist, ist mir eigentlich egal. Das wichtigste und finde unter den Unmengen die wirklich richtig zu mir passenden Ärzte.
LG
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#23
@ ironma / Gitti

Auch euch meinen herzlichen Dank das ihr euch meiner Thematik so grossartig annehmt. Ich bin sehr froh dieses Forum hier gefunden zu haben
LG
 

ironman13/08

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
24 Aug. 2009
Beiträge
2,088
#24
Hallo lachmal,

aber gerne doch.:)

Schließlich weiß ich noch viel zu gut was mein Mann durchgemacht hat und wenn man mit solchen Erfahrungen anderen helfen kann das sie das nicht auch erleben müssen, dann tue ich das gerne.

VG
Gitti
 

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2009
Beiträge
1,407
#25
Hallo lachmal,

dafür ist das Forum ja da ;)...und wir helfen gern, wenn wir können. Viele haben selbst leidvolle Erfahrungen gemacht, die man keinem anderen wünscht und viele wären froh über eine kompetente medizinische Diagnostik, Behandlung und Beratung gewesen, wurden jedoch von ärztlicher Seite hängen gelassen....mit teils schwerwiegenden Folgen...

Wenn Du uns mitteilen kannst, aus welcher Region Du kommst, können wir Dir eventuell Arzt-Empfehlungen geben. Hier im Forum sind viele mit Wirbelsäulenverletzungen, die Dir aus der Erfahrung heraus ggf. einen Spezialisten in Deiner Nähe benennen können.

Auch möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass vor allem auch Neurochirurgen sehr kompetent sind, was die Diagnostik und Behandlungsempfehlung von Wirbelsäulenschäden anbelangt. Man darf nicht vergessen, dass "Wirbelsäulenspezialist" keine geschützte Berufsbezeichnung ist und sich jeder Arzt, der mehr oder weniger mit der Wirbelsäule zu tun hat, sich so nennen darf - egal ob kompetent oder nicht. Natürlich gibt es in beiden Ärzte-Gruppen solche und solche Mediziner...es lohnt sich, in beiden Richtungen zu suchen.

...also, wenn Du Deine Herkunftsregion nennen kannst, können wir vielleicht versuchen, Dir eine Empfehlung zu geben.


Viele Grüße und allen einen hoffentlich beschwerdearmen Tag,
sachsblau
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#26
Ich wohne in Mitteldeutschland in Nordthüringen. Bin aber für jede Reise bereit.
Ich könnte Problemlos nach Leipzig, Erfurt, Hannover , Hamburg, Berlin etc.
Ich hoffe es wird nicht die berühmte Nadel im Heuhaufen
LG
und nochmals danke euch allen
 

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2009
Beiträge
1,407
#27
Hallo lachmal,

ich glaube, dass ich Dir da ein paar Tipps geben kann.

- Dr. Andreas Schmitz, FA für Neurochirurgie, praktiziert einige Tage im Monat im MVZ in Weimar. Mitunter muss man auf einen Termin dort länger warten, aber wenn Du es an der Anmeldung dringend machst, wird man sicher versuchen, Dir zu helfen. Und auch im Wartezimmer muss man Geduld mitbringen, da sich der Arzt wirklich Zeit für den einzelnen Patienten nimmt. Früher hat er auch noch in Berlin und Jena praktiziert, da weiß ich aber nicht, wie der aktuelle Stand ist - vielleicht mal übers Internet suchen. Er hatte auch mal eine eigene Internetseite, die ich aber nicht mehr gefunden habe...

Hier der Link zum MVZ:
http://www.mvz-weimar.net/web/de/co...9&cty=&active_menu=99&hidden=true&detailID=18

Hier ist im Telefonbuch noch ein Eintrag zu Jena. Ob der noch gültig ist, kann ich nicht sagen.
http://www.dasoertliche.de/Themen/Fachärzte-für-Neurochirurgie/Jena.html



Eine sehr kompetente Anlaufstelle soll auch die Zentralklinik in Bad Berka sein, die sehr viel Erfahrungen mit der Behandlung von verschiedensten WS-Problemen hat:
Auch hier kann man einen ambulanten Vorstellungstermin vereinbaren:
https://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/zbb_2/deu/84690.html


Zu der nachfolgenden Adresse kann ich persönlich nichts sagen, da ich niemanden kenne, der dort vorstellig wurde:
- Waldklinikum in Gera - auch hier Anmeldung zur ambulanten WS-Sprechstunde möglich:
http://www.waldklinikumgera.de/medi...und-neurotraumatologie/ambulanz-sprechstunde/


Wäre nett, wenn Du weiter berichten könntest - das hilft auch immer anderen hier.

Alles Gute wünscht
sachsblau
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#28
Lieben Dank sachsblau,
ich halte euch selbstverständlich auf dem Laufenden und schildere euch
den weiteren Werdegang.
Ich hoffe ganz, ganz toll das man mir die Möglichkeit einer konservativen Therapie einräumt.
Vielen Dank nochmals für ALLES
LG
 

sab

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Dez. 2009
Beiträge
146
#29
Hallo,



ich habe 2009 einen Unfall gehabt, bei dem es Kompressionsfrakturen an 5 Wirbeln gab, instabil. Ich bin NICHT operiert worden, wofür ich, ehrlich gesagt, noch bis zum heutigen Tage dankbar bin. Ich treibe sehr viel Sport, um Muskeln aufzubauen und zu dehnen. Ich würde an Deiner Stelle eine OP nur dann machen, wenn wirklich die Gefahr akuter Lähmungserscheinungen besteht. Bei den WS-Ops kann unheimlich viel schief gehen, ich kenne einfach viele Leute, denen es hinterher schlechter geht.

Also, hol Dir andere Meinungen und berücksichtige, dass an RückenOps richtig gut verdient wird.

Gute Besserung !

Sabine
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#30
Liebe Sabine,
hab vielen Dank für deine für mich momentan sehr wichtigen Zeilen und Infos.

Ich habe schon so einiges erlebt, aber die letzten 3 Tage nach dringender Empfehlung zur WS OP waren die schlimmsten in meinem Leben. Komplettes Gedanken- und Gefühlschaos. Total verunsichert und verängstigt bin ich seit letzten Montag. Dabei ging es mir körperlich megagut und ich hatte und habe keine Schmerzen. Zumal der neurologische Untersuchungsbefund lautet:
LWS mit normaler Lordose, FBA 0 cm, freie Beweglichkeit in allen Ebenen, kein Druck-, kein Klopfschmerz über der LWS, Lasegue bds. negativ, keine manifesten sensomotorischen Defizite, MER bds. lebhaft, keine PBZ

Mittlerweile habe ich auch Formulierungen im Net gefunden (Uni Halle) die lauten "temporär instabil". Kann dazu irgendjemand etwas sagen?

Lässt du deine 5 defekten Wirbel in Zeitabständen checken? Wenn ja in welchen?

Kannst du mir bitte sagen wie deine konservative Therapie detailliert aussah?

Diese sogenannte Nachsintern, geht das bis zum bitteren Ende oder hört das irgendwann auf?

Ganz liebe Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

sab

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Dez. 2009
Beiträge
146
#31
Hallo,

konservative Therapie bedeutete bei mir, das ich erst 3 Wochen komplett liegen musste, dann hat man vor dem Aufstehen noch mal geröntgt und dann konnte ich aufstehen und bin direkt in die Reha gekommen. Ich bin übrigens vermutlich nur deshalb nicht operiert worden, weil ich in der Provinz verunglückt bin...Ich habe damals meine Bilder noch meinem netten Orthopäden schicken lassen und der rief mich im KH an und sagte mir, ich solle mich nur operieren lassen wenn Lähmungen vorliegen würden.

In der Reha hat man mir erklärt, wie wichtig ANGEPASSTE Bewegung ist ; ich sollte viel machen aber z.B. mich auf keinen Fall bücken etc. (es dauert ca 3- 4 Monate bis Brüche verheilen). Ausserdem hat man mich dort auch ins Fitnessstudio an Geräte gesetzt und mir erklärt, dass es wichtig ist, dass ich meine Muskeln entsprechend trainiere. Ich war - trotz aller eher schlechter Prognosen, 5 gebrochene Wirbel sind einfach Mist - wild entschlossen, mein altes Leben wieder aufzunehmen und z.B. auch wieder aufs Pferd zu steigen (da haben mich die Ärzte echt mitleidig angelächelt).

Meine WS sieht inzwischen leicht gruselig aus, da stehen Keilwirbel hervor aber ich komme damit gut klar. Einschränkungen gibt es im Sitzen; ich kann nicht mehr stundenlang sitzen. Und ich muss mich tagsüber ab und an hinlegen, dass geht mit einem Bürojob gut, denn ich kann auf dem LapTop auch im Liegen arbeiten. Wenn ich diese sachen einhalte, bin ich schmerzfrei und sehr beweglich.

In der Praxis heisst das, dass ich 4mal die Woche im Fitnessstudio bin, Krafttraining mache und Yoga. Ersteres dient dem Muskelaufbau, letzteres der Dehnung. Und ja, ich sitze wieder fast jeden Tag im Sattel, klappt prima. Ich war gerade im Urlaub in Sardinien und bin am Strand langgagloppiert- ein herrliches Vergnügen ! Und ja, ich arbeite auch wieder voll, auch das klappt gut. ich halte allerdings mein Trainingsprogramm absolut durch, ich vermute nämlich, dass es mir sehr viel schlechter geht, wenn ich das nicht mache.

Mein Rat an Dich ist, Dir einen guten Physiotherapueten zu suchen. Gute Physios wissen meist eine Menge und haben finanziell gar nichts von Ops. Die sehen auch eine Menge und können Dir sagen, was für Chancen Du hast. Ich würde alles, alles alles tun, um diese OP zu vermeiden. Und Ärzte, die Dir zu der OP raten, sollen Dir genau erklären, was passiert, wenn Du es nicht tust. Da wird dann gerne gesagt, man lande im Rollstuhl- lass Dich nicht mit so einer pauschalen Aussage abspeisen. Es wäre auch gut, zu Fachärzten zu gehen, die nicht selbst operieren oder eine "Fangprämie" für OP-Überweisungen bekommen. Hör Dich rum, wer vertrauenswürdig ist, frag Deinen Hausarzt z.B.

Und nein, ich lass da nichts checken. Ich habe überhaupt keine Lust, mir Gedanken zu machen, ob sich da etwas verschlechtern könnte. Im Heute gehts mir gut, das zählt.

Gute Besserung, Kopf hoch !
Sabine
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#32
Liebe Sabine, recht herzlichen Dank für deine Mühe und die ausführlichen Erläuterungen. Das stimmt mich doch positiv und optimistisch.
Ich bin mittlerweile wieder in besserer Stimmung und zum normalen Alltag gekehrt.
Schmerzen habe ich keine.
Liebe Grüße
 
Registriert seit
10 Nov. 2013
Beiträge
1
#33
LWK1 Fraktur mit Hinterkantenbeteiligung auch bei mir :-(

Hallo lachmal, ich bin so froh über deinen Beitrag und auch die Antwort von Sabine, denn auch bei mir wurde o.g. Diagnose gestellt und zu einer sofortigen OP geraten. Da ich aber keinerlei neurologischen Beschwerden und auch nur mäßige Schmerzen hatte, habe ich mich dagegen entschieden. Da das für die Ärzte eine unverantwortliche Entscheidung war, haben die mich nach 5 Tagen ausbaden Krankenhaus entlassen und obwohl ich zu meinem Entschluss stehe, habe ich aber trotzdem Angst, damit einen Fehler zu machen.
Die Fraktur ist heute genau 3 Wochen alt und die Schmerzen mal mehr, mal weniger, aber wie gesagt, erträglich, ich muss keine Schmerztabletten nehmen. Noch liege ich sehr viel, und laufe hin und wieder ums Haus, nur sitzen traue ich mich noch gar nicht.
Eure Beiträge waren die einzigen im ganzen Netz, die ich finden konnte, in denen bei dieser Diagnose ( Hinterkantenbeteiligung) nicht operiert wurde und ich wollte mal hören, wie es dir mittlerweile geht und ob es für dich weiterhin die richtige Entscheidung war. Über eine Antwort würde mich sehr freuen.
LG Dani
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#34
richtige entscheidung aus jetziger Sicht

Hallo Dani,
aus jetztiger Sicht war mein Entschluss die OP abzulehnen die absolut einzig richtige Entscheidung. Mein Unfall ist jetzt ewtas über 3 Monate her und ich komme langsam zur Normalität zurück. Lege mich tagsüber immer wieder hin, das ist unvermeidbar, und irgendwelche Sachen heben bzw tragen vermeide ich auch strengstens. Jedoch kann ich Autofahren und war zwischenzeitlich schon wieder mit dem Flugzeug auf einem anderen Kontinent. Mehrfaches starten und landen ging gut.
Schmerzen habe ich geringfügig, aber ich denke das ist normal.
Auch werde ich keine weiteren Ärzte konsultieren, weil der Gesprächsinhalt mich immer wieder runterzieht und meinen Allgemeinzustand mental immens verschlechtert. Ich werde bzw würde an deiner Stelle nur im extremsten Fall einer OP zustimmen.
Ich hoffe meine Zeilen helfen dir ein wenig.
Ich war Mitte September sehr froh und glücklich dieses Forum hier gefunden zu haben.
Liebe Grüße und gute Besserung
 
Registriert seit
18 Dez. 2013
Beiträge
1
Ort
München
#35
Hallo liebe Lachmal,
ich habe mir am 17.11. in Thailand auf einem Speedboot auch eine LWK 1 zugezogen. Vor Ort habe ich neune Tage im Krankenhaus gelegen, ehe ich transportfähig war. Ein Korsett bekommen. Neurologische Ausfälle nur kurz im rechten Bein. Die Hinterkannten sind nur sehr leicht betroffen.
Hier angekommen, gleich ins Krankenhaus. Sofort OP, hieß es. Nach ca. 18 Stunden auf den Beinen mit schmerzen, wollte ich nur noch schlafen. Mit Absprache des Arztes durfte ich dies zu Hause tun. Vier Tage später sollte ich zur OP Besprechung. Ein anderer Arzt vor Ort berichtete mir, nach Akteneinsicht, er würde nicht sofort operieren. Erklärung folgte. Wieder nach Hause mit Korsett. Hab dann einen weiteren Wirbelsäulenspezialisten aufgesucht. Seine Meinung, nach dem sich der Wirbel auch noch weiter gesenkt hat. OP mit Versteifung und Aufbau des Wirbels. Könnte unter ständiger Kontrolle Weihnachten abwarten. Letzte Woche war ich wieder zur Kontrolle. Wieder hin. Wirbel ist stabil geblieben. Neuer Arzt und neue Meinung. Er würde bei dieser Fraktur keinen Handlungsbedarf einer OP sehen. Ausheilen lassen und Kontrolliere der Wirbelsäule in geregelten Abständen. Ich war total Platt. Was nun? Muss noch erwähnen, dass ich sehr viel Sport treibe ( getrieben habe ) und dies auch in irgendeiner Form weiter machen möchte.
Auch seelisch verarbeite ich den Unfall nicht so gut. Habe Albträume, Ängste, schweißnasses Erwachen,...Nun hab ich Privat Anfang Januar einen Termin beim Oberarzt dieser Spezialklinik in München vereinbart. Ich hatte bis jetzt noch kein MRT. Nur Röntgen und ein CT in Thailand. In Thailand bekam ich auch Calzium zum Knochenaufbau und der Arzt dort riet mir, hier eine Knochendichtemessung vornehmen zu lassen. Hier will keiner etwas Wissen davon.
Ich bin sehr verunsichert. Fühle mich nicht ernst genommen. Was kann ich noch tun?
 

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2009
Beiträge
1,407
#36
Hallo Kerstin1,

zunächst einmal willkommen hier im Forum.
So wie Dir, geht es vielen anderen Patienten mit Wirbelsäulenproblemen - fragt man drei Ärzte, bekommt man vier Meinungen. Und dann soll man als Betroffener wissen, was der richtige Weg ist und eine Entscheidung treffen...

Die wichtigsten Frage bei WS-Frakturen ist immer, ob die Fraktur als stabil oder instabil eingestuft wird und ob es neurologische Ausfälle gibt. Wie ist das bei Dir, gibt es neurologische Auffälligkeiten?

Ich würde es zuerst immer mit einer konservativen Therapie versuchen. Stabile Frakturen heilen in vielen Fällen komplikationslos aus, sodass anschließend ein normales Leben möglich ist, auch Sporttreiben. Der operative Weg bleibt Dir, falls der konservative versagen sollte, dann immer noch offen. Eine Versteifung mit all´ ihren Konsequenzen und möglichen Folgeproblemen (z.B. Anschlussinstabilität angrenzender WS-Abschnitte) will sehr gut überlegt sein.
Schmerzen sind ganz normal. Allerdings sollten diese von einem qualifizierten Arzt behandelt werden, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Es gibt speziell Schmerztherapeuten oder FÄ für Anästhesie, zu denen man sich diesbezüglich überweisen lassen kann.

Was Deine Ängste und Albträume angeht, so solltest Du diese Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen und abklären lassen. Es könnte eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) dahinter stecken. Dein Hausarzt kann Dich diesbezüglich sicher beraten und Dich an Fachkollegen überweisen.


Alles Gute und gute Besserung,
sachsblau
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#37
Thailand Hospital

Hallo Kerstin,
sorry das ich jetzt erst deinen Beitrag lesen kann. Ich war zwischenzeitlich schon wieder im Urlaub und bin jetzt erst zurück. Warst du zufällig im Phuket Bangkok Hospital und wurdest von Dr. Kanisorn Chaimaneekorn behandelt? Ich würde dir aus meiner jetzigen Sicht unter allen Umständen von der OP abraten. Ich bin total glücklich und dankbar das mir dieser Unfall ebenfalls in Thailand passiert ist. So wurde ich nicht ungefragt gegen meinen Willen operiert bzw überredet. Mein Unfall ist jetzt noch keine 6 Monate her und ich führe nahezu wieder ein normales Leben, jedoch OHNE Heben oder Tragen von Dingen und Sachen die schwerer als 2 kg sind. Auch ein täglich mehrfaches Hinlegen ist notwendig.
Lass mich raten, Speedboot hoher Wellengang und du hast vorn gesessen?
Gib dir und deiner Körper Zeit und lass dich nicht von aussen irritieren. Das ist lediglich meine persönliche Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.

Gute Besserung
 
Registriert seit
5 März 2014
Beiträge
1
Ort
Berlin
#38
LWK1 Fraktur ohne Hinterwandbeteiligung, Steißbeinfraktur

Hallo zusammen,

Ich bin Harvey und 4o Jahre alt. Ich hatte im vergangenes Jahr (2013) ein Wege/Arbeitsunfall. Ich bin unverschuldet vom Roller geschossen worden. Im Krankenhaus wurde festgestellt das mein LWK1 eine Fraktur hat, drei Tage später OP (Zement gespritzt) immer wieder gesagt das mein Steißbein weh tut ist aber immer überhört worden. So nach einer Woche raus und zum D-Arzt, der hatte mir auch nicht so richtig zugehört bis er sich ca. sechs Wochen nach Unfall erbarmt und mich zum MRT geschickt und siehe da wurde festgestellt das Steißbein gebrochen ist. So weit so gut, nach gut 12 Wochen sagte der D-Arzt ich solle arbeiten gehen, ich rief bei der Unfallkasse des Bundes an und Sie sagt dann erstmals ich Solle eine Arbeitserprobung machen, diese musst ich dann aber leider abbrechen, der D-Arzt könnt mir dann auch nicht mehr helfen aussage seinerseits(da kann ich dir auch nicht mehr helfen außer abnehme) meine Einspruch das ich vordem Unfall auch schon etwas mehr auf den Rippen hatte wurde nicht erhört. Kurz um wechselte ich den D-Arzt, der nahm sich auch richtig zeit und war zuversichtlich mir helfen zu können, was er auch tat , nun bin ich seit März wieder in der Arbeitserprobung und ich erlaubte mir die Mitarbeiterin des Uk-Bund zu fragen was wäre wenn ich das wieder nicht schaffe , kurz knappe Antwort , wenn der Arbeitgeber mich nicht anderweitig einsetzen kann, wurden Sie das Verletztengeld einstellen, was für mich dann heißt Arbeitslos. So nun meine Fragen,sorry das ich so ausführlich geschrieben habe aber ich musste das mal loswerden:

1) Kann die Unfallkasse das Bundes es sich wirklich so einfach machen?

2 ) Kann mir einer oder eine Sagen wie lange sich das so hinziehen kann das ich wieder schmerzfrei bin ?

3 ) Ja ich habe ein Rechtsanwalt wegen Schmerzensgeld.

4 ) Ich will auch ein GdB beantragen auf Steißbein welcher mir immer noch Probleme macht grade beim langen sitzen.Und Rücken wegen Folgeschäden das Unfalles , kann mir hierzu jemand sagen wie hoch er ausfallen wird.

5 ) Und wie soll ich mich dem Uk-Bund verhalten wenn sie wirklich die Zahlung einstellen tut.

Ich möchte mich schon mal jetzt für eure geduldet und zeit bedanken das hier zu lesen und vielleicht auch antworten zugeben.

Viele Liebe Grüße
Harvey73
 

Schorle

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Feb. 2007
Beiträge
253
#39
Hallo Harvey 73,

es war ein Wegeunfall somit ist die BG zuständig,die muß ein Gutachter beauftragen der dein Unfallschaden begutachtet.Somit kann man erklären oder beweisen das ein Unfallschaden zurück geblieben ist,daraus kann man auch eine MDE fesstellen.Dann erst kann man in deinem Fall etwas genauer aussagen ,alles andere wäre aus der Luft gegriffen. Das ist meine Meinung zu deinem Fall, alle anderen Tips oder Radschläge wären vielleicht falsch.

gruß Schorle
 

lachmal

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Sep. 2013
Beiträge
21
#40
Harvey73

Hallo Harvey73,
bitte sei doch so nett und eröffne ein eigenes Thema mit deinem Beitrag in der entsprechenden Rubrik. Es wär schade wenn alles aus dem Ruder läuft und aus dem Zusammenhang gerissen wird. Das erschwert doch für einige die Suche nach ihrem Thema oder Fragen.

Viele Grüße und gute Besserung