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Motorradunfall mit Personenschaden

Anna Bo

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Dez. 2015
Beiträge
154
#73
Ich möchte euch erzählen was sich in der letzten Zeit ergeben hat .Die ersten Sitzungen der Strahlentherapie sind gelaufen .Alles gut vertragen .Habe nun 6Wochen Pause und dann nochmal 6 Einheiten .Ich schrieb ja das die Huk für den Haushaltsführungsschaden 5.000 pauschal übernehmen wollten .Schmerzensgeld wurde ein Betrag von 12.000 angeboten .soweit ganz gut .Nur mit dem Haushaltsführungsschaden hadere ich ja .Ich habe bei einem unabhängigem Orthopäden (Tipp von Isländer ) einen aktuellen Befund erstellen lassen im April. Dort steht drin das ich aufgrund der Beeinträchtigung mittlerweile eine Haushaltshilfe eingestellt habe ,meine Beweglichkeit des Sprunggelenkes seid dem Gutachten vom letzten Jahr sich verschlechtert hat ,und eine Arthrose entstanden ist .Aufgrund dieses Gutachtens bietet mir die Huk nun 20.000 zur endgültigen Abfindung an .In der Zwischenzeit hatte ich eine Multimodale Schmerztherapie .Tägliche Physiotherapie brachten ein bischen mehr an Stabilität ,die Medikamente wurden angepasst . Da dort auch Psychologen mit mir sprachen bzw Psychotherapeuten bin ich etwas verunsichert.Sie empfehlen mir dringend eine Psychotherapie da ich eine PTBS entwickelt haben soll. .Meine Verspannungen Nervosität usw.seien durch den Unfall bedingt . Ich pers.sehe jetzt nicht unbedingt den Bedarf für Gespräche .Wem hats von euch geholfen ? Ich kümmere mich jedoch mal um einen Termin ,weiss das es lange dauern kann .
Donnerstag habe ich einen Termin bei meiner Anwältin ,ich habe eine Auflistung gemacht was an Zuzahlungen Fahrtkosten usw zusammen kommen aufs Jahr gerechnet . Das ergibt eine ganz schöne Summe . Abfindungen sind ja immer kritisch zu überlegen .Wobei ich ehrlich gesagt auch gerne abschliessen möchte mit der Haftpflicht .
Lieben Gruss
Anna
 
Registriert seit
11 Nov. 2012
Beiträge
1,425
Ort
Bayern
#74
Grüß Dich, Anna!

Ich verstehe gut, dass Du den ganzen Krempel hinter Dir lassen willst, aber:

01
Wahrschienlich bist Du gerade dabei, Dir massiv zu schaden, wenn Du abschließt.

02
Die Verschlechterung ist im Gang. Was ist, wenn Du darüber zum Pflegefall wirst?
Bitte denke daran: Der Vericherer hat seine (!) Interessen im Auge, wenn er Dich abgeinden will.

03
Im Dezember 2015 hatte ich mal mit dem Dauem den Haushaltsführungsschaden gepeilt. Wie wurde denn reguliert?

04
Berichte bitte, wie weit Du gehen kannst, wie lange Du stehen kannst, ob Du dazu Gehstützen benutzt oder nicht.

05
Wie wird denn der Haushaltsführungsschaden bis jetzt reguliert?

Dann könnte man mal ein wenig genauer sehen.

ISLÄNDER





Wiwird wahrschienlich zu eine Weitere
Die
Du bist gerade dabei, dass Du Dich Dich zu Ruinieren.
 

Anna Bo

Erfahrenes Mitglied
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154
#75
Hallo Isländer ,danke für deine Antwort ,
gehen kann ich ohne grössere Schmerzen 30 Minuten gut .Was ich nicht kann ist in die hocke gehen .Das Problem mit dem Haushaltsführungsschaden ist das mein Mann der Verursacher ist .Dazu kommt das die huk meint mit 20 % MDE gäbe es keinen Haushaltsfürhungsschaden .Da hat jedoch das Gutachten gegengewirkt .Hilfsmittel brauche ich bisher keine .(Gehilfen o.ä. ) Schmerzensgeld wurde mir 20.000 angeboten .Erst 12.000 ,dann wurde erhöht da ich dauerhaft auf Med.angewiesen bin . Der Haushaltsführungsschaden wurde pauschal mit 5.oooo beziffert und ausdrücklich als Entgegenkommen beschrieben .
LG Anna
 
Registriert seit
11 Nov. 2012
Beiträge
1,425
Ort
Bayern
#76
Grüß Dich, AnnaBo,

20 % MdE Gehbehinderung führt nicht zum Haushaltführungsschaden?

01
Das LG Leipzig, Urteil 08 O 3839/09 vom 15.11.2013 hatte folgende Lage:

Einee Knieverletzung bewirkte eine Instabilität, die mit 20 % MdE bewertet wurde. Die MdH wurde auf 30 % geschätzt, weil das Stehen und Gehen im Haushaltsberuf mehr in Anspruch genommen werden muss als im Durchschnitt des Erwerbslebens. An diese Begründung wird oft nicht gedacht, denn: Im allgemeinen Erwerbsleben gibt es gut 40 % der "Arbeitsplätze im Sitzen". Das fließt natürlich mit ein in die Bewertung, was man können muss, wenn man im allgemeinen Erwerbsleben aktiv sein will. Aber im Haushalt kann man keine 40 % der Arbeit im Sitzen ausüben!

02
Vorsicht: Es gibt ein bekanntes Buch, Küppersbusch/Höher, Ersatzansprüche bei Personenschäden. Dort stand jedenfalls (die aktuelle Auflage müsste ich darauf überprüfen, geht aber nicht, weil ich geraden im Urlaub bin) auch diese Theorie "kein Haushaltsführungsschaden mit 20 % MdE" - mit Berufung auf 4 (!) OLG-Urteile.

Gerade daran sieht man die miserabele Qualität dieses, in Juristenkreisen durchaus berühmten Buches: Liest man dise 4 Urteile nach, dann staunt man über die Autoren des Buches (der eine ein Verischerungsprokurist i.R., der andere ein Anwalt einer der ganz großen Versicherungskanzleien):

(a)
In 3 der 4 Urteile steht das platte Gegenteil (!) von dem, was lt. Küpperbusch dort angeblich steht. Das finde ich schon toll.

(b)
Nur in einem Urteil steht es so, wie es Küppersbusch behauptet. Aber das Urteil ist alt, es bezieht sich auf Schäden, die inzwischen weit über 50 Jahre zurückliegen. Aber da war auch das allgemeine Erwerbsleben ncoh von Schwerstarbeit geprägt, das heißt: Das ist genau so veraltet, wie die Behauptung ist, ein normales Auto braucht da alle 5.000 km Ölwechsel: Nur, weil's zu VW Käfers Zeiten, anno 1965 so war!

03
Ich glaube nicht, dass einer der drei öffentlich bestellten Sachverständigen Deutschlands für Haushaltsführungsschäden bei so einer Verletztung der These der Versicherung folgen würde.
Also soll sich das Gericht doch bitte ein Gutachten holen.

04
Damit, wir an dem Unfall schuld war, hat das nichts zu tun.


ISLÄNDER
 
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