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Unfallrente und Altersbezüge - Wie erfolgt die Berechnung der Abzüge?

Gert

Neues Mitglied
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8 Jan. 2015
Beiträge
4
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Eisenach
#21
Hallo Seenixe, danke für die Unterstützung der Petition. Ich bin auch gerade dran diesbezüglich eine Anfrage zu starten, allerdings möchte ich erklärt haben, warum mir mein von mir mit Geld (Beiträge zur Rentenversicherung) erarbeiteter Rentenanspruch für die gesetzliche Altersrente weggenommen wird man doch schon durch weniger Rentenpunkte (durch lange Krankheitszeiten wegen des Unfalles) "bestraft". Zu DDR Zeiten haben wir auch schon einen sogenannten Rundumschlag gemacht frei nach dem Motto "ein Brief kostet ja nur 20 Pfennig". Diesmal geht meine Anfrage auch wieder rundherum, Merkel, Gauck, Sozialminister, auch an die gleichen Stellen in Thüringen. Bin mal gespannt, was die antworten.
Grüße aus Eisenach
Gert www.jamesdancingsound.de.tl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert seit
5 Feb. 2015
Beiträge
1
#22
Hallo,
meine Mutter erhält eine große Witwenrente und Leistungen aus einer Unfallversicherung.

Berechnung Jahresverdienst Summe X
70% von einem zwöfltel Summe X
Summe mal Faktor 0,6
ergibt Grenzbetrag von X...usw.

Soweit alles korrekt

Bei welcher Berufserkrankung speziell Lungenerkrankung (hier für meinen Vater 4104 aus Berufskrankheit-Liste zu 100%) ist der "Faktor" zu senken auf 0,4 (Knappschaft)?
 

seenixe

Super-Moderator
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31 Aug. 2006
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Ort
Berlin
#24
Hallo schadow7,
herzlich willkommen hier im Unfallopfer-Forum.
Die Beantwortung deiner Frage ist so ohne weiteres nicht möglich. Dies liegt daran das erst einmal zu klären ist, ob der Tod des Ehepartners durch den Unfall verursacht ist. Falls ein Unfallzusammenhang bestritten wird, kommen nach Paragraf 63 SGB VII nur Beihilfen infrage. Geregelt wird dies alles in Paragraf 63 SGB VII.
Wenn du dort nachgelesen hast, oder uns die entsprechenden Informationen die zur Beantwortung der Frage notwendig sind hast zukommen lassen, werden wir sicherlich darauf auch konkrete Antworten geben können.

Gruß von der Seenixe
 

Abendsonne

Erfahrenes Mitglied
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394
#25
Hallo Seenixe,

bei der Verrechnung einer Unfallrente mit der EMR wird also nur das betrachtet. Mein Hinzuverdienst bleibt hier unberührt, oder?

Viele Grüße

Abendsonne
 

Trim07

Neues Mitglied
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#26
Mindestgrenzbetrag

Hallo,

ich schreibe mal hier meinen ersten Beitrag im Forum, da mich dieses Thema: Zusammentreffen der Renten aus der GRV und GUV gerade ziemlich interessiert.

Ich wollte diesen Mindestgrenzbetrag bei der Berechnung nochmal hervorheben, nachdem ich mich nun einige Zeit damit beschäftigt hatte.

Bei mir ist die Konstellation so, dass der fiktive JAV, der ja heute zur Berechnung der Unfallrente dient und später für den Grenzbetrag herangezogen wird, weniger ist, als ich tatsächlich verdiene. Oder anders gesagt, wahrscheinlich wird meine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung höher sein, als diese 70% des fiktiven JAV. Und daher auch meine Befürchtung, dass ich durch diesen Grenzbetrag später in Summe weniger habe, als mein Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Deshalb wollte ich diesen Absatz nochmal hervorheben und insbesondere den letzten Satz.

"(3) Der Grenzbetrag beträgt 70 vom Hundert eines Zwölftels des Jahresarbeitsverdienstes, der der Berechnung der Rente aus der Unfallversicherung zugrunde liegt, vervielfältigt mit dem jeweiligen Rentenartfaktor für persönliche Entgeltpunkte der allgemeinen Rentenversicherung; bei einer Rente für Bergleute beträgt der Faktor 0,4. Mindestgrenzbetrag ist der Monatsbetrag der Rente ohne die Beträge nach Absatz 2 Nr. 1."


Damit würde sich dann folgende Berechnung ergeben. (Beispiel von einem gewissen Jonny, kopiert aus einem anderem Forum)

Die Berechnung sähe dann folgendermaßen aus:
Obergrenze 1/12 von 70 % des JAV = 2100,00
Mindestobergrenze die Rente selbst = 2500,00 (laut Renteninformation der GRV)
Rentenbeträge aus GRV + GUV abzgl. Freibetrag = 2778,67
Liegt über der Mindestobergrenze von 2500,00
Um 278,67
Rente aus der GRV deshalb nur noch 2221,37
Rente aus der GUV unverändert 400,00 (20%)
Zusammen also 2621,37
Mehrbetrag durch Unfallrente 121,37 (= Freibetrag)

Was mir jetzt noch nicht ganz klar ist, wie sich der Freibetrag errechnet. Ist dass ein bestimmter Prozentsatz? Oder wo kommt der her oder wie hoch ist der z.b. bei 20%?

Wäre schön, wenn mir das noch jemand genauer erklären könnte. Ansonsten ein super Forum! Vielen Dank dafür. :)
 
Registriert seit
7 Aug. 2015
Beiträge
1
#28
Schreibfehler

Die Berechnungsdarstellung ist sehr gut nachvollziebar. Allerdings ist in Schritt 2 offensichtlich ein Schreibfehler, der zu Mißverständnissen führen könnte. Es wird darauf verwiesen, dass der Freibetrag nach § 31 BVG 233,00 € beträgt. Richtig ist jedoch 174,00 €, wie es in der weiteren Rechnung auch verwendet wurde. Ansonsten alles richtig, alles super.
Mfg
Hannes54
 

Reickja

Erfahrenes Mitglied
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27 Feb. 2007
Beiträge
446
#29
Renten

Hallo an alle,

es wird immer gesagt, dass die Unfallrente nicht gegen die Rente aus DRV angerechnet werden bei ehemals Selbständigen.

Mein Partner war heute bei der Rentenberatung. Er kann schon normale Altersrente mit Abschlägen zwar, beantragen, was wir dann auch gemacht haben.

MDE BG aktuell 70 %
Schwerbehinderung 100 % auf Dauer.

Mein Partner war vom 01.04.1969 - 30.06.1980 pflichtversichert und hat danach bis 02/ 2014 freiwillig den Mindestbeitrag gezahlt.

Nach Aussage der DRV gibt es aber auch bei #Selbständigen eine Berechnungsformel, die bei Überschreiten eines bestimmten Betrages die DRV Rente kürzen könnte.

Mein Partner gehörte noch der BG auf automatischer freiwilliger Basis an, was ja Ende 2007 auslief. Der Unfall war 2007.

Er hat somit BG Beiträge und Rente selber gezahlt, würde aber bei Erreichen beider Renten einen Monatsbetrag von über 1500,00 € erreichen, die DRV Rente dann gekürzt werden.

Kennt jemand diese Berechnungsformel oder kann jemand etwas zu diesem Thema sagen.

Wir sind etwas verwirrt?

Reickja
 

Rajo1967

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#30
Hallo Reickja,

hier wird das relativ einfach und gut erklärt:

http://www.unfallrente.net/unfallrente-und-altersrente.html

Das gilt übrigens auch, wenn man eine volle EM Rente beziehen würde.

Entscheident ist noch am Ende der Ausführungen:

Ruhensberechnung bei Selbstständigen

Eine Kürzung der gesetzlichen Rente erfolgt bei Selbstständigen nicht, wenn diese ihren Beitrag zur Berufsgenossenschaft selbst eingezahlt haben. Auch eine Ruhensberechnung darf in diesem Fall seitens des Rententrägers nicht durchgeführt werden.
Danach müstest Du wissen ob das richtig oder falsch ist mit der Kürzung.
 

Reickja

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#31
Rentenberechnung

Hallo Rajo 1967,

vielen Dank für Deine Antwort und auch für den Link. Nur das hilft mir ja leider nicht weiter.

DA steht das drin, was ich ja wusste. nur die von der DRV haben úns ja genau etwas anderes gesagt.

Daher ja auch meine Frage. ob jemand die Berechnungsgrundlage, die die DRV jetzt anwendet, kennt?

Gruß Reickaj
 

Rajo1967

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#32
Hallo Reickja,

nun wenn Dein Mann für 2007 freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung geleistet hat um dort versichert zu sein, dann hat die DRV falsche Auskünfte gegeben. Du solltest nicht darauf vertrauen das alles richtig ist, was die DRV von sich gibt.

Entscheident ist allein, was in dem Jahr war als der AU eingetreten ist. Hat Dein Mann Beiträge zur gesetzlichen Unfall für diesen Zeitraum selbst bezahlt, dann darf die DRV die Unfallrente nicht anrechnen. Ist er ohne Beiträge freiwillig versichert gewesen, dann ist das rechtens mit der Anrechnung.

Die Berechnung ist doch auf der Seite mit einem Beispiel vorgerechnet. Wie viel genauer solls denn gehen ohne sämtliche persönliche Grundlagen zu kennen? Es wird für jeden einzeln errechnet (da gibt es keine Pauschalen).
 

Reickja

Erfahrenes Mitglied
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#33
Rentenberechnung

Hallo Rajo 1967,

den entscheidenden Hinweis hast Du mir jetzt gegeben.

In der Tat war mein Partner freiwillig als Selbständiger automatisch bei der BG versichert.

Das ist dann wohl der Unterschied.

Aber nochmal eine andere Frage?

Wir sollen der DRV gegenüber einen Fragebogen ausfüllen, der Angaben zum Unfall macht.

Der Unfall war 2007.

Wir verstehen das nicht. Was geht das die DRV an? Der Fragebogen ist mit der Nr. R 0870 gekennzeichnet? Ermittlungsfragebogen heißt es da so hübsch.

Mein Partner beantragt ganz normale Altenrente allerdings mit Abschlägen?

Irgendwie beschleicht uns da ein merkwürdiges Gefühl:

Hat jemand da mit Erfahrung?

Gruß Reickja
 

seenixe

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#34
Hallo,

die DRV prüft mit diesem Fragebogen ab, ob noch jemand in der Haftung ist, der dann mit zur Leistung herangezogen werden kann. Eigentlich ein ganz normaler Prozess. Nicht überbewerten und vernünftig ausfüllen.

Gruß von der Seenixe
 

Reickja

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#35
Fragebogen

Hallo Seenixe,

vielen Dank für Deine Antwort.

Mag ja sein, nur dennoch ist es merkwürdig.

Da der Unfallhergang für uns abgeschlossen ist, Ansprüche weder von der Gegenseite noch von uns gestellt worden sind, greifen da sicher schon längst die Verjährungsfristen.

Man fühlt sich eigentlich ständig nur durchleuchtet.

Gruss Reickja
 

seenixe

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#36
Hallo,

die DRV ist entsprechend verpflichtet zu prüfen. Nein, man wird nicht ständig nur durchleuchtet. Hier würde ich sagen, dass die Damen und Herren entsprechend ihren Vorschriften handeln ;-)

Gruß von der Seenixe
 

oerni

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#37
Hallo Reickja,

ich habe in meiner BG Akte auch so ein Schreiben wegen Regress von der DRV gefunden.
Der Unterschied, ich wurde von DRV nicht informiert oder angeschrieben.

So wie Seenixe schreibt, ruhig und vernünftig mit vollem Verstand das Formular ausfüllen.

War Dein Mann auch als Selbständiger, freiwillig in der DRV versichert?
 

Hotte

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#38
.... würde aber bei Erreichen beider Renten einen Monatsbetrag von über 1500,00 € erreichen, die DRV Rente dann gekürzt werden.
Moin,so ich bin nun einigermaßen verwirrt,vieleicht ist meine Frage hier auch schon beantwortet,aber mit komplexen Themen/Texten hab ich das ja nicht mehr so nach meinem Unfall....:confused:
Deswegen frag ich hier nochmal nach,weil wie heißt es so schön es gibt keine doofen Fragen....;)
Bei mir ist der Fall ja etwas anders ich war Selbstständig (nicht BG versichert) und erhalte nach meinem Unfall eine private Unfallrente von 1500,-€,zusätzlich bin ich mit der DRV vor Gericht und Klage auf Erwerbsminderungsrente (900€).
Sollte ich Erfolg haben (sieht gut aus),kann die DRV mir denn die EMR wieder weg kürzen mit der Berechnungsformel (70%) ?
In Rajos Link steht was von private Unfallrente wird nicht auf die Altersrente angerechnet,gilt das auch für die Erwerbsminderungsrente?
Als Selbsständiger hatte ich vor meinem Unfall ein sehr stark schwankendes Einkommen (hatte aber auch viel mit Fäligkeiten in den Baufinanzierungen zu tun),die 2 Jahre vor meinem Unfall hab ich sehr gut verdient das Jahr davor hab ich aber miese gemacht,also ein Jahresdurchnittsverdienst ist bei mir schwer zu berechnen.....über welchen Zeitraum wird denn sowas gemacht?

LG Hotte
 

Rajo1967

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#39
Hallo Hotte,

ist auch ein sehr komplexes Thema.

Mache Dir keine Gedanken, denn die PUV Unfallrente wird genauso wie auch die Kapitalleistung der PUV auf nichts angerechnet (nur Harz IV wäre das als "Vermögen" anrechenbar). Also weder auf EM Rente noch auf sonst was.

Auch private BU darf auf die "Sozialrenten" nicht angrechnet werden, allerdings umgekehrt schon. Bekommt man EM und BU Rente dann darf der private Versicherer beim Überschreiten bestimmter Grenzen die Leistung kürzen (auf Grund von Krankheit darf man in Deutschland nicht besser gestellt sein als vorher). Das gilt aber nicht für die Unfallrente.
Aber das nur am Rande.
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
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#40
Danke für die schnelle Antwort Rajo...puh...jetzt bin ich aber erleichtert:).
Hatte schon Panik das ich evtl.den ganzen "Hokus Pokus" mit der Rentenversicherung umsonst durchzieh ..... bei dem Verein weiß man ja nie...;)

LG Hotte