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Verkehrsgerichtstag 2015 in Goslar

Rekobär

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
3 März 2011
Beiträge
2,489
Ort
Berlin
Website
www.unfallreko.de
#13
Wiedergabe Eindrücke

Hallo @,

ein befreundeter Mediziner, der sich sehr für die Unfallgeschädigten einsetzt, hat seine Eindrücke, wie von mir im vorletzten Beitrag wiedergegeben, aufgeschrieben. (Wollte ich nur kurz hervorheben, damit es keine Missverständnisse gibt)

Es ist immer gut, wenn man die Hintergrundinformationen hat, die zu Empfehlungen führten, um sie auch richtig verstehen zu können. Manches klingt besser, als es in Wirklichkeit dann in der Praxis umgesetzt wird.

Herzliche Grüße vom RekoBär:)
 

oerni

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Nov. 2006
Beiträge
3,683
Ort
Bayrisch-Schwaben
#14
Hallo Rekobär,

Danke für Deine Klarstellung, hatte einen anderen Eindruck, deshalb war mein Posting auch in diese "verkehrte" Richtung.

Schön wenn es Mediziner gibt, die sich für Verunfallte einsetzen.
 

IsswasDoc

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Nov. 2016
Beiträge
259
Ort
Bayern
#18
Hallo Tscharlie und all:),


sehr interessant was es für eine Empfehlungen für Schwerverletze gibt, wobei ich mich frage was "Definition" Schwerverletze heißt. Meine Berührungspunkte damit bei Kostenträger ist, erst wenn ich mit der "Todesbahre" zur Besprechung komme, könnte ich vielleicht mal ectl. Schwerverletzt sein, nicht das ich genug Arztberichte hätte, nein kein Einzelfall usw. klar.

Bei der Empfehlung fällt mir zu M.E. Bossheit, Gehässigkeits und blindem Aktivismus nichts mehr ein:

Nach den Erkenntnissen der Fachmediziner hat sich für die Rehabilitation Schwerstverletzter das Modell der gesetzlichen Unfallversicherung(BGs):mad: bewährt und gegenüber dem von anderen Sozialversicherungsträgern, z. B. der gesetzlichen Kranken und Rentenversicherung, bisher angewandten Verfahren als überlegen erwieseno_O. Deshalb appelliert:eek: der Arbeitskreis an den Gesetzgeber, diese Defizite in der Rehabilitation („Reha-Lücke“) nach dem Modell der gesetzlichen Unfallversicherung zu beheben. M.E. Anleitung zu noch mehr Elend und Leid der UOs?

Ein größeren M.E. Elefant im Prozellanladen kann ich mir kaum noch vorstellen! Da brennt sogar der Laden ab.

Eine unter Kennern also UOs als absolut einer der intransparentesten Kostenträger überhaupt, als Vorbild für die restlichen Kostenträger zu nennen ist M.E. ein Schlag ins Gesicht eines jeden Unfallopfers ever.

Solche Pauschalen Behauptungen können sich nartürlich nur ein Personenkreis leisten, der nicht direkt davon betroffen ist, im Gegenteil meist damit auch noch einen Lebensunterhalt damit verdient, M.E. Gold Pfui da muss ich weg.

Die Herrschaften sollten sich M.E. in Bescheidenheit und Demut üben, um evtl. nur Ansatzweise die Realität begreifen zu können. Diese Realität trifft besonders hart uns UOs mit voller Wucht mit allen nur erdenklichen Auswirkungen. Wie will ein Personenkreis Aussagen treffen können, wenn Ihm diese Realität nur in der Theorie bekannt ist und Ihn selbst nie betrifft? Richtig M.E. reiner Lobbyimuss pur ohne Hirn.

Zum Vorzeigemodell Berufsgenossenschaft sei nur soviel gesagt, man schaue sich nur die offiziellen Fälle an die von den Musterknaben übernommen werden? Richtig nur Fälle wo es wirklich nichts mehr anders geht(rechtlich) und Fälle die noch beherrschbar und relativ billig in der Abhandlung für die sind.

Der Rest der anderen Fälle sind doch die extrem schweren und Kostenentensivfälle meist Hoffungslos im Stichgelassen Fälle, die dann in die restlichen Kostenträger sozusagen entsorgt werden(gilt für die vorher gewesene BG-Fälle).

Ist doch dann ganz klar, dass dann die KK und DRV nicht mehr die Optimale Erfolgsstory vorweisen und haben können, wie die frisierte BG-Fall- und Kostenlage(Kosten- Nutzungsrechnung).

Wir UOs wissen es doch am besten, was M.E. für ein Menschenverachtendes System hinter den Areitsunfällen und BKs wirklich steckt, in jeder Firma wäre das ein Mobbing Thema Nr. 1, bei so einem Sozialen Umgang miteinander bzw. hier gegeneinander --> Einbahnstraße immer gegen UOs.

M.E. wieder ein absoluter Beweis für Eliteversagen und alternativen Fakten.

Gruß
Isswasdoc
 

Aramis

Erfahrenes Mitglied
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Ort
Unterfranken
#19
Danke Isswasdoc,

bin auch erschrocken über diesen Vorschlag zivile Großschäden wie BG- Fälle zu behandeln!

AWMF-Leitlinien werden nicht eingehalten, man muß weiter um jede Kleinigkeit kämpfen- so schaut man , wie man alle Forderungen noch besser kleinhalten kann!

Siehe meinen Bekannten, der seit Jahren Unterschenkelamputiert war und dann bei einem unglücklichen Dreher am Arbeitsplatz (Prothesenfuss verfing sich unter einer Palette -Oberschenkel gebrochen), plötzlich Oberschenkel amputiert war. Er bekam trotzdem weiter nur 30 % von der BG....

Es wird immer schlimmer!

LG
Aramis
 

Kasandra

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#20
Hallo Isswasdoc,

ja die Definition mit Schwerstverletzten ist sehr lustig.

Mein Unfallverursacher war 1 Nacht im Krankenhau zur Überwachung, nicht das er doch noch etwas vom Unfall abbekommen hat.

Ich lag im Koma klar auf ITS und wochenlang im Krankenhaus und Monate in der Reha.

WIR BEIDE waren Schwerverletzt!!!

Definition: Schwerverletzt = mindestens 1 Nacht im Krankenhaus.

Nun siehst Du selbst wie lächerlich diese Definition ist wenn schon aus einer Überwachung eine Schwerverletzung wird.

Viele Grüße

Kasandra
 

Rekobär

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#21
Hallo Kasandra,

die Definition "Schwerverletzt" hat nichts mit der tatsächlichen Schwere eines Unfallgeschädigten zu tun, sondern hat seinen Ursprung im Straßenverkehr-Unfallstatistikgesetz. Kannst Du hier nachlesen:

StVUnfStatG - Gesetz über die Statistik der Straßenverkehrsunfälle

Dabei wird in mehrere Kategorien unterschieden. Das dient letztendlich dazu Unfallschwerpunkte zu lokalisieren. Dafür müssen die Unfall aufnehmenden Polizisten neben der eigentlichen Unfallaufnahme auch noch einen Fragebogen ausfüllen, dessen Ergebnisse dann in die Unfallstatistik eingepflegt wird.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 
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