• Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  • Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Wann und Wo wird bei mir Gutachten erstellt?

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#1
Hallo erstmal,ich bin neu hier im Forum und doch von der Fülle der Beiträge ein wenig erschlagen;). Bin über dies Forum gestolpert auf der Suche nach Antworten im WWW über das weitere Vorgehen nach meinem Unfall,weil irgendwie bin ich damit überfordert, man fühlt sich doch recht unsicher dazu kommt noch ne gehörige Portion Zukunfstangst. Schön das es ein Forum für so viele Leidensgenossen gibt:).
Zu meiner Person ich bin 41 Jahre alt,verheiratet und habe 2 Söhne(6,11J) bin (noch) selbständiger Zimmerermeister(nicht über BGversichert sondern privat).
Zu meinem Unfall:ich bin am 3.6.2014 durch ein Scheunendach gestürzt,es folgte sofortige Bewußtlosigkeit und 2 wöchiges künstliches Koma mit Zwangsbeatmung und künstlicher Ernährung durch Magensonde. Der Aufnahmebefund der Uniklinik Kiel war:
-instabile Fraktur von BWK11 und BWK13
-Schädelbasisbruch links
-Clavikulafratur links
-Lungenkontusion beidseits
-Rippenserienfraktur links
-Scapulablattfraktur beidseits
-pulmonale Hämorrhagien
-SAB
So nach 2 Monaten in Krankenhäusern (Kiel,Bad Bramstedt) und jetzt mehrmonatiger täglicher ambulanten Physiotherapie,stellen sich doch so einige Sachen raus die nachbleiben z.B.
-Tinnitus
-Gehörschädigung 25%
-Geruchsinnsschädigung 75%
-Schädeldruck/verspannung
-chronische Rückenverhärtung/schmerzen komplett
-Implantate im Rücken,Schulterblätter,Schlüsselbein
-operativ versteifter Rücken im Brustwirbelbereich
-geminderte Lungenfunktion
-Teile des Hirns und Lunge ohne Funktion durch innere Blutungen
-Rückenbelastung kurzzeitig max 10 KG
-Tauber aber (noch) funktionsfähiger linker Arm
-beide Schultern nur noch eingeschränkt beweglich (90°)
Prognose aller bisher behandelner Ärzte(bis jetzt 12) werd ich meinen Beruf nie mehr ausüben können:(
So ich häng jetzt son bißchen in der Luft und weiß nicht ansatzweise wie meine Zukunft aussehen wird(gesundheitlich,beruflich und finanziell) Naja eigentlich muß ich schon froh sein das überlebt zu haben...das sah in den ersten Tagen nach dem Unfall nämlich nicht danach aus (3 Wochen auf Intensivstation);) Die PUV sagt das Sie da frühstens nach einem Jahr drauf guckt(Krankenhaustagegeld und Schwerverletztengeld wurden aber gezahlt).Ich hab mich vor meinem Unfall nie mit der Materie befasst und dachte das ich für den Fall der Fälle gut versichert bin,aber so langsam bekomm ich Zweifel,da ich noch von niemanden (LVA,priv.Versicherung,Ärzte) eine Auskunft bekommen hab über meine voraussichtliche Invalidität. Ab 50% bekäm ich nämlich eine Unfallrente mit der ich gut leben(überleben) könnte. Deswegen meine Frage wer,wann und wo wird denn mal ein Gutachten in Prozenten über mein Gesundheitszustand erstellt? Irgendwie wollen da alle nix von wissen,als Laie hätte ich gedacht man wird irgendwo hingeschickt (wie beim TÜV Auto) da wird man durchgecheckt und am Ende steht ne Prozentzahl:confused:.
Naja vieleicht hat ja auch hier jemand Erfahrung und/oder Ahnung ob ich mit meinen körperlichen/geistigen Beschwerden über 50% komme? Denn wäre jedenfalls die finanzielle Zukunft gesichert,wobei noch genug andere Sorgen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Hotte
 

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#2
Hallo Hotte,

willkommen hier im Forum und mal wieder typisch was da abläuft. Nach der Vielzahl der Schädigungen würde ich auf 100% tippen.

Hast Du bereits eine Invaliditätsbescheinigung das dauernde Schäden verbleiben und in welchem Umfang eingereicht? Da gibt es Formblätter und eine Belehrung müßtest Du auch erhalten haben, bis wann Du das eingereicht haben mußt. Es gibt verschiedene Fristen die einzuhalten sind.

Das ist ganz wichtig, denn es gibt eine Rechtsprechung dazu, das wenn das innerhalb der Fristen nicht geschehen ist, das Du dann sämtliche Ansprüche verlieren kannst und im schlimmsten Falle spielt die Gesellschaft auf Zeit, um über diese Frist hinweg zu kommen.
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#3
Hallo Rajo danke für deine Antwort:)
Invaliditätsbescheinigung,Formblätter,Belehrung? Noch nie was von gehört:( Wo bekomm ich sowas?
Jedesmal wenn ich drauf dränge das ein Arzt eine Aussage über meinen Gesundheitszustand geben soll bekomm ich immer das gleiche gesagt: "Eine genaue Prognose über meinen zukünftigen Gesundheitszustand kann noch niemand stellen dafür ist noch alles zu neu aber da wird"EINIGES" nachbleiben".
Ähnlich äussert sich auch die Rentenversichung und die priv.Unfallversicherung.
Irgendwie vergessen die aber alle,das ich mit "EINIGES" so rein gar nichts anfangen kann und das mein finanzielles Polster immer kleiner wird,ich hab als Selbständiger nämlich kein Krankengeld versichert (konnte mir bis dato nie vorstellen das man über 100Tage krank sein kann). Zum Glück ist meine Frau berufstätig(Krankenschwester)so das jedenfalls ein bißchen Geld reinkommt. Und wenn ich hier les über wie lange Zeit(Jahre) sowas gehen kann bekomm ich Angst...
 

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#4
Hallo Hotte,

sowas habe ich mir gedacht.

Ein Formblatt "Invaliditätsanmeldung" kannst Du bei Deiner Gesellschaft schriftlich (am besten vorab per Fax wegen Beleg) anfordern.
Bitte schaue ganz schnell in Deinen Vertrag was für Anmeldefristen drinnen stehen (besondere Bedingungen) für Invaliditätsanmeldungen.

Mit dem Formblatt gehst Du zu Deinem Hausarzt oder Arzt Deines Vertrauens und dieser soll sämtliche Schädigungen bestätigen, die durch den Unfall bestehen.
Schicke das unbedingt selbst wieder zur Gesellschaft oder lasse Dir eine Kopie geben, damit Du den Inhalt kennst und Fehler eventuell korrigieren lassen kannst. Die Belehrung über die Fristen muß bereits in der Bestätigung auf die erste Unfallmeldung oder in der Zahlung der ersten Summen (im Untertext meistens) enthalten sein.

Eventuell findest Du das Formblatt "Invaliditätsanmeldung" auch auf der Internetseite Deiner Gesellschaft.
 

ptpspmb

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
1,989
Ort
BW
#5
Hallo Hotte,

willkommen im Forum!
Genau sagen wie wo was wann (die vier "w") wird dir keiner können!
Eines ist jetzt schon sicher, es wird lange dauern!
Bei mir ging es Jahre bis zur Umschulung!
Wie von Rajo1967 schon beschrieben, ist es wichtig, dass du alle Versicherungen anschreibst und denen den Vorfall meldest! Beachte bitte auch, dass die dir zurück schreiben und den Eingang deines Schreibens bestätigen!
Fristen sind außergewöhnlich wichtig und zu beachten, findet du jeweils in den Vertragsbedingungen!
Gute Besserung und viel Glück!
 

HWS-Schaden

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Nov. 2012
Beiträge
2,782
Ort
Bei den Stadtmusikanten
#6
Hallo Hotte,

willkommen im Forum.
So wie dir - sich nicht vorstellen zu können 100 Tage krank zu sein, keine Ahnung von Unfall(recht) und Krankheit zu haben und dann alleine vor den Problemen zu stehen - geht es leider vielen UO. Wie gut, dass du dich hier angemeldet hast.

Bist du ganz sicher, dass du nicht über BG versichert bist?
Hier http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?p=259324#post259324 hat kürzlich ein auch Selbstständiger gepostet, dass er dachte, nicht versichert zu sein. Prüfe es besser noch einmal.

Du wirst für die Gesundung (!) und auch für die Versicherungssache noch viel Kraft brauchen. Ich verstehe, wie sehr dich das Problem der Versicherung beschäftigt und wie sehr die Zukunftssorgen belasten. Versuche dennoch, dich nicht zu sehr aufzureiben (leichter gesagt als getan) und deinem Körper und Geist auch die nötige Ruhe zu geben.

Alles Gute und liebe Grüße
HWS-Schaden

P.S. Alles schriftlich per Einschreiben Rückschein mit der Versicherung machen, damit du es nachweisen kannst.
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#7
Danke für den Tipp Rajo:) Werd gleich mal wieder in meinen Akten stöbern (füllen mittlerweile 2 gr.Ordner) und noch mal bei der PUV vorbeischauen und mir das Formblatt aushändigen lassen.
Brauch ich dieses Formblatt"Invaliditätsanmeldung" nur fürn Hausarzt? Der hält sich nämlich immer "vornehm" zurück. Wenns um meine Befunde(körperliche,geistige Beschwerden) geht sind ja meine Fachärzte eher aussagekräftig: Unfallchirug, Neurologe,Orthopäde,Phsychologe und HNOÄrzte(mehrere Fachbereiche) oder muß der Hausarzt das alles zusammenfassen?
 

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#8
Hallo Hotte,

am besten wäre es dann, wenn Du die Anmeldung kopierst und dann von jedem Facharzt eine ausfüllen lässt (manche nehmen dafür Gebühren die bei ca. 20 EUR liegen und die Rechnung gleich mit einreichen).
Da gehst Du auf Nummer sicher.

Schaue bitte unbedingt nach den Fristen in Deinen Bedingungen, bei manchen Gesellschaften variiert sie zwischen 12 und 24 Monaten.
 

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#9
Huch, mir ist gerade was aufgefallen. Der Unfall war dieses Jahr?

Dann brauchst Du noch nicht soviel Stress machen, dann hast Du auf jeden Fall noch mind bis Ende Mai 2015 Zeit die Bescheinigungen einzureichen. Wenn Deine Fachärzte die trotzdem schon ausfüllen sollten, dann fange ruhig damit schon an. Dann ist die Gesellschaft nach 12 Monaten zur Erstellung von Gutachten verpflichtet.
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#10
Danke für euer Feedback,soviel Antworten erhalt ich sonst nie auf meine Fragen...:)
@HWS-Schaden leider bin ich definitiv nicht über die BG versichert. Wurde aber erst als BG-Fall behandelt,da meine Angestellten (die ich leider mittlerweile alle entlassen mußte und die Firma wird jetzt auch abgewickelt) auf der Baustelle das nun auch nicht besser wußten und das so gemeldet haben. Ich war ja erst nach gut 5 Wochen(vollständige Aufhebung der Sedierung) wieder klar bei Verstand. Daraufhin hat meine Krankenkasse die Kosten des Krankenhausaufenthaltes übernommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wolle53

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Mai 2014
Beiträge
1,136
Ort
Niedersachsen
#11
Hallo Hotte,

auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum für Unfallopfer.
Ja da hast du schon viel wichtiges von HWS-Schaden und Rajo1967 erfahren.

Für dich beginnt nun langsam alles in Ruhe anzugehen und deinen Kostenträger innerhalb der Frist (12 Monate mach dich schlau) über deinen jetzigen Gesundheitszustand zu informieren, wobei es für dich ganz klar um deine finanzielle Absicherung geht. Auch beim Versorgungsamt solltest du anklopfen um einen Antrag für einen Schwerbehindertenausweis einzureichen. Besser früher als zu spät, denn die vielen laufereien werden kommen. Auch mache dir eine Aufstellung wann und wo überall bei Ärzten, OP`s, Gutachtern du warst.
Also deine Info ab 50% eine Unfallrente zu bekommen kann ich so nicht bestätigen, du hast ja auch Krankenhaustagegeld und Schwerverletztengeld bekommen, ich bin auch selbständig und habe über die BG 20% vom Versorgungsamt 50% und G und bekomme eine Unfallrente von 20% MdE durch die BG.
In deinem Handwerklichen Beruf mußt du ja einer Berufsgenossenschaft angehören. (Pflichtbeiträge?)
Ich wünsche dir alles Gute und möglichst ohne Schmerzen

Viele Grüße
Wolle
 
Zuletzt bearbeitet:

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#12
Hallo Wolle,

die Unfallrente ist auf die PUV ab 50% Invalidität gemeint und anhand der augezählten Schädigungen gehe ich da in diesem Sinne schon von einer hohen Invalidität aus.
 

Wolle53

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
11 Mai 2014
Beiträge
1,136
Ort
Niedersachsen
#13
Hallo Rajo1967,

genau richtig PUV ab 50% Invalidität, ich denke auch mal da wird er trüber kommen.
Besser Gesund und man hätte keinen Unfall, könnte arbeiten gehen als kämpfen zu müssen.

LG
Wolle
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#14
Hallo Wolle53,für meine Angestellten hab ich natürlich Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Unfallkasse bezahlt(BG) als Chef ist das jedoch keine Pflichtversicherung. Bis vor gut 10 Jahren war ich auch bei der BG versichert, bis mein Versicherungsmakler auf mich zukam und meinte das er mich für wesentlich weniger Geld,wesentlich besser versichern kann und das 24 Std.am Tag nicht nur bei der Arbeit. Das klang für mich sehr verlockend und daraufhin bin ich von der gesetzlichen zur privaten Versicherung gewechselt. Ehrlich gesagt hab ich auch nie wirklich damit gerechnet das ich die mal brauch,blauäugig wie man ist:eek:.
So ich war heut Nachmittag denn mal bei meinem Sachbearbeiter der privaten Unfallversicherung und wollte von Ihm das Formblatt zur Invaliditätsanmeldung haben,darauf erwiderte er das ich sowas nicht bräuchte und das die auch noch kein Arzt ausfüllen könnte da bei mir noch keine bleibenden Schäden diagnostiziert werden könnten. Daraufhin war ich sehr verwundert und wurde etwas strenger im Ton:das ich ein Recht auf die Formblätter hab und einige Sachen sehr wohl schon feststehen,müßte er eigentlich wissen weil ich Kopien aller Befunde regelmäßig bei Ihm abliefer.Feststehen zum Beispiel die ganzen HNO Befunde,da die durch den Schädelbasisbruch und der damit betroffen Nervenschädigung kommen und die kommen garantiert nicht wieder.Und auch andere Sachen stehen schon fest,wie die zertrümmerten Rippen die jetzt deformiert zusammengewachsen sind und dauerhaft Atem-,und Bewegungsbeschwerden hervorufen werden.....und und und....
Also der Typ ist echt der Knaller,aber ich konnte Ihn jetzt dazu bewegen mir diese Formblätter schnellstmöglich zuzuschicken weil er grad keine da hatte...naja wers glaubt...ich lass mich überraschen;)
 

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#15
Hallo Hotte,

die kann sich jeder "Vermittler" der einen Zugang zur Gesellschaft hat dort im Formularzenter herunter laden zum sofortigen Ausdruck.

Wenn Du da nicht weiter kommst, dann sag bescheid. Ab 25 Beiträgen kannst Du PN´s verschicken.

Ich suche Dir dann was raus, was Du nutzen kannst.;)
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#16
Hallo Hotte,

die kann sich jeder "Vermittler" der einen Zugang zur Gesellschaft hat dort im Formularzenter herunter laden zum sofortigen Ausdruck.

Wenn Du da nicht weiter kommst, dann sag bescheid. Ab 25 Beiträgen kannst Du PN´s verschicken.

Ich suche Dir dann was raus, was Du nutzen kannst.;)
Ähem.....:confused: Ich war heut im Hauptsitz der Versicherung in Itzehoe...fühlte mich gleich etwas veräppelt,aber der Sachbearbeiter meinte halt das diese Formblätter nicht mehr so oft benutzt werden und er müsse erstmal selber schauen wo er die herbekommt....nach Deiner Ausage hab ich jetzt ja noch weniger Hoffnung das da was kommt:(
 

MEGGY..

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Juni 2009
Beiträge
1,591
Ort
West-Deutschland
#17
Hallo Hotte,

auch von mir, herzlich willkommen im Forum für Unfallopfer.

Mach Dir doch jetzt noch keinen Stress mit der Unfallversicherung das hat noch Zeit.
Der Unfall war in 6/2014 frühestens in 6/2015 brauchst Du dieses Formular,
das der Versicherungsangestellte nicht verfügbar hatte.


Bei meiner PUV bestand es aus 2 Din A 4 Blättern und trug die Überschrift
"Schlussbericht" hier die Abschrift:
...................................Schlussbericht..............................................
Bitte erst nach Abschluss der ärztlichen Behandlung
- spätestens jedoch 15 Monate nach dem Unfall -
in allen Punkten sorgfältig ausgefüllt und unterschrieben einsenden!

auszufüllen sind folgende Punkte:

I. Angaben des Verletzten

1. Welcher Arzt hat Sie zuletzt behandelt? Name-Anschrift-

2. Welche Folgen des Unfalls werden nach Ihrer Meinung dauernd bestehen bleiben
(kurze stichwortartige Angaben)? (2 Zeilen Platz!)

3. Fragen zur Berufsgenossenschaft/Rentenbeswcheid

4. Auf welches Konto soll ggf. die Versicherungsleistung überwiesen werden?

Ort Datum Unterschrift des Versicherten/Versicherungsnehmers


II. Angaben des zuletzt behandelnden Arztes:

(Bitte beachten Sie, daß es hier nur auf den dauernd verbleibenden Unfallschaden ankommt)

1. Wann wurde die Heilbehandlung wegen der Unfallfolgen abgeschlossen

2. Wird der Unfall Dauerfolgen hinterlassen Ja Nein (ankreuzen)
Wenn Ja worin werden diese bestehen (1/2 Zeile Platz)

3. Wenn ja: Wann kann die Höhe des Dauerschadens festgestellt werden?
von heute an gerechnet, in .....Monaten. Sofort (Zahl der Monate/oder ankreuzen)

Ort-Datum-Unterschrift Arzt


Blatt 2

Weitere Angaben des Verletzten über die Behandlung der Unfallfolgen

1. In welchen Krankenhäusern wurden Sie wegen des Unfalls behandelt
Anschriften und Daten von bis

2. Von welchen Ärzten wurden Sie wegen der Unfallfolgen außerdem behandelt?
Anschrift und Daten von bis

3. Bei welchen Ärzten/in welchen Kliniken waren Sie wegen der Unfallfolgen
inzwischen zu einer Nachuntersuchung (Begutachtung)? Für welche Stelle und wann?


Ich wünsche Dir von Herzen, dass sich Deine derzeitigen Unfallfolgen sehr stark
verbessen und die Schmerzen nachlassen. Bitte schütze Dich selbst und vertraue
nicht auf Spekulationen bezüglich der Höhe der (erst später feststellbaren) Invalidität
oder gar einer Rente aus der PUV.

Bezüglich der Schulter (ich selbst habe rechts Humeruskopffraktur 12/2007))
rate ich Dir ganz ganz dringend zur Krankengymnastik zusätzlich noch täglich
eigene Übungen zu machen.


Alles, alles Gute
Meggy
 

Hotte

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
5 Nov. 2014
Beiträge
457
Ort
Schleswig-Holstein
#18
Hallo Meggy vielen Dank für deine ausführliche Antwort,jetzt weiß ich ja schon mal worum es geht:)
Das einzige was mich wundert das es ein "Schlußbericht" geben muß:confused:,laut mehrerer behandelnder Ärzte wird es den in meinem Fall nie geben und ich werde bis zu meinem Lebensende(was warscheinlich sehr früh eintreten wird) Facharztbesuche und Physiotherapie machen müssen...
Naja,irgendwie wirds schon weitergehen und ich bleib am Ball,mal schauen was die Rentenkasse (ausführlicher Termin in 2 Wochen) mir für Wege aufzeigen kann und das ich mal ein Gutachten für den "ist" Zustand bekomme. Weil viele Sachen sollen sich laut meinen Ärzten eher noch verschlechtern deswegen versteh ich die PUV auch nicht das sie kein Gutachten in Auftrag gibt.
Kleines Beispiel meines Unfallchirugen zu meiner körperlichen Verfassung inkl. Umschulungsempfehlung (abgekürzt auf für mich das Wichtigste): Herrn.... ist von einer handwerklichen Tätigkeit abzuraten.......da der Gesamtzustand der Wirbelsäule als dauerhaft kritisch betrachtet werden muß..... bei mittlerer/schwerer Beanspruchung könnte Herr...in kürzester Zeit seine Mobilität verlieren...
Heißt im Klartext Rollstuhl:(
 
Zuletzt bearbeitet:

Rajo1967

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
9 Okt. 2013
Beiträge
2,612
Ort
MV
#19
Ja Meggy und genau deshalb hast Du erst mit viel Stress die überwiegenden Leistungen am Ende der Drei-Jahres-Frist bekommen. Da Hotte wie Du lesen konntest Selbstständig ist und seine Firma auf Grund der Unfallfolgen abwickelt, sollte man nicht alles auf die lange Bank schieben.

@Hotte, die PUV gibt erst ein Gutachten in Auftrag, wenn Invaliditätsanmeldungen vorliegen und nur in dem Umfang, was darauf steht (Es sei denn, man hat ein Bein verloren oder ähnliches, wo keine Verbesserung mehr zu erwarten ist). Ohne Anmeldung keine Begutachtung. Die meisten Invaliditätsbescheinigungen haben nur eine Seite.
 

MEGGY..

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Juni 2009
Beiträge
1,591
Ort
West-Deutschland
#20
@Rajo, es ist aber nun mal so, dass man die Unfallfolgen die,

..................auf Dauer (sprich lebenslänglich) verbleiben..............

von ärztlicher Seite nicht zu früh bemessen kann.

Der Zustand des Versicherten könnte sich auch innerhalb der 3 Jahre noch erheblich verschlechtern.
Die Versicherung müsste dann nachleisten.
Umgekehrt müsste bei der Verbesserung der Unfallfolgen der Versicherungsnehmer Leistungen zurück zahlen.

Leider ist es derzeit üblich wenn nicht

Arm ab
Bein ab
Auge total blind/verloren

die Versicherer alle Zahlungen verzögern.

Ob man mit "Druck auf den Versicherer" oder "unseren Gerichten" schneller zur gerechten Versicherungsleistung kommt?

Ich jedenfalls habe schon vor meinem Unfall aus eigener leidvoller Erfahrung (Arbeitsgericht als Arbeitgeber), das Vertrauen zu Richtern/Gericht vollständig verloren.


F r i e d e (jeder hat halt seine Meinung)

Meggy