• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Was passiert wenn der Gutachter die Begleitperson nicht zulässt und ich mich der Begutachtung verweigere

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
Beiträge
349
Ort
NRW
#38
Hallo ihr Lieben

Mir fehlen gerade die Worte.
Heute kam das sozialgerichtliche Gutachten.
Es waren zwei Gutachten beauftragt, ein Hauptgutachter und ein Zweitgutachter. Das Hauptgutachten ist diagnostisch mal wieder für den A.. war aber klar, in 10 min schafft der beste Unfallchirurg ja nicht viel. Das Zweitgutachten findet sich mit drei Sätzen wieder. Aber das Zweitgutachten (neurologisch.-psychiatrisch) wurde mir nicht mitgeschickt, bzw wurde nicht mit an die Rechtsanwältin geschickt.

Okay das ich jetzt keine MDE habe ist ja gut für mich, ich denke nach drei Jahren heilt eine PTBS ja auch von allein aus. Vor allen Dingen ja auch wenn man in psychiatrischer Behandlung ist.

Aber was ist mit der Zeit zwischen Ende der Verletztengeldzahlung (zwangsweise durch die BGU) und der Klageeinreichung zwei Jahre später? Immerhin habe ich mich selbst am Pferdeschwanz aus dem Sumpfloch herausgezogen.

Ratlos und verwirr
Eure Chris
 

Rolandi

Aktiver Sponsor
Registriert seit
16 Okt. 2012
Beiträge
1,414
#39
hallo chris,

Was hast du erhalten zwischen dem Ende der VG-Zahlung und der Klageeinreichung?
Du schreibst deine BGU hat zwangsweise das VG eingestellt - was heißt das - womöglich rechtswidrig?

Verlange das neurologische-psychiatrische Gutachten.

Lege Widerspruch gegen das dir vorliegende orthop. Gutachten, wenn du damit nicht einverstanden bist.

Was schlägt deine RA-in vor?

Lg. Rolandi
 
Zuletzt bearbeitet:

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
Beiträge
349
Ort
NRW
#40
Ich habe die restliche Gutachten gefunden. Bin einfach zu blöde dazu die PDF runterzuscrollen.

JA ich bin tatsächlich der absolute Psychopat. Die testpsychologische Untersuchung beschreib mein Störungsbild so wie es ist. Es gibt ein paar Anmerkungen die so nicht stimmen können aber das ist vernachlässigbar.
Aber was der Psychiater dann asnchliessend daraus gemacht hat ist einfach nur heftig.
ICh habe alles so rosig geschildert wie es war, und auch meine Schwächen in der Kindheit zugegeben. Und nun ist meine verkorkste Lebensgeschichte Schuld an meinem Dilemma. Meine Ehe und Partnerschaft ist problematisch (keine Ahnung woher der Gutachter dieses Wissen nimmt) und Schuld an meiner Somatisierungsstörung sind meine Füsse!! Ja glaubt Ihrs nicht? Da gehst du einmal zum Fußchirurgen vor einem Wegeunfall und schwubb sind alle nachfolgenden Probleme die Füsse schuld.

Hallelulja das muß ich mal sacken lassen. Das ein so gebildeter Mensch der grossen für die Nervenheilkunde vollbrachte so einem Schmarren aus der Feder zieht macht mich sprachlos.

Chris1966
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
Beiträge
349
Ort
NRW
#41
Hallo Rolandi

ich bin von der BGU in Absprache mit der BG gesundgeschreiben worden. Wobei hier die Frage im RAum steht wer was abgesprochen hat. Es gibt aber eine Gesprächsnotiz in meiner Akte die das belegt. Es wurde m.E keine ausreichende Diagnostik betrieben um die Ursache meiner Beschwerden zu finden. Die psychischen Folgen wurden ebbenfalls verneint.
Mittlerweile stehen als Diagnose ein TOS und Arthrose im HWS und Schultereckgelenk einschliesslich einer Entzündung im Gelenkspalt etc. Diese drei Diagnosen wurden in allen orthopädischen Gutachten verneint. Nur das TOS kann nur apparativ diagnostiert werden.

Meine RAin erwartet von mir eine Stellungnahme zu den Gutachten. Im Moment bi ich aber noch etwas irritiert. Das neuro-psychiatrische Gutachten ist der Oberhammer. Die meiste Zeit wird sich nicht auf mich und mein Problem bezogen sondern es ist schlichtweg allgemein gehalten. Nur Mutmassungen und irgendein Theroriegeschwaffel. Ich glaube nicht das es ein gut erstelltes Gutachten ist. Ein Blender. Alleine die Aussage das meine Füsse schuld sind. Da war mir die psychologische Stellungnahme des BGUPSychologen ja noch näher. Der unterstellte mir materielle Beweggründe.

Zwischen Verletzengeld und Klage bekam ich von der BG nichts. Zuerst war ich arbeistlos mit ALG später dann Krankengeld. Jetzt arbeite ich wieder. Aber nur Teilzeit.
NA und die Gutachten geben ja nur den Gesundheitszustand am TAg x nach dem Unfall wieder. Zwischen HAupt und Zweitgutachten liegen ein halbes JAhr, Weil der Zweitgutachter einfach keine Zeitr hatte und dann auch noch den Termin immer weiter nach hinten verschob.

Danke dir für deine Antwort
Chris1966
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,026
Ort
Berlin
#42
Hallo Chris,
Nun schlafe mal eine Nacht darüber und dann frisch ans Werk. Nimm Dir dann Satz für Satz der Gutachten vor. Erstmal auf die wichtigen Kernsätze konzentrieren und dann Stück für Stück weiter.

Konzentriere Dich nicht auf Kleinigkeiten, darin darfst Du dich nicht verzetteln, sondern immer auf das wesentliche konzentrieren.

Noch ist der Kampf nicht zu Ende.

Gruß von der Seenixe
 

Gsxr1983

Aktiver Sponsor
Registriert seit
5 Dez. 2014
Beiträge
636
Ort
BW
#43
Hallo Chris,

erst mal zur Ruhe kommen das ist ja ganz wichtig mit PTBS, bei mir geht es sonst immer in einer Schraube nach oben raus.

Ich habe heute zufällig meinen Befundbericht vom Psychologen erhalten und der Begründet alles mit Tests (Health-49, BDI-II, SVF-120, PSSI 2, Benton, impact of event scale) wie begründet den der Gutachter seine Diagnose? das wäre sicher mal Interessant.

MfG

Gsxr
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
Beiträge
349
Ort
NRW
#44
Hallo GSXR und auch an den Rest

mit meiner schlimmen Kindheit. Die somatisierungsstörung mit meinem Fußschmerzen (die blöde Praxisklinik hat alle Befunde geschickt einen Ausdruck von mehreren JAhren, zum Glück überlas der jetztige Gutachter die Kniebeschwerden).
Die Psychotest passen sehr gut zu meinem Beschwerdebild, okay warum er mich mit einer männlichen Referenzgruppe vergleich weiß ich nun nicht.

Selbst wenn das alles so richtig ist, das meine schlimme Kindheit eine schwere Störung hervorrief (kann ja alles sein ich sag nur Verdrängung) Vor dem Unfall bin zu Seminaren in allen Himmelrichtungen gefahren. Ganz allein. Und jetzt bekomm ich einen Nervenzusammenbruch weil ich vermutet das die Aufnahmeärztin mich bitten könnte zu einem ambulanten Vorgespräch zu kommen.
Vor jedem anvisierten Seminar k´habe ich die Wahl zwischen die Kante Bier zu sich nehmen oder Tavor schlucken.

ICh werde mir jetzt auf alle Fälle mit Ruhe das nochmals ansehen. Und auch meinem Psychiater vorlegen. Damit der schon mal weiß was er für ein Stümper ist.

Gruß
Chris1966
 

nightwalker

Aktiver Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
379
Ort
Jenseits von Eden
#45
Hallo Chris,

nach meinem letzten Gutachten, habe ich dieses auch ein paar Tage zur Seite gelegt,
um dann mehrmals im geistigen Schnelldurchgang
darin abzutauchen und auf Fehler/ Unwahrheiten zu scannen.
Ich habe nicht nur mit einem Arzt, kurz oder auch etwas länger, darüber gesprochen.
Das hat mir geholfen, mich zu sortieren, und meine Erkenntnisse die mir bis jetzt vorliegen,
an meinen Anwalt zu schicken.

Gruß
nightwalker
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
Beiträge
349
Ort
NRW
#46
HAllo

ich habe jetzt alle Gutachten durch.
Ich werde jetzt meine Rechtsanwältin bitten bei Gericht eine Fristverlängerung zu veranlassen. Die gesetzte Frist kann ich nicht einhalten, da meine Termin bei den behandelnden Ärzten dies nicht zulässt. Diese Termin bestanden Gott sei Dank ja schon.

Das unfallchirurgisch-orthopädische Gutacten ist für die Katz da ich mittlerweile alle vom Gutachter ausgeschlossenen Diagnosen schon widerlegen kann. Die Untersuchung bei dem Gutachter waren so gründlich das sich mein Körper sofort gerächt hat. Bin mal gespannt was mein behandelnder Orthoäde von dem Gutachten hält.
Das neurologisch-psychiatrische Gutachten besteht aus viel Papier und viel Luft. Außerdem üblichen Abgeschreibenen, teils mit groben Fehler, meiner Sozialanamese (ja Kasandra es war alles gut in meiner Kindheit) stehen keine fünf Sätze über meinen tatsächlichen Zustand drin. Die vorhergehenden Befunde des behandeleneden Psychiater sind natürlich falsch weil dieser ja keine vorunfallbefunde besitzt. Aber der Gutachter besitzt ja auch keine und alles liegt eindeutigt an meiner "verkorkste Kindheit" Die der Gutachter aber ja nur mutmasst, weil ich ihm eine glücklich Kindheit schilderte. War es ja auch.
Was aber eindeutig zu einer Traumafolgestörung passt, werden mir Testpsychologisch bestätigt aber, sowie auch meine Äußerungen im Gespräch mit dem Gutachter in keinsterweise berücksichtigt. Und in diesem Bereich verstrickt der dieser Gutachter dann auch noch in absolute Widersprüche.
Ich habe nun wiedermal keine PTBS, aber dafür eine Somatisierungsstörung. Ist ja egal wie das Kind heisst. Behandelt werden sollte es ja nun mal. Ohne Unfall wäre diese Störung doch nicht aufgetreten oder? Und wenn, dann würde ich sicher die BG verklagen. Dann würde ich jetzt sicher brav alle Behandlungen von der Krankenkasse gezahlt bekommen und im Zweifelsfalle noch eine Reha von Rentenversicherung.

So also erstmals der grobe Überblick, so schlecht sind das psycho Gutachten eigentlich nicht. eigentlich ist meine Situation gut erläuert. Nur das Ergebnis nicht nachvollziehbar.

Na ja warten wir mal ab, was meine Ärzte dazu meinen. Vielleicht sollte ich auch noch zur Angiologin gehen.

Grüsse

Chris1966
 
Registriert seit
19 Aug. 2014
Beiträge
89
#47
Hallo,

Vor jedem anvisierten Seminar k´habe ich die Wahl zwischen die Kante Bier zu sich nehmen oder Tavor schlucken.
Das mit dem Tavor ist ne gaaanz schlechte Sache. Aufpassen damit und nicht schreiben - da stürzen sie sich drauf wie die Hunde. Du bist doch verantwortungsbewusst oder?! Ja!!! Sonst wirst du in deren Augen zum Psycho, der überdosiert und missbraucht und sich am laufenden Band falsch behandelt fühlt, was aber bei Psychowracks nicht ernst zu nehmen ist. (Um es nochmal zu verdeutlichen: Nicht meine Meinung....)

LG
 

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
20 Aug. 2017
Beiträge
349
Ort
NRW
#48
HAllo Mercury

bis her ist das Tavor unangerührt. Urlaubsfahrt schaffte ich mit der Kante Bier (okay zwei kleine Flaschen Radler und die Nacht durchgemacht).Keine Ahnung wie das mal tatsächlich mit einem Seminar weiter gehen soll. Entwewder besoffen oder zugedröhnt kann ich da ja nicht erscheinen.

ICh bin nun von alleine auf den Weg gekommen, habe eine Einweisung in eine Psychotherapeutische Akutklinik, warte auf den Aufnahmetermin. Obwohl in meinem jetztigen Gutachten genau das Gegenteil steht bin ich guter Dinge das dann ein Großteil meiner Beschwerden therapiert werden.

Sollte es dann noch nötig sein wird sicher mein Psychiater oder alternativ der Schmerztherapeut nich was im Nähkästchen finden.

Danke dir für den Hinweis
Chris1966
 
Top