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Weber C Fraktur Abrechnung nach Fuss oder Beinwert

Anna Bo

Erfahrenes Mitglied
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#1
Ihr lieben ,
vor fast zwei Jahren zog ich mir beim Motorradunfall eine Weber C Fraktur zu .Gestern kam das Gutachten der privaten UV .Unfllbedingt ist der linke Fuss zu 2 /10 in der Funktion beeinträchtigt .
Im Gutachten steht die Muskulatur ist am re.Bein regelrecht entwickelt .Demgegenüber links generalisierte Verschmälung der Muskulatur an Ober und Unterschenkel ,Oberschenkelbetont .Des weiteren Sensibilitätsstörungen in der Narbenumgebung .Die Narbe ist 14 cm lang und verläuft am linken Wadenbeim bis zur Knöchelspitze .
Weitere Unfallfolgen : beeinträchtigung des Gangbildes ,Bewegungseinschränkung im unteren und oberen Sprunggelenk ,Minderbeschwielung der linken Fusssohle .

soweit kann ich alles nachvollziehen .Ich habe heute versucht bei der UV anzurufen.Der Sachbearbeiter war jedoch nicht da .Ich frage mich nun warum nach dem Fusswert abgerechnet wurde und nicht nach Beinwert ? Die Schädigung geht doch über das obere Sprunggelenk hinaus ? Wie war es bei euch ?
LG Anna
 

seenixe

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#2
Hallo Anna Bo,

die Abrechnung sollte meiner Meinung nach schon nach Beinwert erfolgen. Dies war ja jetzt eine Begutachtung durch einen Gutachter der PUV. Wann läuft der 3-Jahres-Zeitraum aus?
Ich würde nicht telefonieren sondern schriftlich Beschwerde gegen die Höhe der Schadensfeststellung einlegen und eine Begutachtung zum Ende der 3-Jahresfrist bzw. dem letzt möglichen Zeitpunkt beantragen. Den Gutachter dazu suchst Du Dir aber aus. Unbedingt die Fristen einhalten.
Schau bitte in Deine Versicherungsbedingungen. Dort sollte alles entsprechend festgelegt sein.

Gruß von der Seenixe
 

Anna Bo

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144
#3
Danke für deine Antwort Seenixe ,habe gerade einen Brief aufgesetzt und an die Sachberabeiterin geschickt .Der Unfall war am 01.11.2015 .Habe also noch ein gutes Jahr .
 

Hrc4Life

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#4
Guten Abend!

Hier denke kann ich wieder jemanden helfen. Bei mir gab es das zweite Gutachten
3 Jahre nach Unfall. Hier wurden 3/20 Beinwert festgestellt. Von Bedeutung hierbei
ist so denke ich, ich habe mich dafür entschieden das Metall entfernen zu lassen,
und dies war eine gute Entscheidung. Denn gerade die Platte am Aussenknöchel
war in gewissen Situationen sehr unangenehm.

Ich denke das durch diese Metallentfernung die Beweglichkeit doch etwas verbessert
wurde. Wenn ich (mit Platte) den Fuß nach innen bewegte (alleine um Übungen zu machen)
waren da sehr unangenehme Schmerzen (Platte/Schrauben)

Der geringste Wert bei einer Sprungelenksbeeinträchtigung müsste 10% Invalidität sein.


Grüße


Hrc4Life
 

Anna Bo

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#5
Danke für die Antwort HrC4live ,
die Platte und Schrauben mussten bei mir vorzeitig raus (10 Monate ) da ich eine massive Bewegungseinschränkung dadurch hatte .
Wie hoch war denn das erste Gutachten bei dir ?
LG Anna
 

Hrc4Life

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#6
Hallo,

Das erste Gutachten war nach einem Jahr und da war das Metall noch drinnen.
Bei mir war auch das linke Bein betroffen (Hüftluxation) und beides war nicht gerade
hoch berechnet (mit Sicherheit niedriger als das endgültige Gutachten).

Hat aber für mich keine Bedeutung gehabt, da ohnehin angeführt war, das zum derzeitigen
Zeitpunkt die bleibende Invalidität noch nicht endgültig festgestellt werden kann und ein
weiteres Gutachten etwa 3 Jahre nach dem Unfall vorgeschlagen wird.

Was aber hier wiederum von Bedeutung ist, ist das ich annehme das dieses Gutachten
(nachdem die bleibenden Schäden geringer angegeben waren) nicht sehr qualitativ war.
Zudem ich davon ausgehe das bei der Begutachtung ein Jahr nach dem Unfall die linke Hüfte
und dasrechte Sprunggelenk noch in einem schlechteren Zustand war als schließlich beim
Abschlussgutachten.
Das soll nun heißen, das sich in diesem Zeitraum noch etwas verbessert hat.
Das sich da was verschlechtert hat kann ich aussschliessen.

Fraglich ist aber betreffend beider Beine wie sich jetzt das Ganze entwickelt,
eine Verbesserung ist sehr unwahrscheinlich, aber eine Verschlechterung in einem
gewissen Ausmaß kann denke ich auf jeden Fall auftreten.

Grüße

Hrc4Life
 

Anna Bo

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#7
wollte mal kurz Bescheid geben .Habe der Versicherung geschriben und darum gebeten das nochmal genauer geprüft wird .Daraufhin bekam ich vor ein paar Tagen einen Brief .Meine Einwände wurden einem Sachverständigen vorgelegt .Bin gespannt ob ich was erreichen werde .
LG Anna
 

Anna Bo

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#8
Hallo zusammen ,wollte mich mal wieder melden .Leider hat sich der Gutachter noch nicht zu meinem Einwand geäussert .die Sachbearbeiterin der privaten UV hat mich noch um etwas Geduld gebeten .
Lieben Gruss
Anna
 

seenixe

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#9
Hallo Anna,
wichtig ist für Dich die 3-Jahresfrist. Davor mußt Du den Nachweis eines höheren Invaliditätsgrades erbringen. Egal wie lange der Gutachter zu seiner Stellungnahme braucht. Gehe rechtzeitig auf Suche nach einem eigenen Gutachter, der Dir neutral Deine Schäden einschätzt.

Gruß von der Seenixe
 

Anna Bo

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#10
Danke für deine Antwort Seenixe ,wo finde ich einen eigenen Gutachter ,bzw wie funktioniert sowas wenn man einen eigenen Gutachter aufsucht ?
LG Anna
 

Anna Bo

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#11
Heute habe ich mal wieder bei der Unfallversicherung angerufen .Der Gutachter hat sich immer noch nicht gemeldet .:eek:
LG Anna
 

seenixe

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#12
Hallo Anna,

jeder Arzt ist zur Erstellung von Gutachten berechtigt. Ich dachte bei meinem Beitrag eher an einen Arzt Deines Vertrauens. Du wurdest behandelt und auch die Nachsorge wurde durch Ärzte durchgeführt. Vielleicht hast Du im Freundes- oder Bekanntenkreis einen Arzt, der entsprechend ein neutrales Gutachten erstellen kann.

Gruß von der Seenixe
 

Anna Bo

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#14
Mittlerweile habe ich Bescheid bekommen .Es sei korrekt das nach Fusswert abgerechnet worden sei .Über diesen Satz stolpere ich jedoch ." Die Bemessung nach Fusswert und nicht nach Beinwert steht im übrigen ausdrücklich auch im Interesse der Versicherten ,da Funktionseinbussen im Bereich des Fusses relativ höher bemessen werden als Funktionseinbussen des Beins (i.d.r.Fusswert 40% ,Beinwert 70% der Versicherungssumme " .Ich stehe auf dem Schlauch :eek::D .Ich verstehe das nicht Fusswert ist doch 40 % also weniger als Beinwert der mit 70% der Versicherungssumme berechnet wird ? Kann mir da einer von euch auf die Sprünge helfen wie das gemeint ist ? Lieben Dank schonmal
Anna
 
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#16
Hallo Anna

Dies kann ich mir nur so erklären das der Fuß nun zu 2/10 Beeinträchtigt ist also 8% und der Gutachter sagen könnte das ganze Bein ist zu 1/10 geschädigt ergo 7 % ... so leite ich es mir her ... ohne darin wirklich sattelfest zu sein.

Aus der Ferne würde ich sagen , es ist zu gering bemessen worden.

Wurde exakt gemessen in wie weit du dein Fußgelenk bewegen kannst , Fuß hoch runter seitlich - exakt mit Winkelmesser ?

Einige Gutachter machen dies mal so eher pie x daumen.

Die Verschmälerung der Muskelatur ist ja ein Folgeschaden der Minderbelastung des Beines, hat er hier gemessen in wie weit der/die Muskeln verschmälert sind ?
Da gibt es Tabellen für , das wenn so und so in Grad oder Abweichungen der "Norm" maße sind , was dann die Empfehlungen für die Private Unfallversicherung sind.

Haßt Du einen guten Ortophäden ? Bei dem würde ich wenn kurzfristig vorstellig werden das er diese Dinge nachmisst , protokoliert. Vergleich wenn zu dem was der Gutachter gemessen hat.

Das fällt mir so auf der schnelle ein zu Deinem Fall.

Lg
Biggimaus
 

Anna Bo

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#17
Danke für deine Antwort Biggimaus ,der Gutachter hat nicht mit einem Winkelmesser gemessen als es um die Beweglichkeit des Fussgelenkes ging .Den Umfange des Beines hat er mit einem Zentimeterband gemessen und rechts und links eingetragen .Weisst du wo man diese Tabellen nachlesen kann ? *
 
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#18
Hallo Anna

Dieser Link sollte Dir unter Umständen helfen ,
Grundkurs orthopädisch-unfallchirurgische Begutachtung - Springer Link
link.springer.com/content/pdf/bbm%3A978-3-642-30037-0%2F1.pdf

Ferner steht in meinen Buch Orthopädische Begutachtung von Thomann Schröter Grosser der Satz , 2.Auflage
- Schmerzen werden durch die objektiven Befunde Muskelminus oberhalb der Messfehlbreite von 2 cm ....
Aufschlag kann 1/20 o. 2/20 Begründen

PUV Frakturen des oberen Sprunggelenks ... Zu erwarten ist eine Invalidität von 2/10-3/10 Fußwert (1/10-2/10 Beinwert) ,

Laut einem BGH Gerichturteil sollen SprungelenksFrakturen nach dem Fußwert bemessen werden, steht noch in einen Nebensatz.

Aber da bei Dir ja die Folgen in der Muskelatur gegeben sind, würde ich persönlich meinen das nach dem Beinwert gegangen werden
könnte. Müßte man gut argumentieren gegenüber der Versicherung. Dürfte aber nicht so schwer sein , kommst ja noch nicht je nach
Vertrag nicht in die Progession und da sind viele Versicherungen noch recht " großzügig"

Zumal diese werte immer als Empfehlungen zu sehen sind.

Steht etwas in den Gutachten bei Dir wie der Gutachter auf die 2/10 kommt ?

LG
Biggimaus
 

Anna Bo

Erfahrenes Mitglied
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#19
Danke liebe Biggimaus ,du hast mir viel geholfen .nun sehe ich einiges besser und verstehe auch die Begründung .ich werde bis zum sommer mich evtlnochmal begutachten lassen .Je nachdem wie die nächsten monate verlaufen .Habe vorgestern vom Arzt in der Ambulanz eine Spritze ins Sprunggelenk bekommen .(Infiltration mit Cortison und Lidocain ) Mal warten wie es wirkt .Da ich immer noch nicht richtig laufen soll vermutet der OA ein eingeklemmtes Stück vom abgerissenem Band .
LG Anna
 

Hedi

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#20
Hallo AnnaBo,
Schade, dass es dir immer noch nicht besser geht.

Infiltrationen haben sie bei mir auch 3x gemacht, haben nichts gebracht.

Meine WeberC wurde mit 3/10 Fusswert abgerechnet.

Den Abwinkelungswinkel wurde mit einem Winkelmesser ausgemossen.

Gruss, Hedi