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Angst vor Kortison

Habt Ihr Angst vor Kortision


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Hollis

Aktiver Sponsor
Registriert seit
6 Sep. 2006
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986
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48
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Raum Ludwigshafen/Mannheim
#1
Hallo,

ich habe ja schon des öfteren Kortison-Behandlung bekommen.

2001 Oral Urbason Tabletten - die Therapie brachte ich zu Ende mit einem unguten Gefühl und Unbehagen. War ca. 1-2 Wochen.

2006 erhielt ich vom Unfallarzt eine Injektion Dexa-Clinit, bzw. die Arzthelferin injizierte eine Ampulle in den Gesäßmuskel anstatt in die stark entzündete Schulter.

Anfang der Woche fand ich folgende Webseite mit dem Titel keine Angst vor Kortison:

http://www.netdoktor.de/magazin/keine-angst-vor-kortison/

Zitat:

"Angst vor Kortison?

Viele Patienten haben Angst sobald sie das Wort Kortison hören. Die meisten Menschen denken dann an ein "Hammer-Medikament" mit starken Nebenwirkungen, das nur bei schwersten Erkrankungen gegeben wird. Das wurzelt in den Erfahrungen mit Kortisonbehandlungen in den siebziger Jahren, als das Kortison viele negative Schlagzeilen gemacht hat.

Damals hatte man noch keine Langzeiterfahrungen mit dem Hormon. Da es den Patienten einerseits nur als Tabletten oder Spritzen, andererseits auch noch in zu hohen Dosierungen verordnet wurde, sind weitreichende Nebenwirkungen im ganzen Körper aufgetreten. Folgen war das Cushing-Syndrom (Muskelabbau, Wasser- und Fetteinlagerungen), die Unterdrückung der körpereigenen Kortison-Produktion (Müdigkeit, Appetitverlust, Gewichtsabnahme), Unterdrückung des Immunsystems (Infektionen, Wundheilungsstörungen), Osteoporose, Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen, Magen-Darmgeschwüre, Verdünnung der Haut, Akne oder grauer Star und grüner Star.

Heute weiß man, dass große Mengen Kortison nur für kurze Zeit unbedenklich sind. Für Langzeitbehandlungen werden deshalb nur noch sehr geringe Dosen eingesetzt. Die körpereigenen Glucocorticoide wurden außerdem in den letzten Jahren immer wieder verändert und weiter entwickelt. Ihre Nebenwirkungen sind wesentlich geringer ausgeprägt als die der Kortisone früherer Jahre. Durch die neuen lokalen Anwendungsformen, wie Gele, Cremes, Salben, Augentropfen, Nasensprays und Inhalatoren wirkt das Kortison nur noch dort, wo man es braucht, nicht mehr im ganzen Körper. Nebenwirkungen fallen dementsprechend gering aus. Inzwischen gibt es sogar Salben oder Nasensprays mit Kortison, die Sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen können.

Bevor Sie also aus Angst vor Nebenwirkungen auf Kortison verzichten wollen, sollten Sie gut über den Wirkstoff informiert sein."

In den 70'er Jahren waren die negative Eigenschaften Schlagzeilen in der Presse. Leider ist es in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten. Wird kaum noch erwähnt, die Gefährdung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Gegenanzeigen von Kortison.

Vielleicht hat jemand die Möglichkeit Presseanzeigen - bzw. Pressemitteilungen zu schreiben bzw. zu veröffentlichen, damit Kortison Wirkungen wieder mal in die Medien kommen.

gruß

Hollis
 

Pharao50

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403
#2
Hallo Hollis,


ja aber, man muss doch vorsichtig sein. Und nein angst habe ich vor Kortison nicht.

Ich bekam vor geraumer Zeit drei Spritzen. Mein Zucker ging daraufhin auf 300 hoch.
Mir ging es dann nicht so gut. Und leider hatte es nicht die Wirkung die es haben sollte.

Mehr bekam ich nicht, weil ich Zucker habe.


MFG Pharao50
 

Hollis

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Raum Ludwigshafen/Mannheim
#3
Hallo,

hier noch eine Seite mit dem Thema "Angst vor Kortison"


Angst vor Kortision


Im wesentlichen werden dort folgenden höchstwahrscheinlichen Nebenwirkungen einer Kortison-Therapie dar:

... Die systemischen Nebenwirkungen stellen sich unter anderem im „Cushing-Syndrom“ dar. Es zeigt die typischen Symptome einer Kortisonüberdosierung:

  • Facies lunata („Vollmondgesicht“)
  • Fetteinlagerung am Abdomen (Stammfettsucht)
  • Fetteinlagerung im Nacken („Stiernacken“)
  • arterielle Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Hypogonadismus (Unterfunktion der Hoden oder Eierstöcke)
  • Osteoporose
  • Hautatrophien und Striae („Schwangerschaftsstreifen“)
  • Muskelschwäche bis zur Muskelatrophie
  • Hirsutismus (verstärkte, dem männlichen Behaarungstyp entsprechende Gesichts-, Körper- und Schambehaarung bei Frauen)
  • Diabetes mellitus
...

Folgende Anwendungsgebiete werden angegeben:

...
Kortison ist ein hilfreiches, manchmal auch lebenswichtiges Medikament. Es lindert entzündliche Erkrankungen, die im Wesentlichen auf Fehlfunktionen des Immunsystems unterschiedlichster Art zurückzuführen sind:

  • Allergien
  • Anaphylaktischer Schock
  • Quincke-Ödeme
  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)
  • Rheuma
  • andere nicht-infektiöse Hauterkrankungen
  • nicht-infektiöse Augenerkrankungen
  • Morbus Crohn
  • Verschiedene weitere Autoimmunkrankheiten...
Ich hatte nur eine Kurzeit Therapie mit Tabletten 2001 und 1 Kortisionspritze leider zusammen als ärztliche Fehlbehandlung mit einer Tetanusimpfung. Es kam 3 Tage zu Muskelkrämpfen im Bein.

gruß

Hollis
 

H2O

Mitglied
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Beiträge
41
#4
Ich kenne mehrere Personen die seit Jahren dauerhaft Cortison (in Verbindung mit Vitamin D und Calcium) nehmen und dies sehr gut vertragen. Hier kommt es aber auch immer auf die Dosis an.
Grundsätzlich kann ich deine Sorge aber auch verstehen, ich nehme auch immer sehr ungerne Medikamente, aber leider geht es manchmal nicht ohne. Grundsätzlich würde ich mir immer mehrere Meinungen von Ärzte enholen wenn ich unsicher bin und dann selbst beurteilen, ob ich das Medikament nehmen würde.

Ich denke aber, du solltest dich nicht zu verrückt machen.
Wenn man den Beipackzettel liest, dann hören die sich fast bei jedem Medikament sehr schlimm an. So ist zumindest meine Erfahrung.

LG

H20
 

Vetty

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97
#5
Moin :),

zunächst muss man nachfragen, welche Art Kortison man nehmen soll / verabreicht wird. Es gibt Depotpräparate und "schnell aber kurz"-Präparate.
Ausserdem ist es wichtig, ob es sich um Prednisolon oder Dexamethason handelt.
Als Entzündungshemmer und somit mit abschwellender Wirkung bei Schmerzen kann es durchaus hilfreich sein.
Kurzfristig als schnellwirkendes Mittel ist es absolut unbedenklich, eine langfristige Therapie sollte jedoch vorher Stoffwechselerkrankungen ausschließen (ACTH-Wert, Fruktosamine, usw. ermitteln).
LG
 

Kasandra

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#6
Hallo,

ich muss mich unbedingt Vetty anschließen.

Das Wort Cortison in den Raum geworfen ist mehr als schwammig.

Wichtig ist welches Cortison Medikament, die Dauer und die Dosierung.

Und natürlich wofür!!! Was will an erreichen? Welche Entzündungen???

Das muss erstmal geklärt werden, nur dann kann man sich vernünftig über "Angst vor Cortison" unterhalten!

Viele Grüße

Kasandra
 

Marima

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135
#7
Ich habe davon gehört, dass es Menschen geben soll die Rauchen, obwohl auf den Zigarettenschachteln steht "Rauchen kann tödlich sein".
 

Hollis

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#8
Ich habe davon gehört, daß Menschen leben, obwohl das Leben tödlich enden wird. Ich inhaliere keinen Rauch, deswegen mein optimaler Lungenbefund.

Die Lunge geht durch verschieden Ursachen kaputt, da mußt Du Zigarettenkonsum nicht dafür ursächlich machen.

  1. Pneumothorax
  2. Lungenentzündung
  3. Mantelpneumothorax
  4. Wassereindringen
  5. Asbest
  6. Verschlucken
  7. Emphysem
  8. Feinstaub
  9. Ethanolinhalation -> Lungenkarzinom
  10. Tuberkulose
  11. Lungenfibrose
  12. Autoabgase
  13. Hausabgase
  14. Wo bleibt hier rauchen?
  15. uvm.

Vor 5 Jahren stand auf der Schachtel noch "Rauchen kann töten!". Wie kommst Du darauf, daß Rauchen unter Garantie seit 5 Jahren tödlich enden. Im Wohnungsbrand durch eine Zigarette möglicherweise.

Nur weil Kortison ein Nebenierenhormon ist, und man damit in den Hormonhaushalt eingreift. Das reicht von 5 - 40-facher Faktor des normalen Hormonspiegels. Also ein schwerer Eingriff, der nicht unbemerkt bleibt. Ferner stellt die Nebenniere so lange die Produktion des Hydrokortison (Normales Kortison) ein.

Gruß

Hollis
 

Marima

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#9
Ich wäre froh wenn Kortison bei mir wirken würde, tut es aber nicht. Ich habe verschiedene Autoimmunerkrankungen und soll Biologika einnehmen, mein Immunsystem außer Kraft setzen. Das macht mir Angst und werde es auch nicht machen. Seit fast 100 Jahren gibt es Kortison, hat es dir geholfen? hattest du Nebenwirkungen? offenbar hast du es überlebt, oder? ist deine Schulter noch entzündet oder hat es geholfen?
 

Hollis

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#10
Nein,

leider hat das Dexa-Clinit nicht geholfen, da die Arzthelferin beim Unfallarzt es in den großen Gesäßmuskel gespritzt hatte. Es war ja für die Schulter gedacht, in das Gelenk. Daraufhin erhielt ich eine Tetanus-Spritze ebenfalls in den gleichen Gesäßmuskel. Da Kortison die Immunabwehr schwächt, bekam ich ca. 3 Tage leichte Krämpfe im rechten Oberschenkel.
Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt, kam es möglicherweise zu einer Infektion. Das heißt auch das kein Immunschutz gegen Tetanus bestünde. - so habe ich vor kurzem erfahren.

Die Immunschwächung sollte man auch nicht verachten.

Zum Thema rauchen. Diverse Verschwörungstheorien besagen:

  • Die Zigaretten enthalten kein oder fast kaum Nikotin. Das soll denjenigen dazu bewegen, da Raucher leichter Zigaretten den Rauch tiefer inhalieren um mehr Nikotin zu bekommen, tief den schädigen Kondensat und Teerhaltigen Rauch in die Lunge reinzuziehen. Damit das Teer und Kondensat, insofern es nicht das gleiche ist, sowie andere Stoffe die Lunge schädigen können.
  • Der Tabak würde mit radioaktiven Wasser gewässert - z..B. Volumentabak ist aufgeschwemmt, damit Konsumenten radioaktiven Rauch einatmen und mehr radioaktivität ausgesetzt seien, damit die Aussage zu trifft: Rauchen führt zu Krebs und zum Tode.
Tatsächlich finde ich zu Phillip Morris, Marlboro Red (Englische Zigaretten) seit ca. 2008 keine Nikotinmengen mehr. Ferner gibt es sogar fast von jeder Sorte, Zigarettenschachtel mit dem Vermerk: "Ohne Zusätze", die gab es früher nicht.

gruß

Hollis
 

HWS-Schaden

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Bei den Stadtmusikanten
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3
#12
Ich habe schon viel von den negativen Langzeitwirkungen von Kortison gehört, aber soweit ich weiß betrifft das keine Patienten, die eine Kurzzeittherapie in Anspruch nehmen?