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Berechnung PUV

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12 Juni 2016
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93
#13
Hallo Sandra ,

puh ;-) ...

AUB heißt eigentlich nix anderes als die jeweilige Fassung , zu dem Zeitpunkt wo du die Unfallversicherung abgeschlossen hast. Gerade was ältere Policen anbetrifft gibt es ein paar kleine aber feine Klauseln-Auslegungsweisen zugunsten des Versicherungsnehmer´s. Waren aber AUB 88 / 94..

Laut Deiner mitgelieferten Invalititätsgraden ist Beinwert 70% , da ja durch die Einschränkungen das ganze Bein betroffen ist. Es wird in der Regel immer den Sitz der Auswirkung der Verletzung genommen. Nicht dort wo die ursächliche Verletzung stadtgefunden hat. Gibt es auch diverse Gerichtsurteile zu.
Es gibt in diveresen Fachbüchern ein ganz "tolles" Beispiel.
Durch Wirbelbrüche ist eine Querschnitslähmung eingetreten. Ok sagt man sich betrifft den Rücken. Aber was betrifft/wirkt sich diese Verletzung aus , die Beine da der Betroffene nicht mehr laufen kann. Ergo 2 x voller Beinwert , würde 140% ergeben. Eine Abrechnung mit mehr als 100% geht aber nicht. Dazu kämme dann noch Aditativ der Rückenschaden, aber 100% bleiben 100%. Hier greift dann die sogenannte Progession. Was wenn bei Dir dann wenn ich den Rest der Tabelle verfolge 500% max. sind.

Hier noch mal ein kleiner Link wo die grund Rechenwege aufgeführt sind.
Invaliditätsgrad berechnen - Gliedertaxe Unfallversicherung

Im Schlusssatz heißt es:
Zum momentanen Zeitpunkt festzustellende Invalidität aufgrund der verzögernden Knochenbruchheilung mit perisitierenden Schmerzen und Inaktivitätsosteoporose beträgt auf orthopädischem Fachgebiet 2/10 Beinwert. Die Einschätzung betrifft die verzögerte Knochenheilung und verminderte Belastbarkeit.
"
Liest sich für mich eher das der Gutachter noch einmal ein Gutachten zur 3 Jahresfrist machen will. Will die Versicherung deine Akte schließen? Lass sich für mich so.
Ich mein man hat 4Wo Zeit darauf zu reagieren.

1. Auf jeden Fall das Gutachten vom Versorgungsamt besorgen.
2. Wann und wie ist die Peroneusparese festgestellt worden ? Nervenschäden können sich im Optimalfall bis max. 2 Jahre regenerieren.
3. Möglichst kurzfristig bei einen Arzt deines Vertrauens die Bewegungseinschränkungen korrekt nachmessen lassen. Mit Augenmaß und pie mal Daumen , ein NoGo.
Hat der Gutachter sich die Maße einfach aufgeschrieben oder nach einen Standartisierten Messblat eingetragen. Hier wird dann schon mal ganz ger rechts und links vertauscht.
www.dguv.de/medien/formtexte/aerzte/f_4224/f4224.pdf

Bei was für Ärzten warst du bisher , wundere mich ein wenig, Röntgen nur Tibia , Heilverlauf abgeschlossen ???

Warst Du schon mal in einer Praxis/Kliniksprechstunde die sich mit auf Pseudarthrosen spezialisiert haben? In Deutschland sind mir inzwischen 2 sehr gute Kliniken für Pseudarthrosen bekannt , eine 3 geniest einen Hervoragenden Ruf. An Deiner Stelle würde ich mir zumindest von einer 3.Stelle noch einmal eine Meinung einholen. Ja der Fuß/Bein wird nicht mehr wie vor dem Unfall, dafür sind die schäden zu groß. Aber den jetzigen Zustand so einfach Akzeptieren ?

Bist Du mit dem Sudeck in Behandlung ?


Noch einen schönen Sontag wünsche ,
Biggimaus
 

Gsxr1983

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#14
Guten Morgen Sandra,

Deine Erfahrungen mit dem Gutachten, spiegeln die Erfahrungen vieler UO wieder! "Oh super die Puv möchte mir mehr geben als mir zusteht!" lol selten so gelacht.

Ich kann meinen 2 vorschreibern nichts hinzufügen. Ich z.B. bin zu meinem Behandelnten Arzt gegangen und habe mir schriftlich das erstellte Gutachten bewerten lassen, habe dem Arzt gesagt ob er für .. € mir etwas ausarbeitet. Dann war ich auch etwas erschrocken wie das so auseinander gehen kann! Das schlechte ist das an dem erstellten Gutachten nicht zu rütteln ist! Der Arzt wird keinen Fehler eingestehen (muss er auch nicht).

Jetzt schaust du nach dem GdB Gutachten, besprichst dieses mit deinem Arzt und reichst es unter Rücksprache mit dem RA. Bei der Puv ein. Der Puv schreibst du das du einen RA. Eingeschaltet hast und dieser wenn nicht innerhalb 14 Tage eine Stellungnahme zu den Differenzen der Gutachten kommt, aktiv gegen Sie vorgehen wird.

Dann mal abwarten , geg RA aktivieren.

MfG



Gsxr
 

ardnas69

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Beiträge
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#15
Vielen Dank für Eure Antworten,

liebe Bittigmaus, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Es hat mehrere Gründe, weshalb ich nicht mehr auf der Suche nach Heilung bin. Ich versuche es zu erklären:

Vor 20 Jahren hatte ich einen Motorradunfall. Das Handgelenk war gebrochen. Nach der OP unendliche Schmerzen. Es wurde sofort ein Schmerzkatheder gelegt und gut war.

Vor 5 Jahren eine Hallux OP. Andere konnten nach 10 Tagen ohne Krücke laufen. Ich erst nach 5 Wochen. Unendliche Schmerzen.

Im Nachhinein weiß ich, dass es bei beiden Schmerzanfällen auch schon ein "kleiner" Sudeck war.

Nach dem Reitunfall und der Platteneinbringun, habe ich 6 Std. nur geschrien. Es war, als ob mir jemand mein Bein abbrennen würde. Die Schmerzmittelversorgung im KH war absolut unzureichend. Niemand schickte mich zu einem Schmerzarzt. Ich wusste nicht, dass es diese Fachrichtung gab. 5 Monate habe ich max. 15 Minuten ab Stück geschlafen. Mein Fuß war wie ein Ballon aufgeblasen. Ich konnte keine Socke anziehen. Ich konnte an nichts anderes denken. Die Schmerzen sind dann Stück für Stück besser geworden. Jetzt hat der Sudeck erbarmen. Er sitzt auf dem Vorderfuß und in den Fußzehen. Er hat an Qualität verloren. Der Fuß ist kalt und bitzelt leicht. Wenn mir mein Hund drauf tritt, könnte ich immer noch heulen vor Schmerzen. Es lässt sich gut aushalten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Sudeck bei einer erneute OP zurück kommt ist laut Neurologe extrem hoch. Er rät deshalb von einer OP ab.

Das ist aber nicht der einzige Punkt.

Durch den Sudeck und die verzögerte Heilung konnte keine vernünftige Physio gemacht werden. Lt privatärtlichen Unfallchirugen sind sämtliche Knorpel im Sprungelenk nicht mehr vorhanden, bzw. kaputt gegangen. Die Bewegungseinschränkung ist beim Laufen extrem und schmerzhaft. Alleine deshalb Hinke ich. Zudem kommt die Parese. Meinen Fuß kann ich nur mit Kraftaufwand nach oben "heben". Laut dem Unfallchirugen beträgt die Durchblutung max. 20% im Fuß, da alle Blutgefäße kaputt seien. (2 durch den Trümmerbruch und eins durch die Platteneinbringung).

Mein mich operierender Arzt geht auf diese Problematiken nicht ein. Er sagt immer nur stoisch: Athrophe Pseudarthrose! OP in zurzeit nicht möglich.

Zudem sind sämtlich Sehnen verkürzt.

Wenn ich also einen Arzt finden würde, der die Pseudarthrose trotz Sudeck und Minderdurchblutung operieren würde, hätte ich ein großes Risiko zu tragen.

Ich war in 2 großen Unfallkliniken, die mir alle von einer OP abrieten.

Selbst wenn das Schienbein heile ist, habe ich noch immer kaputte Knorpel im Sprunggelenk und eine Parese.

Es dreht sich alles im Kreis.

So komme ich recht gut im Alltag zu recht. Ich bin selbständig und arbeite von Zuhause aus in einem Nebengebäude. Ich plane Mittags 1 Std. Pause ein und schlafe 1/2 Stunde. Ich gehe danach mit meinen Rentner-Hunden 30 Minuten vor die Tür. Abends kann ich mit meinem Mann zu unseren Islandpferden gehen und eine Runde durch den Wald reiten

Wenn die nächste OP den Sudeck zurückbringt und er nicht mehr geht, hätte ich keine Lebensqualität mehr. Mit einer OP wäre es nicht getan. Und ob es wirklich besser wird, kann mir keiner sagen. Den Sudeck habe ich dank einer sehr guten Schmerztherapeutin in den Griff bekommen.

Sämtliche Fachärzte sagen, ich soll es hinnehmen und gucken wie lange es noch so geht, wie es eben geht.

Die ganze Zeit konnte ich gut mit allem umgehen, da ich in erster Linie Dankbar war, dass diese Monsterschmerzen aufgehört haben. Jetzt wo das Gutachten am Freitag kam, hat es alles wieder hochgespült. Habe doch echt auf dem Sofa einige Tränen weggedrückt.

Mein Mann ist da naturgemäß viel rationeller als ich. Es ist wie es ist. Es hätte alles schlimmer kommen können.

Betreff Unfallversicherung:
Ich habe das große Glück, dass die € 20.000 oder € 30.000 nicht mein Leben verändern würden. Wir sind beide voll berufstätig. Die Kinder sind aus dem Haus. Ich kann also gut zocken mit der Versicherung. Auch der Auszahlungszeitpunkt ist mir Egal. Mein Ansinnen ist es einfach nur gerecht entschädigt zu werden. Hatte am Wochenende kurz überlegt den Wisch der UV einfach zu unterschreiben, damit alles ein Ende hat, aber irgendwie hätte es etwas von Aufgeben und das möchte ich nicht.

Ich berichte Euch wie es beim Neurologen Mitte Februar und bei meinem "neuen" Unfallarzt weitergeht. Ich bin gespannt, ob er bereit sein wird die im Gutachten erwähnten Werte auszumessen. Von wegen einer Krähe hackt der anderen Krähe......

Viele Grüße

Sandra
 
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#16
Hallo Sandra ,

eine Sache könnte Dir noch helfen eventuell. Viel mir gestern nicht ein.

A. Hast du für die Pseudarthrose schon eine Ultraschalltherapie versucht ? Entweder die für zu Haus oder eine die Ambulant in KH durchgeführt wird ?
Knochen heilen rasch mit Ultraschall-Stimulation


B Allgöwer Entlastungsorthese - ORTHO-TEAM

Sieht ein wenig crazy aus und man muß damit schon üben , aber hilft. Das Gewicht wird durch den Schienbeinkopf getragen. Weiß ja nicht wie weit hoch dein Bein empfindlich ist. Der normale Schuh beötigt eine erhöhung.
Der Fuß kann mit minimaler Belastung eingestellt werden oder das er frei in dem Gestell ist.

Ich habe diese Orthese auch für mich, leider hatte sich nach den ersten ernsthaften geh Versuchen gezeigt das mein Oberschenkel auch nicht tragstabiel verheilt war/ist. Der Unterschenkel hatte damit keine Probleme, keine Schmerzen auch nicht später als belastungsreaktion.

Das bei Nachrichten sei es vom Doc oder Versicherung usw. das Nervenkostüm nicht mehr das beste ist, ist irgendwo Logisch. Auch ich habe Tage wo ich mich frage warum noch der ganze Mist ... Aber wichtig halt einfach das wiederaufstehen nicht zu vergessen.



LG
Biggimaus
 
Zuletzt bearbeitet:

ardnas69

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#17
Ein Exogena 4000 habe ich mir damals angeschafft. Es liegt noch hier. Wer Bedarf hat......

Ich habe mir eine sehr gute Orthese bauen lassen. Das Fußstück ist allerdings so gehalten, dass ich einen "normalen" Gesundheitsschuh tragen kann. Die Orthese leitet das Gewicht zum großen Teil auf über den Bruch um und schützt das Sprunggelenk vor "zu viel" Bewegung. Mit der Orthese kann ich wesentlich besser über Stock und Stein laufen. Sie fängt überwiegend die schmerzhaften Bewegungen ab. Zudem ist sie so ausgelegt, dass der Fuß mit angehoben wird.

Ich war auch schon bei ganz vielen Wunderheilern. Von Blutegeln über Chinesischen Heilkräutern, DMSO, MMS ich weiß nicht was alles. Reiki habe ich mir dann doch verkniffen. Letzte Woche schrieb mir eine Frau, die ich nur vom sehen her kenne einen 2 Seiten langen Brief. Sie hätte die Lösung für mich. Ich guckte dann im Internet nach. Ich sollte mir eine Magnetmatte für 4.500 Euro kaufen.

Ich denke manchmal, wenn es für alles eine Lösung gebe, könnten Blinde sehen, es würde kein krankhaftes Übergewicht, keine Menschen mit Akne und keine gelähmten geben. Ich will damit sagen, dass es schon viel Mist auf dem Markt gibt. Nach den guten Sachen muss man suchen. Die bietet einem nämlich keiner an. :)

Viele Grüße und einen sonnigen Arbeitstag

Sandra
 

ardnas69

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#18
Hallo Ihr Lieben,

ich war nun beim meinem "neuen" Orthopäden. Er meint, wenn er ein Gutachten schreiben dürfte, wäre alleine der orthopädische Beinwert zwischen 3/10 und 4/10.

Heute habe ich beim Neurologen die Fußheber-Parese ausmessen lassen. Diese ist noch voll vorhanden. Er schaute für mich in die Tabelle und schrieb mir auf: Beinwert in der privaten PUV 1/3 bis 2/5.

Ich habe gegen das orthopädische Gutachten meiner PUV einen Widerspruch eingelegt und habe auf die zahlreichen Fehler hingewiesen. Mein Widerspruch wurde an das Gutachterinstitut weitergeleitet mit der Bitte um Stellungnahme. Bislang habe ich noch keinen Rücklauf.

Die PUV bietet mir 2/10 + 1/10 "geschenkt" an ohne neurologische Begutachtung.

Meine Idee ist nun auf Grund der heutigen Untersuchung, den Befund an die PUV zu schicken und um eine Erhöhung auf 4/10 zu bitten. Fraglich ob das klappt.

Ich habe eigentlich keine Nerven mehr auf noch mehr Gutachten und noch mehr Schriftwechsel.

Eine Möglichkeit hätte ich noch. Die kleinere meiner PUV`S (habe 2 Stück) bietet mir (auf Grund meines Widerspruchs) eine separate Begutachtung an und würde dann unabhängig von der Generali agieren. Dann hätte ich 2 Gutachten. Vielleicht nehme ich das zweite Gutachten noch in Anspruch.

Ich habe nochmals in meinen Vertrag geschaut. Darin heißt es, dass beide Parteien die Möglichkeit einer Nachuntersuchung nach 3 Jahren haben. Wenn ich 4/10 angeboten bekäme und annehmen würde, könnte ich dann trotzdem noch nach 3 Jahren zu einer Nachbegutachtung? Oder ist mit meiner Unterschrift dann alles komplett erledigt? Kann die Versicherung dann noch nach 3 Jahren eine Nachbegutachtung veranlassen?


Eigentlich bräuchte ich einen guten Anwalt. Es ist alles verdammt schwierig. Meine bisherigen Anwaltskontakte waren alle samt ein Griff ins Leere.

Viele Grüße

Sandra
 

ardnas69

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#19
Home - PRO CLIENTA Unfallhilfe | Deutsch

Kennt jemand diese Organisation? Eine Freundin hat mir diese empfohlen. Das Telefonat mit einem Sachbearbeiter war sensationell. Ich soll sämtliche Unterlagen hinschicken. Es wird geprüft, ob es sich "lohnt" anwaltlich der PUV auf die Füße zu treten. Der Sachbearbeiter haute direkt auf den Tisch, als er Gutachter Dr. Wagner IMB Institut hörte. Er sagte direkt: Sie ist planlos, dann kommt ein Brad-Pit Verschnitt und Tütet die Sache ein. Und genau so war es. Ich bin sehr auf die Rückmeldung und auf die zu erwarteten Kosten gespannt.
 
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#20
Hallo Sandra ,

ich kenne es so, das wenn Du etwas annimmst als "Vergleich", ist die Akte geschlossen.

Du kannst einen Vorschuss anfordern und sagen zum 3 Jahreszeitpunkt möchtest Du das Endgutachten.

4/10 denke ich ist nach dem was Du vom Neurologen geschrieben hast zu wenig. 1/3 - 2/5 Beinwert bei 70 % gehen wir von 22% aus.

Bisher sind es 3/10 = 21% + zzgl Neurologe 22% ergibt 43%. Du mit 4/10 sind 28% ...

Die 43% bekommst Du leider nicht da nach deiner AUB ein Index gebildet wird in wie weit der Gesamtschaden dich beeinträchtigt. Den Index wie das wie gerechnet wird habe ich bis heute nicht rausbekommen. Realistisch würde ich aus den holen Bauch von 30% +x ausgehen.

Jeder Prozentpunkt mehr, bringt Dir nun aufgrund deiner Progession die ab 25% greift , deutlich mehr Geld.

Der Sudeck scheint noch nicht berücksichtigt, hast Du darüber Arztbriefe ? Hast Du inzwischen das Gutachten bezüglich deines Schwerbeschädigtenausweiß ?

Die Alternative ein 2Gutachten über die kleine PUV zu machen hört sich eigentlich nicht schlecht an. Auch wenn dadurch das Nervenkostüm wieder belastet wird. Da achte aber wenn darauf das du an kein Gutachterinstitut kommst. Viele sind in der Regel pro Versicherung eingestellt.

Oder lass das ganze nun ruhen, bitte die Versicherung um eine Vorschußzahlung und sagst das Endgutachten dann in 3 Jahren. Dann wird der ganze Vorgang auf Parken gestellt und Du kannst wieder neue Kraft tanken.

Das sind so meine Gedanken dazu.

Dein oben genannte Orginasation kenne ich nicht. Aber denke da wird sich noch der ein oder andere zu melden.

LG
Biggimaus
 

ardnas69

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#21
Biggimaus, vielen Dank für Deine Antwort!

Ich hatte eben ein sehr erfrischendes Telefonat mit dem Anwalt Herr Zettler aus Mainz. Die Unterlagen wurden von der Pro Clienta Unfallhilfe direkt weitergeleitet.

Er nahm sich 1/2 Std. Zeit. Er meint, es gäbe 2 vernünftige Wege:

1. Kein neues Gutachten, sondern ein Orthopäde der das Gutachten Nummer 1 auseinander nimmt, auf die Fehler verweist und eine gutachterliche Einschätzung gibt. Diese Dienstleistung wäre für relativ kleines Geld zu bekommen. Einen geeigneten Orthopäden würde mir die Pro Clienta Unfallhilfe nennen.
2. Das Gutachten vorerst außen vor lassen und der Versicherung den neurologischen Befund von heute einreichen. Hier gibt es wohl kein Spielraum, da ein Gutachter ebenfalls "nur" die Leitgeschwindigkeit der Nerven messen kann.

Ziel sind "glaube ich" die 4/10 - vielleicht will er auch auf die 5/10 raus. Die Berechnung (wie von Biggimaus) werde ich leider nie kapieren! Nach seiner Berechnung wären das dann ca. gesamt 70.000 von der Generali. Er sieht das Ziel sehr realistisch. Er schlug mir vor selbst den Brief zu schreiben, da ich den Sachverhalt richtig verstanden hätte. Ich fragte ihn, ob er dies übernehmen würde.

Er arbeitet sich nun in die Unterlagen ein. In der nächsten Woche wollen wir uns dann zusammensetzten. Kosten für den außergerichtlichen Vergleich "vorerst" € 1.400,-. Das ist doch mal ein Wort.

Ich berichte, wenn es Neuigkeiten gibt.

Viele Grüße

Sandra
 

HWS-Schaden

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#22
Hallo

ProClienta kenne ich auch nicht. Recherchiere ausführlich, ob sich im www Stimmen zu Wort melden, die warnen.
Es gibt viele Abzocker, soweit habe ich das allgemein im www verstanden, ohne eigene Erfahrungen gemacht zu haben allerdings. Ich wäre seeehr vorsichtig. Frage erstmal nach, wer der empfohlene GA sein soll und recherchiere auch den.

V. a. antworte ich hier, weil du von einer Nachbegutachtung nach Ablauf von 3 Jahren schreibst.
Lies das vorsichtshalber noch einmal nach.
Endet die Frist nicht vor Ablauf der 3 Jahre?

Dann ist in den Verträgen (soweit ich es vom Mitlesen verstanden habe) unterschiedlich geregelt, ob bei der Nachbegutachtung die Versicherung den GA bestimmen darf oder der Versicherungsnehmer, das steht in deinem Vertrag.
Günstig für dich wäre, wenn du den GA wählen darfst.

Der sog. "Vorschuss", den du einfordern könntest, ist die "Todesfallsumme" o.s.ä., die findest du auch in deinem Vertrag.
Es gab hier im Forum einen User (R.I.P., Rajo), der das alles erklärt hat.
Bei der erweiterten Suche kannst du evtl. Todesfallsumme und Beiträge von Rajo (Rajo67?) suchen ... und das nachlesen. Er war vom Fach und hat das gut erklärt.

LG
 
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#23
Hallo ,

5/10 wären 35% . 5/10 sprich halber Beinwert von 70% . Gestern meinte ich ja auch min. 30% + x , lag ich ja laut Deinem Anwalt nicht so schlecht ;-)

10/10 voller Beinwert 70% , 1/10 = 7% , 2/10=14% ...

In vielen/meisten Gliedertaxen greift die sogenante Progession ab 25%. Progession bedeutet quasi dann ein Mehrwert deiner Grundprozente.
1518691961401.png

In deinen Fall werden aus den 30% "grundinwalidität" 50%. Mit jeden Prozentpunkt mehr steigt dann die Kurve.

Die macht dann den kleinen aber feinen Unterschied in der Auszahlungssumme. Ist man unter 25% kann man sich überlegen ob man sich unter Umständen den Stress mit den Versicherer/Gutachter ect antuen will. Ab 25% aufwärtzt kann es um ganz hübsche Summen gehen. Ab 50% geht es expontiel noch mal in eine andere Liga.

LG
Biggimaus
 
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