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Was passiert wenn der Gutachter die Begleitperson nicht zulässt und ich mich der Begutachtung verweigere

Chris1966

Erfahrenes Mitglied
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#1
Ihr Liebe
mich lässt dieses Thema nicht los.
Ich habe nun für den Gutachtertermin, angeordnet vom Sozialgericht, eine Begleitperson geordert. Leider verweigert mir meine Rechtsanwältin ja immer noch die Unterstützung zu einem Beistand. (Als wenn es nicht genügend andere Baustellen gibt, darf ich mich der auch noch rumärgern)
Für mich stellt sich nun folgende Fragen:
Wenn ich mich weigere mich ohne Begelitperson begutachten zu lassen, zusätzlich soll auch eine testpsychologische Untersuchung an einem zweiten Termin stattfinden, wird mir das dann vor Gericht negativ dargestellt? Was nützt es mir die entsprechenden Urteile parat zu halten wenn das Gericht auf der Seite des Gutachters steht?
Was ist wenn ich an dem Termin krank bin? Reicht da ein einfaches Attest? Welche Richlinien gelten dann? Ich weiß von Zeugenladungen in denen drinstand das man nicht einfach bei Gericht anrufen kann um sich krankzumelden. Und der Gutachtertermin gilt ja rechtlich gesehen als Teil einer Verhandlung.
Muß mich meine Rechtsanwältin nicht auch über diese Folgen beraten?

So langsam gehen mir echt die Felle schwimmen. es geht mir immer schlechter. Einen Traumatherapieplatz über die Krankenkasse ist nicht in Sicht. Als Privatzahler (100€/Stunde) ist es kein Problem, wenn die BG zahlt sowieso nicht, da gibt es sofort einen Platz. Solange dieses blöde Gutachten aber nicht erstellt ist läuft garnichts über die BG. Da es ambulant nicht geht bleibt nur die Option eines stationären Aufenthaltes. Tja und da beisst die Katze sich in den Schwanz. Wenn ich stationär bin gibts kein Gutachten. Mal abgesehen das mir ein Psychiater dringend abriet die Traumtherapie vor Abschluß des Gerichtsverfahrens zu machen. Das wäre kontraindiziert.

Schönen Abned Euch
Das ratlose Mitglied Chris1966
 

Kasandra

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#2
Hallo Chris,

ich verstehe in keinster Weise deine Rechtsanwältin, welche dich "ohne Begleitperson" lt. anders weiliger Urteile in das offene Messer laufen lassen will.

Und unDu kündigst Hr. / Fr. XY zum GA als Begleitperson an!

Der GA wird dann um die Ecke kommen und anfangen, es handelt sich jetzt um sehr persönl. oder INTIME Fragen, die Begleitperson soll draußen bleiben!!!

NEIN! Dafür ist die Begleitperson nicht da um vor der Tür zu bleiben, die ist bei allen persönl. und intimen Fragen dabei. Die Begleitperson ist nicht nur der Fahrdienst für Dich!!!

Sollte man dir was zum Unterschreiben vorlegen, dann laßt Euch nicht unter Druck setzen.

Ein paar Strategen wollen einen Einwilligung in eine Studie! Das ist Fake. Eine Studie hat angemeldet zu sein! Hier nichts unterschreiben.
Die Strategen deklarieren irgendwas als med. / wissenschaftl. Studie die aber nicht gültig ist. Hier nicht ins Boxhorn jagen lassen. Dränge darauf die Studienanmeldung etc. zu sehen!!! Und ein GA ist nicht verbunden an irgendwelche Studien. Also, keine Unterschrift von Dir!

Will der GA Deine Begleitperson nicht zulassen, dann verabschiedest Du Dich höflich mit Deiner Beleitperson, gehst ins nächste Cafe etc . ihr schreib ein Protokoll, unterzeichnet dieses beide und umgehend ab an Dein Gericht!!!!

Lass Dich nicht via Weißkittel unter Druck setzen und ggf. mit Sprüchen das GA kann nicht erstellt werden wenn jemand dabei ist oder es geschieht im Auftrag des Gerichts - nun füge Dich und sei devot. Nein, der GA wird versuchen Druck auf dich auszuwirken. Nein, er darf es nicht. Lass Dich nicht verarschen!!!!

Wenn GA nicht will dann tschüß und Protokoll an SG!

Du hast auch Deine Rechte und lass dich nicht vom GA beeindrucken. Das versuchen die gerne.

Viele Grüße

Kasanda
 

Sekundant

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#3
hallo ratlose Chris,

ich kann momentan nicht (nach)sehen, wie lange es zum GA-termin noch hin ist. #Kasandras vorstellung ist in dem fall das mittel der wahl, wenn sich die RA'in gegen dich stellt:

einen einschreibebrief oder fax an den beuftragten SV mit dem hinweis, dass du von dem termin kenntnis genommen hast und diesen wahrnehmen kannst. dem untersuchungstermin wird gem. folgender bestimmung (worum gehts gleich wieder? § 13 Abs. 4 SGB 10 geht meistens) herr/frau X beiwohnen. gründe zur zurückweisung des beistandes, die nach § 13 Abs. 7 SGB 10 schriftlich mitzuteilen wären, liegen nicht vor.

damit hast du dem verfahrensmodus genüge getan, der ball (schriftliche! mitteilung) liegt beim SV. hält er das nicht ein und will die untersuchung nicht durchführen, hältst du ihm das schreiben vor. damit bist du auf der sicheren seite.


gruss

Sekundant
 
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#4
Hallo Chris,

ich werde auch das gleiche machen müssen. Habe noch kein Termin bekommen.

Hast Du bei den Gericht den Gutachter selber vorgeschlagen und ihn auch gefragt, ob er ihn bei Dir machen würde? Oder hast Du die Möglichkeit nicht gehabt?

Ich muss sagen, wenn der Beistand bei Gutachten verweigert wird, dann ist es ein deutlichen Warnsignal zu gehen!

Die Gutachten sollten generell live im Fernsehen übertragen werden, so dass die ganze Welt und auch die Sofarichter nachfolziehen können und kommentiren können, wo die Gerechtigkeit geblieben ist. Für so was würde ich jedezeit unterschreiben. Ich würde auch dann auf den Beistand nicht verzichten. Den die Kamera kann kaputt gehen.

Die Kameras würden uns und auch Gerichte entlasten. Warum sollte man nicht mit eigene Kamera die aufnahme bei Gutachter machen dürfen? So was sollte selbstverständlich und gesetzlich geregelt werden, wenn beide Parteien auf gleiche Augenhöhe behandelt werden.

Ich hatte das gleiche Problem wie Du mit suche nach Trauma Therapeuten. Und weiß ganz genau, wovon Du schreibst. Du bist ganz allein gelassen. Es geht einem nicht gut und du muß kämpfen jeden Tag aufs neue. Es ist ein Wahnsinnsweg.
Es ist so schwer überhaupt ersten telefonischen Gespräch mit TT herzustellen. Bei mir hat es mit dem freien Therapie Platz erst nach einem Jahr geklappt.

Habe davor eine TT gefunden und recht schnell, der nur für die BG arbeitet, der hatte keine Kassenzulassung. Obwohl, ich BG von Anfang an drüber schriftlich benachrichtigt habe, was da von der Seite BG später los war. Die haben ihn nach 10 Stunden gekündigt und ihm gesagt, er darf mich nicht mehr nehmen, die zahlen das nicht.

Ich frage mich, warum baut man BGs nicht ab, wenn die statt Verantwortung zu tragen die Kriegsschauplätze veranstallten?

Lg, Transparenz

Vielen Dank für Euere Infos und Euere Unterstützung
 

Chris1966

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#5
Hallo

der Termin ist nach mehrmaligem Verschieben am 09.02. Da gleube ich noch nicht wirklich dran. Aber das Gericht hat ja schon mehrfach die Frist verschoben, daher denke ich das er sich nicht nochmals traut eine Fristverschiebung zu beantragen.
Bisher habe ich noch keinen Termin bestätigt, wollte ich möglichst spät machen, damit er möglichst wenig Zeit hat zu agieren.
Da ich den Gutachter ja kenne und auch Grund habe mich von dem nicht behandeln zu lassen, verstärkt sich mein Problem tagtäglich.

Ich wusste das es schwer wird aber das mir auch meine Rechtsanwältin so in den Rücken fällt ist echt heftig. ICh werde in Januar dort aufschlagen gemeinsam mit meinem Lebensgefährten.

Euch einen schönen Abned und einen guten Start ins neue JAhr
Danke
Chris1966
 
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#6
Hallo,

das mit Deiner Anwältin ist echt komisch. Ja, Du must mit ihr klaren Text reden. Ich würde zu Eueren Termin mehr als eine Begleitung mitnehmen. Mit mehreren Menschn wird sie nicht "tanzen" so wie es ihr grade passt.

Ich würde sie fragen, ob es ihr bewußt ist, dass Du sie bezahlst, dass Du sie genommen hast, weil Du ihre Unterstützung brauchst und nicht dass sie gegen Dich arbeitet.

Für so viel Geld, die sie bekommt, muss sie Deine Bedenken und Befürchtungen verstehen und alles erdenkliche tun, um Dich zu unterstützen. Ich würde mich, wenn ich in Deiner Situation wäre, nach einen neuen Anwalt umschauen. Es ist sehr, sehr schwer, aber ich denke, es ist auch die Möglichkeit zu verhindern, dass die Situation "Bach runter geht".

Danke für Deine Wünsche. Ich wünsche Dir auch einen guten Start ins neue Jahr und dass sich alles wendet genauso wie Du es gerne hättest.

Ich wünsche ebenso allen anderen Opfer hier im Forum und auch Personal, die uns ermöglicht hier zu sein, die uns versteht und bestens unterstützt, ein gutes neues Jahr.

LG, Transparenz
 

Sekundant

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#7
hallo Chris,

der Termin ist nach mehrmaligem Verschieben am 09.02. Da gleube ich noch nicht wirklich dran. Aber das Gericht hat ja schon mehrfach die Frist verschoben
dann ist ja genügend zeit dem SV die mitteilung zu machen wie oben beschrieben, unverbindlich aber bestimmt.
was ich nicht verstehe: wie kommt das gericht dazu, termine, die der SV ansetzt, zu verschieben? es bestimmt doch nicht den kalender des SV ...? wenn terminiert ist, verlasse ich mich in dem fall auf eine gewisse verbindlichkeit. schliesslich ist es hier keine anfrage von deiner seite, ob es zu dem zeitpunkt passen würde.
aber es gibt zalreiche manöver und taktiken der verzögerung. gerade deshalb wäre eine bestätigung de termins sinnvoll, um aufzuzeigen, dass du den termin eingeplant hast und bei weiterer verzögerung auch mal entsprechend reagieren kannst.


gruss

Sekundant
 

Chris1966

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#8
Hallo Sekundant

der Gutachter verschiebt die Termine. Das Gericht mischt sich nicht ein.
Laut meiner Anwältin kann ich dem Verschieben nichts entgegenstellen. Das wäre normal. Aber immerhin schrieb der GUtachter nun das Gericht an und teilte die Verschiebung mit.

Guts Nächtle und vorher guten Rusch

Chris1966
 
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#9
Hallo und gutes neues Jahr!

Wie kann das sein, dass ein Gutachter nach eine Einladung von Gericht den Termin verschieben kann? Wie oft darf er den Termin verschieben?

Ist diese Taktik im Sinne des Patienten, um ihn zu unterstützen?

LG, Tansparenz
 

Chris1966

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#10
Es geht sich ja um eine Beweisanordnung durch das Sozilgericht.
Das Sozialgericht hat also den Gutachterauftrag an den Hauptgutachter geschickt. Mit dem Hinweis wer der zweite Gutachter ist. Im Gutachtenaufrag steht auch eine Frist bis wann es erledigt sein muss Der Hauptgutachter hat als erstes um Fristverlegung gebeten weil ja Sommerferienzeit sei und das zweite Gutachten ja erst nach seinem erstellt werden soll. Frist wurde verlängert. Der zweite Gutachter bekam dann Ende August (!)die Unterlagen. Vier Wochen wurde dann in dieser Praxis benötigt um festzustellen das ich dort keinen Termin im angegeben Zeitrahmen bekommen kann. Also nochmals Fristverlegung. Aber der Gutachter hat in der Zwischenzeit noch zwei Mal den bestehenden Termin verlegt. Die Frist Ende Februar besteht immer noch. Nur wage ich zu zweifeln ob der Hauptgutachter noch ein vernünftiges Gutachten erstellen kann da ihm rein theoretisch nur ein paar Tage bleiben fürs Auswerten und übersenden des Gutachtens an das Gericht.
Der zweite Gutachter ist hauptberuflich nicht mehr in seiner Praxis. Der hat einen ganz ganz wichtigen Posten in der oberen Ärzteetage. Dazu äußere ich mich aber nicht näher, da die BG in meinem Privatleben rumschnüffelt und ich Sorge habe das die hier mitliest.
Ich werde also nun mal den Termin bestätigen und wie Sekundant mir reit die Begleitperson anmelden. Nebenbei werde ich wohl erwähnen das mein Arbeitgeber, der mir für das Gutachten ja frei geben muß über diese Verschieberei nicht amüsiert ist, da er ja die Angestellten im Laden nicht zum Vergnügen hat sondern zum Arbeiten und meine Kollegen auch nicht immer einspringen können.

Chris1966
 

Kasandra

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#11
Hallo Chris,

wenn der zweite GA nicht mehr "klinisch" tätig ist, sprich nicht mehr in einer Klinik als Arzt oder selbstständig als Arzt mit Praxis agiert, dann teile dieses Umgehend dem Gericht mit.

So wie Du schreibst ist er ja "Angestellter" im "Administrativen Bereich".

Also sofort dem Gericht mitteilen inkl. Deines Vorschlages eines GA;) Nutze die Chance Dir selber einen GA zu suchen :cool:.

Denn wie will auch ein administrativ Angestellter "medizinisch arbeiten"????

Ist auch der Hintergrund warum Du keinen Termin bekommst. Keine geeigneten Räume, kein Untersuchungequipment, etc..



Nutze Deine Chance!

Viele Grüße

Kasandra
 

Chris1966

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#12
Hallo Kassandra

nene der ist schon in einer Praxis selbstständig. Aber hauptberuflich hat er einen anderen Posten. Das weiß ich, leider, aus dem Schreiben bzgl der Fristverlegung. Ich wusste schon das er diesen anderen Posten inne hat, aber das er dadurch seine (Gemeinschafts)Praxis nur auf Sparflamme fährt wusste ich nicht.
Kannst ja mal googlen.

Gruß
Chris1966
 
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#13
Hallo Chris,

die "schnüffeln" nicht nur bei Dir, die rufen auch bei mir an, mit falschen Namen und unterdrückten Nummer. Auch am WE, fangt um 8 Uhr die Arbeitszeit an, mit merkwürdige Geschichten und miserablen Angeboten.

Gruß

Transparenz
 

Chris1966

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#14
@ All
Zwei Neuigkeiten.
Der Gutachter bekam jetzt von mir das FAx in dem ich die Begleitperson ankündigte, wie von Sekundant empfohlen.
DA ich heute aus betrieblichen Gründen einen Termin bei der Rechtsanwältin ansagen musste konnte ich kurz mit ihr telefonisch sprechen.
Sie ist nach wie vor der Überzeugung das ich alle Pferde scheu mache, wozu es absolut keinen Grund gibt. Ihrer Erfahrung nach schreib der Gutachter ganz solide ordentliche Gutachten. Die Begleitung wäre selbstverständlich, das hätte auch das Gericht so geschreiben. Naja das konnte ich nicht herauslesen, aber wenn sie meint.
Sie will das Gutachten abwarten und sollte es nicht in meinem Sinne sein kommt alles auf den Tisch was am Verfahren unstimmig ist. Ich werde nun noch die Stellungnahme zu der BG Schnüffelei fertig amchen und dann mal abwarten was der BG mal wieder einfällt.

Danke noch mals an Alle,
eine etwas beruhigtere
Chris1966
 

prowler

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#15
Hallo Chris,
genau so weiter machen und ruhig auch nervig sein - “dir“ geht es um “dich“ - deiner Anwältin nur um “einen“ Fall von “vielen“.
Das Anwältinnen/Anwälte lieber eher “unwissende“ Klienten betreuen ist klar. So ist u.a. der Aufwand geringer bei gleichbleibender Bezahlung - so was kann und muss dir aber relativ.....:p
Gruß Prowler
 

Siegfried

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#16
Hallo Chris,

es ist wie Prowler dir schrieb, lass dich nicht beiiren. Ich habe schon viele Gutachten über mich ergehen lassen - die Methoden schreien zu Himmel. Aber warte nur, eines Tages fliegen sie auf! ALLE.
Wenn du im Rahmen von SG zum Gutachter geschickt wirst, dann hast du immer das SGB hinter dir. Die Gutachter mögen es nicht, wenn du einen Zeugen dabei hast. Ich habe meine Begleitung nie vorher angekündet und das war meine persönliche Prüfung, ob der Gutachter ein Parteigutachter ist oder nicht. Viele Gutachter behaupten nämlich, dass sie persönlich ja nichts dagegen hätten - aber das Gericht würde es nicht erlauben. Das ist Unsinn!
"Der generelle Ausschluss von Begleit und Vertrauenspersonen - ob Ehepartner oder Anwalt - ist nicht möglich".
Bitte im Internet recherchieren: Anwesenheit von Begleitpersonen bei Begutachtung.
VdK kann da auch weiterhelfen oder eine andere Organisation.


Richtig ist, dass du der Aufforderung des Gerichts nachkommst - das ist nämlich deine Pflicht im Rahmen der Mitwirkung.

In meinem Fall war es so, dass der Gutachter meine Begleitung ablehnte und mir ein auf seinem Schreibtisch vorbereitetes (!) laminiertes Schriftstück unter die Nase hielt mit der er behauptete, dass es ein neues Gesetz gäbe. Ich habe dann gelesen und sofort erkannt, dass das allenfalls eine Idee aber kein rechtsgültiges Gesetz war. Daraufhin habe ich dem Gutachter gesagt: Entweder mit Begleitung oder gar nicht und ich gehe und mache eine schriftliche Anzeige an das Gericht. Die Begleitung durfte bleiben - selbstverständlich darf sie nur zuhören und sich nicht in die Begutachtung einmischen. Das ist ganz wichtig. Dann bitte zu Hause sofort ein Gedächtnisprotokoll schreiben - du weißt ja nie ob und was das Gutachten für Folgen hat. Ich habe bisher bis auf 2 Ausnahmen noch nie feststellen dürfen, dass das Gesagte des Gutachters auch so im Gutachten steht. Auch wenn der Gutachter ein Diktiergerät benutzt - er interpretiert das Gehörte so wie es ihm erscheint, bzw. so, wie er glaubt, dass das Gericht es gerne hätte.

Ich mag dir keine Angst machen, denn du musst dich begutachten lassen, egal wie schlecht der Ruf des Gutachters bzw. Sachverständigen ist. Ein Gutachter ist nur SEINEM Gewissen verpflichtet und kann interpretieren was er will. Ich persönlich finde, dass ein Gutachter gar kein Gewissen hat - sonst ginge er ja einer ehrlichen Arbeit nach. Aber Gutachten sind schnell verdientes Geld. Einmal ein Konzept aus Bausteinen erstellt und einige Daten ergänzt - fertig. Ein Gutachter wird nicht nach Güte sondern nach Ablieferung eines Gutachtens bezahlt. Man merkt es, diese Spezies habe ich für mein Leben lang gefressen. Anstelle aufzuklären und richtigzustellen, sind wir alle automatisch Sozialschmarotzer und leichte Beute für seinen Geldbeutet. Ich kenne Gutachter die nichts anderes mehr machen als Gutachtengeschäfte. In einer total veralterten Praxis agieren und das Fachwissen von 1980 oder noch früher haben. Und das heißt dann: nach neuesten Kenntnissen der Wissenschaft....

Chris, bleib auf deinem Weg und lass dich nicht ins Bockshorn jagen und gehe auf jeden Fall nicht alleine hin - notfalls nimm deinen Pfarrer mit. Wenn er sich weigert, dann erinnere ihn an "Nächstenliebe". Auch das ist Dienst am Herren.....

Übrigens: Auch mein RA hat mir gesagt, dass eine Begleitperson bei SG-Begutachtung nicht möglich wäre. Ich kann dir nur raten, dein bester Schutz ist dein eigenes Wissen. Natürlich ist es schlimm, denn wir zahlen viel Geld an unsere Anwälte. Aber es ist wie hier ein Mitglied geschrieben hat: Du bist nur ein Fall unter vielen. Ich musste leider lernen: Du selbst musst dir der Nächste und Wichtigste sein - vertrauen und verlassen auf andere darfst du nicht und leider noch nicht mal dem Notarzt. Da muss man sich auch noch nach dem Facharztgrad erkundigen - könnte nämlich sein, dass du an den Azubi geraten bist.....der dich eigentlich gar nicht behandeln darf....

Ich wünsche dir alles Gute und bleib ruhig! Mach dich im Internet nach dem aktuellen Gesetzestext schlau, druck es aus und nimm es mit. Allein das nimmt dir die Angst. Ich füge 2 Links an und hoffe, dass das erlaubt ist.
OLG Hamm - Beschluss zu Begleitung (Beistand) - BG45
OLG Hamm: Bei neurologisch-psychiatrischer oder psychologischer Begutachtung ist dem Probanden die Anwesenheit einer Begleitperson zu gestatten!

Gruß Siegfried.
 
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Siegfried

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#17
Lieber Chris und alle UOs,
habe nochmal nachgeschaut - das ist mein Wissenstand hierüber:
OLG Hamm Beschluss vom 3. Februar 2015 Az. 14 UF 135/14

Einem medizinisch oder psychologisch zu begutachtenden Beteiligten ist bei einem Untersuchungstermin bzw. Explorationsgespräch des Sachverständigen die Anwesenheit einer Begleitperson ohne Äußerungs- bzw. Beteiligungsrecht zu gestatten!

Ich bin aber kein Jurist - könnte sein, dass es eine neue Rechtsprechung gibt, die mir nicht bekannt ist. Bitte recherchieren. Sollte es eine Änderung geben, bitte weitergeben, damit wir UOs auf dem neuesten Stand sind und es der Allgemeinheit dienlich ist. Vielleicht äußern sich die erfahrenen Mitglieder unter den Juristen sich hierzu, damit hier nicht unrichtiges Halbwissen verbreitet wird.
Gruß Siegfried
 

Chris1966

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#18
Hallo Siegfried

Danke für deine Zeilen.
Bisher erhielt ich noch keine Antwort auf das Fax. Allerdings wurde ein Termin (testpsychologische Untersuchung) kurzfristig abgesagt. Morgen früh bekoomt die Praxis Terminvorschläge für die nächsten zwei Wochen, für diesen Termin zeitnah nachzuholen. Diese grosse Gemeinschaftpraxis ist tatsächlich telefonisch nur eingeschränkt erreichbar. Mal wieder eine Lachnummer, die nur von der Überheblichkeit des Praxisgründers und mein Gutachter zeugt. Die Praxis bekommt morgen auch meine Dienstnummer, zu HAuse bi ich ja nicht erreichbar, da arbeiten. Protokoll des Terminsplanungsdramas durch die Praxis ist erstellt. Begleitung steht Gewehr bei Fuß.
Das Problem mit meiner Rechtsanwältin ist nicht gelöst aber ich durfte mal mit ihr telefonieren. Die Wogen sind geglättet, sie war nei Patientin bei diesem Gutachter ist aber positiv von seinen Gutachten überzeugt. Ihr ist noch nie ein unfaires Gutachten untergkommen. Wenn es gegen den Probanten war dann aber auch berechtigt. So lies sie es durch die Blume blicken.
Über diesen Testpsychologen konnte in nun mal etwas im Internet finden was mich auch wieder etwas beruhigt. Er hat während seiner Klinikzeit eine Abhandlung über mein Problem geschrieben. Er beschäftigt sich also nicht ausschließlich um junge Suchtkranken oder mörderische Straftäter.

Freitag ist erstmals der ärtzliche Teil des Gutachtens. Dann habe ich es geschafft. Dann gehts wieder bergauf mit meiner Stimmung.

Und auch DAnke für die Urteile.
Da wollte ich mir noch was zurechtschreiben zum mitnehmen.

meine Rechtsanwältin steht ausdrücklich auf dem Standpunkt: Der Sachverständige entscheidet ob er das Gutachten mit einer anwesenden Begleitperson durchführt. Er darf nur den schwarzen Peter nicht mir zu schieben und muß sich dem Gericht gegenüber erklären. Das Gericht muß dann entscheiden ob der Sachverständige geeignete Gründe für die Ablehnung vorlegt. So habe ich das auch im Internet recherchiert.
Da ich ja die Begleitperson ankündigte wird es schwierig die Begutachtung am Freitag noch abzulehnen.

Gruß
Chris1966
 
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Siegfried

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#19
Hallo Chris,

ja sicherlich hat der Arzt das Hausrecht in seinen Räumen. Aber was ich meine ist, dass nicht von Vornherein einfach eine Begleitperson abgelehnt werden darf.

Was meinst du mit Testpsychologie? Bitte lies im Internet Psychologischer Test – Wikipedia
So viel mir bekannt ist, sind diese psychologische Testverfahren umstritten. Auf der Homepage von RA Büchner kannst du einiges darüber erfahren. Es gibt zahlreiche IMB-Institute die genau damit ihr Geld verdienen und höchst umstritten sind.

Egal was passiert, lass dich vom Gutachter nicht provozieren und bleib ruhig und sachlich. Rede nie mehr als dass die Frage beantwortet ist. Ich drücke dir die Daumen und hoffe dass deine RAin recht hat. Ich kann dich jedoch nur warnen, dem Gutachter vertrauen zu können - egal wie verständlichvoll und leutselig er dir erscheint. Am Ende wird im Gutachten was ganz anderes stehen als du gesagt hast und du wirst dich fragen, ob das was du liest deine Person betrifft oder ob er was verwechselt hat. Du hast keine Chance - nutze sie:confused:! und denke an das Gedächtnisprotokoll zu Hause am selben Tag für deine eigene Sicherheit!

Vielleicht berichtest du mal in einigen Monaten, wenn du das Gutachten gelesen hast. Eine Empfehlung hier zu posten wie die Begutachtung gelaufen ist kann ich dir nicht geben - denke an die vielen U-Boote die hier mitlesen! Vorsicht - ist besser als Nachsicht. Leider.

Ich kenne deine Gedanken und wie du dich fühlst sehr genau. Es ist ein richtiger Horrorgedanke. Aber auch dieser Tag geht vorbei und wir sind alle bisher lebend da heraus gekommen. Wenn der Termin vorbei ist fällt erstmal eine Riesen-Belastung von einem ab. Es ist nun mal so, du MUSST dort hin und es so pragmatisch wie möglich durchstehen. Und ich "warne" dich: Werde nicht laut - sonst bist du aggressiv! Verdrück keine Tränen - sonst bist du depressiv - und beschwere dich nicht übermässig über Vergehen der Anderen - sonst bist du verbittert (Verbitterungstendenz - Somatisierungsstörung). Glaube mir, ich hab das volle Programm schon durch und hätte vorher nie geglaubt, dass einem Verunfallten so Methoden angetan werden. Ich habe das vorher alles nicht gewusst - heute bin ich diesbezüglich schlauer und hätte ich vorher um dieses Forum gewusst - so wäre mir aus Gutgläubigkeit so manches Übel erspart geblieben.

Toi toi toi!

Gruß Siegfried.
 

Chris1966

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#20
Hallo Siegfried

es ist ein neurologisch-psychiatrisches Gutachten. Daher diese Test. Scheint wohl Usus zu sein. Mein PSychiater brauchte das zwar nicht, aber es sollen andere "Störungen" ja ausgeschlossen werden. Es ist kein IMB-Institut. Sondern eine große renomierte Gemeinschaftspraxis. Der Gutachter und meine einmalig dort behandelnde Neurologin sind die einzigen die auf Jameda durchweg rot bewertet werden.
ICh habe mir vorgenommen bei jedem Test mir Notizen zu machen und den Beschwerdevalidierungstest zu verweigern. Das ist der Test bei dem dem Probanten von vorneherien Lügen unterstellt wird. ICh schreibe mir alles in der Praxis auf, Name des Test Zweck und Dauer. Da der PSychologe ja kein Gutachter ist sondern nur der Zuarbeiter brauche ich da eigentlich auch keine Fragen zu beantworten.
Aber darum ja die Begleitperson. Wenn ich alleine bin kann ich nicht ruhig bleiben. Heulen wäre ja gut aber ich werde passiv und unsachlich.
Wenn ich mich über die anderen zuviel beschwere bin ich narzisstisch. So stehts in einem psychologischen Bericht aus der BGU.

Ich bin ja selbst hin und her gerissen. Meckere ich zuviel rum wird mir das negativ ausgelegt. Was passiert wenn ich diese Test verweigere? Kann ja nur gegen mich ausgelegt werden.
ICh habe weniger Angst wegen der U-Boote hier, sondern das was die Verwaltungsangestellten während der Arbeit gegen mich agieren. Und die BGU die wohl nicht will das ich erfahre was die Ärzte so über nicht in die Akte geschreiben habe. Aber das wesentliche und wichtigste weiß ich ja, steht ja in der Verwaltungsakte. Reicht für eine Anzeige bzgl des Verdahctes auf Körperverletzung.

Gruß
Chris1966